Samstag, 13. Oktober 2018

Overtourism in Paris

Die französische Hauptstadt gehört zu den am meisten besuchten Orten der Welt und leidet daher auch unter dem bekannten Problem des Overtourism. Wer sich dennoch in den Hexenkessel Paris hinein wagen will, sollte seinen Aufenthalt sorgfältig vorbereiten. Dazu gehört, dass man weiß, wie man sich von der Besuchermasse abgrenzen und für den Besuch der klassischen Sehenswürdig­keiten Zeitfenster nutzen kann, in denen der übliche Tourist nicht am Zuge ist. Ein wichtiges Hilfs­mittel ist die Webseite help-tourists-in-paris.com, über die man u.a. auch Eintrittskarten und Metro­fahrkarten bestellen kann. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten dürften wohl der Eiffelturm, der Louvre und die beiden Kirchen Sacré-Cœur und Notre-Dame sein. Deshalb sind diese besonders überlaufen.

Eiffelturm
Mit 25.000 Besuchern täglich ist er wahrscheinlich die meistbesuchte Pariser Attraktion. Man kann u.a. über die o.g. Webseite oder über die Webseite des Eiffelturms toureiffel.paris/de sog. skip-the-line-tickets erwerben, die einem das Warten in der Schlange vor den Kassen ersparen. Man braucht für den Zutritt zu jeder der drei Ebenen eine eigene Eintrittskarte bzw. man kauft eine Karte für mehrere Ebenen. Wer nur eine Karte für die unterste Ebene (ca. 58m) hat und sich dann erst überlegt ganz nach oben zu wollen, muss sich u.U. erst wieder unten am Eingang in die Warteschlange stellen. Die beste Besuchszeit ist natürlich die Nebensaison (Juli und August unbedingt vermeiden). Im Winter ist die unterste Ebene vor allem an Wochentagen kurz vor Sonnenuntergang zu empfehlen.

Louvre
Das bekannte Museum mit der Mona Lisa (Raum 711) kann in den Wintermonaten von Oktober bis März an jedem ersten Sonntag im Monat kostenlos besucht werden. Das erspart einem nicht nur das Eintrittsgeld, sondern auch das Warten an der Kasse. An den anderen Tagen kann man auch für den Louvre skip-the-line-tickets kaufen (louvre.fr). Mittwochs und Freitags schließt der Louvre erst um 21:45 Uhr, sodass man seinen Besuch dort auch erst spätabends machen könnte. Ansonsten ist um die Mittagszeit herum meist wenig Betrieb. An den Eingängen Porte des Lions und Galerie du Carrousel ist die Warteschlange in der Regel kurz.

Sacré-Cœur
Die Kirche auf dem höchsten Punkt des Montmartre (ca. 130 M.ü.M.) im 18. Arrondissement ist täglich von 06:00 Uhr bis 23:30 Uhr geöffnet. Man könnte seinen Besuch also auf den Abend legen. Der Eintritt ist frei. Wer allerdings die Kuppel besteigen will (300 Stufen) - und die Aussicht ist es zugegebenermaßen wert - der sollte früher kommen, denn die Kuppel schließt im Sommer um 19:00 Uhr und im Winter um 18:00 Uhr. Der Besuch der Kuppel und der Krypta kostet €8. Wer nur die Kuppel ersteigt, zahlt €6.

Notre-Dame
Die Kathedrale im Herzen der Stadt kann kostenlos besichtigt werden. Lediglich des Besteigen des Turms kostet €10 (387 Stufen), der Besuch der Schatzkammer €4. Früh morgens sind meist weniger Besucher unterwegs, als in späteren Stunden und im Winter ist es ruhiger als im Sommer. Dennoch sollte man mit etwa einer Stunde Wartezeit kalkulieren. Wer eine Führung wünscht, kann diese an Freitagen und Samstagen um 14:00 Uhr sogar auf Deutsch bekommen. Besitzer eines iPhone können über die JeFile App Reservierungen vornehmen. In die Kathedrale dürfen keine Gepäck­stücke mitgenommen werden!

Wer übrigens seine Metrofahrkarte an einem Automaten kaufen will, sollte sich dabei auf gar keinen Fall von Fremden helfen lassen, auch dann nicht, wenn sie aussehen wie Mitarbeiter der Verkehrs­betriebe. Meistens handelt es sich dabei um Betrugsversuche. Im Zweifelsfall die Fahrkarte lieber am Schalter kaufen. Nett zu lesen ist überdies ein Paris-Artikel im Blick am Abend

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