Sonntag, 24. März 2019

Die Havarie der „Viking Sky“

Gastbeitrag von Øystein Witnes

Nach einem Motorschaden trieb das Kreuzfahrtschiff „Viking Sky“ mit über 900 Passagieren an Bord führungslos in einem Nordmeersturm und drohte an die felsige Küste Norwegens gedrückt zu werden. Glücklicherweise konnten die zu Wasser gelassenen Anker das Schiff rund einhundert Meter vor einigen gefährlichen Untiefen stoppen und halten. Umgehend wurde eine Evakuierung der Passagiere mittels Hubschrauber in die Wege geleitet. Als sich die Wettersituation etwas gebessert hatte, wurde das Schiff in den Hafen der Stadt Molde geschleppt.
Auf Internet-Videoclips ist zu sehen, wie die Einrichtung der Schiffsbar durch die starken Turbulen­zen des Wellengangs in Bewegung gerät und durch das Barinnere rutscht. Dadurch wurden Berichten zufolge auch mindestens drei Kisten Premier Cru Millésime-Champagner und zwei Kisten Prosecco zerstört. Snobs die mit dem Hubschrauber evakuiert wurden, mussten ihr gesamtes Gepäck und ihre maß­gefertigte Designerkleidung an Bord zurücklassen. An Land wurden sie zunächst in Notunterkünf­ten untergebracht, weil die fünf Hotels mit Sternen (4x 3-Sterne, 1x 4-Sterne) in Molde ausgebucht waren. „Für die evakuierten Passagiere ist am Sonntag extra ein Einkaufszentrum in Molde geöffnet worden“, schreibt NRK. Dies, damit sich die Menschen mit Kleidern und Hygieneartikeln versorgen können. Leider gibt es vor Ort weder Maßschneider noch englische Herrenpflegeartikel. Snobs aus dem deutschsprachigen Raum waren nach bisherigen Erkenntnissen nicht an Bord des Unglücksschiffes.

Samstag, 23. März 2019

Bad Gandersheim am Harzrand

Westlich des Harzes liegt die Kurstadt Bad Gandersheim (Kurtaxe €2.54; bad-gandersheim.de). Be­nannt ist sie nach der Dichterin Roswitha von Gandersheim, die im 10. Jahrhundert lebte. Den Kur­trieb bei der Sole-Quelle gibt es ungefähr seit 1878. Dieser konzentriert sich heute auf das „Kurmit­telhaus / Vitalpark“, welches zugegebenermaßen eher den Charme eines Krankenhauses besitzt als den eines Kurbades. Dabei speist die Herzog-Ludolf-Quelle die Sole-Bewegungsbäder und die Wannenbäder im Kurmittelhaus, während sich die Wilhelms-Quelle eher für Trinkkuren eignet (das Brunnenhäuschen am Zentralkurpark ist öffentlich zugänglich). Etwas mehr Atmosphäre bietet da schon das Sole-Waldschwimmbad (mit Bistro oder Pizzabringdienst) im Kurpark schräg gegenüber (solebad-gandersheim.de). Der Tageseintritt beträgt derzeit €4, weshalb man Bad Gandersheim zu den günstigeren Kurbädern zählen kann. Wer ein individuelles Solebad wünscht, kann dieses im Kurmittelhaus ab €6 bekommen. Natürlich kann man gegen Aufpreis auch andere Kuranwendungen erhalten (z.B. Massagen). Sehenswert sind im Ort vor allem die ehemalige romanische Stiftskirche und die historische Altstadt, außerdem der Hagenbergpark mit Wildgehege.
Vom Bahnhof Bad Gandersheim aus verkehren Züge nach Göttingen, Bad Harzburg und Kreiensen. Im Ort befinden sich Paketshops mit Reisegepäckannahme (u.a. Hermes). Wer am Bahnhof Göttin­gen umsteigt, kann den dortigen Gepäckträgerservice nutzen (Tel. 0551 498-1055). Die Anschluss­stelle Seesen/Harz der A7 liegt nur etwa 10 Kilometer entfernt.

Donnerstag, 21. März 2019

Ausflug nach Bad Wildungen

Wer zur Kur in Bad Zwesten weilt, sollte erwägen einen Ausflug in das ca. 10 Kilometer entfernte Bad Wildungen zu machen (bad-wildungen.de). Alle zwei Stunden verkehrt zwischen den beiden Orten der Bus Linie 410 über die Bundesstraße 485 (nvv.de). Die Fahrzeit liegt bei etwa 20 Minu­ten. Die Bad Zwestener Kurkarte ist auch in Bad Wildungen gültig (Ausnahme Ortsbus). Die Bad Wildunger Kurtaxe von €2.85 wird nur von Übernachtungsgästen erhoben.
Der Kurbetrieb in Bad Wildungen spielt sich im wesentlichen in diversen Kurkliniken in den Orts­teilen Wildungen (Hauptort) und Reinhardshausen ab. Die beiden Ortsteile liegen etwa 2km ausein­ander. Die ca. 20 Heilquellen beider Ortsteile sind fast alle frei zugänglich (Liste bei Wikipedia). Einer privaten Trinkkur steht also nichts im Wege (Trinkgefäß mitbringen!). Besonders zu empfehlen sind die Helenenquelle (Natrium-Magnesium-Calcium-Hydrogencarbonat-Chlorid-Säuerling) und die Georg-Viktor-Quelle (Calcium-Magnesium-Hydrogencarbonat-Säuerling). An Bädern existiert in Reinhardshausen die Quellen Therme (Tageskarte €17, Feiertags €21; quellen-therme.de), die von der Reinhardshäuser Tempelquelle gespeist wird, einem Calcium-Magnesium-Hydrogenkarbonat-Säuerling. In Wildungen (Hauptort) findet man das Familienbad Heloponte (heloponte.de) für das keine Heilanzeigen vorliegen. Besuchenswert sind die Wandelhallen in Reinhardshausen und Wildungen im jeweiligen Kurpark, die unbestritten den Mittelpunkt des Kurbetriebes bilden, Schloss Friedrichstein (schlossfriedrichstein.de) und die diversen Brunnen und Brunnenhäuschen. Gelegentlich finden auch Kurkonzerte statt. Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Bilstein-Felsen oberhalb des Hauptortes (mit Aussicht).
Ein weiteres Thema der Region sind Märchen, denn im Ortsteil Bergfreiheit soll sich einst eine Begebenheit zugetragen haben, die als Vorlage für „Schneewittchen“ diente. Aus diesem Grund führt auch die Deutsche Märchenstraße durch Bad Wildungen. Hotellerie und Gastronomie sind reichlich vorhanden; Fans der schnellen Küche sollten den Curry König besuchen (curry-koenig.com).
Vom Bahnhof Bad Wildungen fahren Züge nach Wabern und Kassel. Im Hauptort gibt es diverse Paketshops mit Reisegepäckannahme. Kostenlose parken kann man u.a. am Stadtring "Fetter Hagen" und an der Richard-Kirchner-Straße, in Reinhardshausen beim Friedhof.

Dienstag, 19. März 2019

Englische Landschaftsgärten in Kent

Ein attraktives, aber eher unbekanntes Ausflugsziel sind die englischen Landschaftsgärten, vor allem jene im Süden des Landes, vornehmlich in der Grafschaft Kent. Die meisten von ihnen kann man auf einem Tagesausflug mit der Fähre ab Calais via Dover besuchen.

Brockhill Country Park
In Sichtweite der Kanalküste, einen Steinwurf weit weg vom Nordausgang des Kanaltunnels und nur etwa 1500m von der Bahnstation Sandling entfernt liegt dieser ca. 220.000m² große Land­schaftspark, nördlich der Ortschaft Hythe. Das Haus und ehemaliger Sitz der Familie Tourney ist heute eine Kunstakademie, während der Park mit seinen zwei ausgeschilderten Wanderrouten (ca. 5km und 10km) ein beliebtes Ziel für Wanderer darstellt. Im Park gibt es eine Art Besucherzentrum mit Gastronomie, Toiletten, Picknickplatz, Kinderspielplatz und gebührenpflichtigen Parkplätzen (£1.50-2.50). Die Buslinie 10A (Bf. Sandling - Ashford) hält direkt am Haupteingang. Mit dem Auto ab Dover fährt man auf der M20 bis zur Ausfahrt 11 Sandling, im Kreisverkehr die erste links, dann die zweite rechts ab. Geöffnet ist der Park täglich von 09:00 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit (max. 21:00 Uhr; kent.gov.uk/leisure-and-community/parks-and-outdoor-activities/brockhill-country-park).

Goodnestone Park Gardens
Nur wenige, englische Landschaftsparks eignen sich besser für einen Tagesausflug ab Calais als Goodnestone Park Gardens (goodnestoneparkgardens.co.uk), liegt dieser ca. 61.000 m² große Land­schaftspark doch nur ca. 25km von Fährhafen Dover entfernt. Es empfiehlt sich mit dem Auto anzu­reisen. Mit der Bahn wäre zwar die Anreise von Dover Priory bis Adisham möglich, ab dort ginge es allerdings nur zu Fuß weiter bis man nach ca. 3km den Park erreicht (southeasternrailway.co.uk, stündl. Verbindung). Am Ziel wird man jedoch mit einer ungewohnten Ruhe belohnt, denn der weitläufige Park befindet sich in Privatbesitz und wird weniger von den touristischen Massen heimgesucht als andere Landschaftsparks. In den Sommermonaten ist der Park Mittwoch bis Freitag und an Sonntagen geöffnet, der Eintritt beträgt £6.00, es gibt kleine Erfrischungen.

Mount Ephraim Gardens
Seit über 300 Jahren befindet sich das Mount Ephraim Estate im Besitz der Familie Dawes. Dazu gehört der edwardianische Garten aus dem frühen 19. Jahrhundert, der zusammen mit dem japani­schen Garten, dem Rosengarten und einigen kleineren Anlagen eine Fläche von mehr als 40.000m² umfasst (mountephraimgardens.co.uk). Auf dem Gelände befindet sich ein Tea Room, aber es ist auch gestattet zu picknicken. Der Park ist in den Sommermonaten von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt £6.00.
Mount Ephraim Gardens liegt ca. 10km westlich von Canterbury und etwa 1km nördlich von Boughton-under-Blean, unweit der A2, an der Staplestreet Road. In Eingangsnähe findet man die leider wenig frequentierte Bushaltestelle Church Hill. Die nächste Bahnstation Selling liegt ca. 5km entfernt. Es empfiehlt sich daher bei Anreise mit der Bahn ab Dover in Canterbury auf den Bus 3B bis Boughton, Wood’s Garage umzusteigen (stagecoachbus.com) und das letzte Stück zu Fuß zu gehen. Alternativ könnte man in Dover auch einen Mietwagen nehmen.

Godinton Gardens
Nordwestlich von Ashford, etwa 5km von der M20, Ausfahrt 9 liegt dieser etwa 50.000m² große Park mit seinem sehenswerten Herrenhaus (godintonhouse.co.uk). Im Park gibt es ein Gewächs­haus, einen Rosengarten, Kräuterbeete, einen italienischen Garten und einen Seerosenteich. Geöffnet ist die Anlage von April bis Oktober, wobei der Garten täglich zugänglich ist, das Haus aber nur an Wochenenden (Eintritt £9 für Haus und Garten). Im Haus befindet sich ein Tea Room. Neben dem Parkplatz ist ein Picknickplatz angelegt.

Doddington Place Gardens
Dieser Park, der Teil eines 3.400.000 m² großen Landgutes ist und bereits häufiger als Film- und Fernsehkulisse diente, ist vor allem für seine markant geschnittenen Eibenhecken bekannt. Weitere Höhepunkte sind u.a. der Waldgarten und der Steingarten. Geöffnet ist der Park von März bis September Mittwochs, Sonntags und an Feiertagen von 11:00 bis 17:00 Uhr, der Eintritt beträgt £6.00, ein Tea Room ist vorhanden (doddingtonplacegardens.co.uk). Die Anreise ab Dover erfolgt am besten über die A2 bis Faversham und die Canterbury Road / London Road bis hinter dem Ort wo die Faversham Road nach links abzweigt. Dann sind es noch etwa 7km zu fahren. Mit dem Bus 660 ab Faversham sind es ca. 37min. bis Carpenters Arms. Ab dort sind es dann noch ca. 1600m Fußweg.

Sheffield Park Garden
Acht Kilometer östlich von Haywards Heath, Sussex, etwa auf halbem Weg zwischen London und Brighton, liegt einer der bedeutensten englischen Landschaftsgärten aus dem 18. Jahrhundert: Sheffield Park Gardens, bekannt vor allem für seine Tupelobäume, Rhodendronbüsche und Azaleen, die im Herbst ein beeindruckendes Farbenspiel bieten. Picknicks sind auf dem etwa 80 Hektar großen Parkgelände ausdrücklich gestattet. Auf dem parkeigenen Cricketground fand 1884 das erste Länderspiel zwischen England und Australien statt. Der Park befindet sich heute im Eigentum des britischen National Trust (nationaltrust.org.uk) und ist im Sommer täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet (Eintritt £9.90). Die Bahnstation Sheffield Park ist etwa 1.5km vom Park entfernt.

Sissinghurst Castle Garden
Etwa 40km westlich von Canterbury liegt Sissinghurst Castle, einer der bekanntesten historischen, englischen Landsitze. Leider sind die Hauptgebäude größtenteils verfallen, nur einige Neben­gebäude haben überlebt. Der 1.800.000m² große Park ist vergleichsweise jungen Datums, wurde er in seiner heutigen Form doch erst im Jahre 1930 angelegt. Heute befinden sich die Reste des Schlosses und der Park im Eigentum des britischen National Trust (nationaltrust.org.uk) und werden jährlich von ca. 160.000 Besuchern aufgesucht. Geöffnet ist täglich von 11:00 bis 17:30 Uhr, der Eintritt beträgt £11.70 (+ £2 Parkplatzgebühr). Für die Anreise sollte man vielleicht besser das Automobil wählen, liegt Sissinghurst doch ca. 10km von der nächsten Bahnstation entfernt (diese wäre Staplehurst, ab dort Bus bis adj Recreation Ground, weiter ca. 1.5km zu Fuß). Von Dover kommend, fährt man die M20 (A20) bis Ashford und dann weiter über die Regionalstraßen A28 (Ashford Road) und A262 (Sissinghurst Road), insgesamt etwa 65km. Weitere Infos und einen Lageplan findet man unter invectis.co.uk/sissing/.

Pines Garden
An der Straße die vom Dorf St Margaret's at Cliffe runter zur St Margeret's Bay führt, ganz in der Nähe von Dover und direkt an der Küste, liegt Pines Garden (pinesgarden.co.uk). Mit etwa 24.000m² ist der Park einer der kleineren und mit dem Eröffnungsjahr 1960 auch einer der jüngeren Gärten. Angegliedert sind ein Kriegsmuseum, ein Veranstaltungsraum, ein Pflanzenverkauf und ein Tea Room. Geöffnet ist in den Sommermonaten täglich von 10:00 bis 16:30 Uhr, im Winter nur an bestimmten Tagen. Der Eintritt ist frei, aber es wird um eine Spende gebeten (Empfehlung: £4). Ab Dover existiert eine Busverbindung (Linie 15 ab Taswell Street), aber der Park ist von Dover aus auch zu Fuß über die Klippen erreichbar (ca. 7km).
Anreiseinformation Dover
Für die Strecke Aachen – Calais (ca. 350km) benötigt man mit dem Auto ungefähr vier Stunden. P&O Ferries bietet Spartickets für Fußpassagiere schon ab €10 pro Fahrt, solche mit Fahrzeugmit­nahme ab €11.50 (www.poferries.de). Die Überfahrt dauert ca. 90 Minuten. Für Fußpassagiere existiert in Calais ein privater Busdienst zwischen Hafen und Bahnhof (€2), in Dover verkehrt die Stadtbuslinie 15A etwa alle 15 Minuten zwischen Eastern Docks und Priory (stagecoachbus.com; Tagesticket £3.60); alternativ könnte man sich der Fernbusse von National Express bedienen (nationalexpress.com; einfach £2.30), die etwa alle zwei Stunden direkt vor dem Travel Center des Fährterminals halten (die Stadthaltestelle Pencester Road liegt ca. 700m vom Bahnhof Dover Priory entfernt). Mietwagen erhält man im Passenger Terminal bei Avis ab ca. €45 oder bei Hertz oder Europcar, beide in der Snargate Street, unweit des Fährhafens.
Unterkunft Calais: Première Classe Calais Centre-Gare, 3 Quai du Danube, Parkplatz, ab €50.

Gastronomietipps für Kent
Nach getaner Besichtigung des Landschaftsgartens ist es Zeit für eine kleine Erfrischung. Die meisten Gärten haben einen Tea Room für die Besucher, allerdings könnte man auch die folgenden, teils ländlichen Etablissements besuchen, die von der Webseite afternoontea.co.uk für den Nach­mittagstee empfohlen werden, sich in akzeptabler Entfernung zur Küste befinden und auch gleich über die Webseite gebucht werden können:

The Marquis at Alkham, Alkham Valley Road, Alkham, Dover, Kent, CT15 7DF Traditional Tea ab £15 3pm – 5pm Mon – Sat, 3.30pm – 5pm SunBesonderheit: Sandwiches mit selbstgemach­ter Mayonnaise oder Remouladensauce themarquisatalkham.co.uk.

Eastwell Manor, Eastwell Park, Boughton Lees, Ashford, Kent, TN25 4HR Traditional Tea ab £19.50 10am to 7pm Monday – Sunday. eastwellmanor.co.uk.

Wem der Sinn eher nach etwas herzhaftem steht, dem seien die folgenden Fish & Chips Bratereien an der Südküste, gemäß dem Verzeichnis der britischen National Federation of Fish Friers (qualityfishandchips.co.uk), empfohlen:

Greatstone Fish Bar, 9 Dunes Road, Greatstone, New Romney, Kent TN28 8SS 

Jasin’s Restaurant, Deal Pier, Beach Street, Deal, Kent, CT14 6HZ, T: 01304 366820, jasinsrestaurant.com 

Minnis Bay Fish and Chips, 100 Station Road, Birchington, Kent CT7 9RA 

Newington Fish Bar, 55 Newington Road, Ramsgate, Kent CT12 6EW

The Telegraph Chippie, 177 Telegraph Road, Deal, Kent, CT14 9DR. T: 01304 375191, telegraphchippie.com


Sonstiges in Kent
Ashford Designer Outlet ■ Betreiber: McArthur Glen (www.mcarthurglen.com) ■ ca. 40km nord­westlich von Dover gelegen ■ wichtigste Marken: Calvin Klein, M&S, Polo Ralph Lauren und Tommy Hilfiger ■ Geöffnet: Mo.-Sa. 10:00-20:00, Sonn- und Feiertag 10:00-18:00 Uhr ■ Personal Shopper Service ■ WLAN ■ Parken gratis. Anreise: Mit dem Auto ab Dover die A20/M20 bis Ashford, Ausfahrt Nr. 10, dann den Schildern folgen ■ vom Bf. Ashford mit dem Stadtbus oder zu Fuß (ca. 10 min.) zum Outlet. 

Herrenpflegeprodukte von D.R. Harris erhält man bei Seagate Hastings, 58 High Street, Hastings TN34 3EN 

Milan Barber Shop, 30 High Street, Dover (milanbarbershop.co.uk), Hot Towel Wet Shave, auch Sonn- und Feiertags geöffnet.

Weitere Tipps für englische Landschaftsgärten finde man unter: 
https://www.stenaline.de/englische-gaerten/englische-gaerten-in-england

Sonntag, 17. März 2019

Die Therme Herbstein

Auf einem ehemaligen Vulkankegel am Rande des hessischen Vogelsberges unweit von Fulda liegt die mittelalterliche Stadt Herbstein (herbstein.de). Die Calcium-Natrium-Sulfat-Thermalquelle, nördlich des Kernortes gelegen, wurde 1976 angebohrt und vier Jahre später das Kurmittelhaus und die Vulkantherme eröffnet. Der Eintritt in die Therme liegt bei €7.50 (Tageskarte, mit Gästekarte €6.50, Kurtaxe €1.50; vulkantherme.de), sodass der Ort zu den eher preisgünstigen Heilbädern zählt. Sehenswert sind das mittelalterliche Stadtbild, der Burg-Gewölbekeller, das Fastnachts­museum, der Bibel-Park und der weitläufige Kurpark. In der Umgebung verlaufen überdies zahl­reiche Rad- und Wanderwege (Picknickplatz am oberen Schalksbachteich).
Die Anreise erfolgt mit der Bahn via Lauterbach (Hess) und weiter mit dem Bus / ALT 391. Am südlichen Ortsrand liegt ein Hermes-Paketshop mit Reisegepäckannahme. Durch den Ort verläuft die B275 in Nord-Süd-Richtung und weiter nach Friedberg (Hess) und Frankfurt/M. im Süden und Alsfeld an der A5 im Norden.

Samstag, 16. März 2019

Bad Nieuweschans und der Bademantelpark

Der niederländische Thermalbadeort liegt südlich von der Dollartbucht direkt an der deutschen Grenze (fontananieuweschans.nl). Das Thermalwasser ist eine eisen- und jodhaltige Thermalsole mit einem hohen Gehalt an Kalzium- und Sulfationen und hat eine Badetemperatur von 36°C. Außerdem werden im Kurzentrum Massagen, eine Saunalandschaft, Ruheräume und zahlreiche andere Therapien offeriert, inklusive Gastronomie und Friseursalon. Snobtauglich ist vor allem der 10 Hektar große Bademantelpark, in welchem man von April bis Oktober im Bademantel flanieren kann (niederl. Badjassenpark). Weiterhin gibt es Kombi-Angebote für Tagesbesucher bei denen neben dem Eintritt ins Thermalbad eine Mahlzeit in der Brasserie mitgebucht wird. Für den Snob besonders interessant ist das Tee-Arrangement, welches auch im Bademantel eingenommen werden kann. Das angeschlossene Hotel bietet diverse Pauschalarrangements mit Preisen ab ca. €50 pro Person pro Nacht und mit Thermalbadeintritt, bei mindestens drei Nächten Aufenthalt. Eine ein­fache Übernachtung (mit Thermalbadeintritt) kostet derzeit etwa €80 (die Übernachtungssteuer in den Niederlanden liegt bei 5.5% vom Rechnungsbetrag). Das Kurleben spielt sich im wesentlichen im Kurhotel ab, was für deutsche Besucher ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Dafür wird man im Ort aber nicht von Besuchern und Touristen überrannt, wie es vor allem in einigen Kurorten Bayerns passieren kann. Im Ort existiert ein Coop-Supermarkt mit Plaza-Restaurant (Hoofdstraat 41), einen Golfclub findet man in Westerwolde (ca. 21km).
Anreise: Bad Nieuweschans liegt an der Bahnlinie Leer/Ostfriesland – Groningen (NL). Die Bahn­station ist etwa einen Kilometer von der Therme entfernt (Buslinie 817 bis Haltestelle Bronbastion; qbuzz.nl). Leider ist die Strecke auf deutscher Seite wegen einer bei einem Schiffsunfall beschädig­ten Emsbrücke derzeit nicht befahrbar. Ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet. Mit dem Auto fährt man über die A31 bis AD Bunde, dann die A280 (NL: A7). Das Tanken ist in den Nieder­landen sehr teuer, daher lieber vor der Grenze nachtanken.

Freitag, 15. März 2019

Keukenhof 2019

Bald ist es wieder soweit: Das Landgut Keukenhof in der Nähe der niederländischen Stadt Lisse öffnet am 21. März seine Tore (keukenhof.nl). Etwa eine Million Besucher werden bis zum Ende der Ausstellung am 19. Mai erwartet. Vierzig Gärtner pflanzen jedes Jahr etwa 7 Millionen Blumen­zwiebeln auf 50 Hektar Ausstellungsfläche. Neben Tulpen werden auch Orchideen in dem tausend Quadratmeter großen Beatrix-Pavillon präsentiert. Eine weitere Topattraktion ist die Lilienausstellung im Willem-Alexander-Pavillon. Da die Ausstellung nur acht Wochen dauert, ist mit einem gewissen Besucherandrang zu rechnen. Eine Eintrittskarte kostet €17, PKW-Parken €6. Ortsbusse fahren u.a. ab Haarlem (Bf.), Hoofdorp (Bf.), Leiden (Bf.) und Nordwijk direkt zum Keukenhof. Einen Besuch im Keukenhof kann man sehr gut als Busausflug organisieren. Viele Busreisenan­bieter offerieren Tagestouren dorthin, z.B. Univers Reisen (univers-reisen.de) ab Köln und Bonn für €52 (ist zwar nicht snobby aber praktisch). Gastronomie ist im Ausstellungsbereich vorhanden, man könnte jedoch auch ein Picknick-Lunch mitbringen (es gibt einen Picknick-Bereich).
Dem Anlass entsprechend wäre ein holländisches Picknick angebracht: Roggenbrötchen, (mittelalter) Gouda-Käse, Rauchpeitschen (Salami) und geräucherte Makrelenfilets. Dazu passen außerdem hartgekochte Eier und Gewürzgurken. Zum Nachtisch Limburger Apfelkuchen oder Poffertjes, als Digestiv einen Genever. Als Picknickmesser käme wohl ein Seglermesser in Frage.