Montag, 18. Februar 2019

Rømø

Die dänische Insel nördlich von Sylt stellt eine brauchbare Alternative zu Deutschlands Renom­mierinsel dar, wenn auch keine preiswerte. Da die Lebensmittelpreise in Dänemark merklich höher als beim südlichen Nachbarn sind, empfiehlt es sich ein Ferienhaus zu mieten und den Proviant von zu Hause mitzubringen oder vor dem Grenzübertritt in einem der zahlreichen Grenzsupermärkte einzukaufen. Die nächste, preiswerte Einkaufsmöglichkeit wären die Grenzmärkte in Aventoft, etwa 50km von Rømø entfernt. Auf Rømø selbst gibt es natürlich auch Geschäfte. Die meisten Ferienquartiere findet man in Lakolk; buchen kann man über dk-ferien.de. Auf dem Campingplatz werden Ferienhütten und Wohnwagen vermietet (lakolkcamping.dk). Es gibt auch einen Ferienpark (rim-romo.dk) und zwei Hotels: Das Hotel Lakolk (hotel-lakolk.dk) und das Hotel Vadehavet (hotel-vadehavet.dk). Ein beliebter Ausflug ist die Fahrt mit der Fähre von Havneby nach List/Sylt (ca. 40 min., Restaurant und Bordshop; verkauft werden pfandfreie Getränke, skandinavische Süßwaren und pro Person eine Schachtel zollfreie Zigaretten).
Anreise: Mit dem Auto aus Richtung Husum über die B5, aus Richtung Flensburg über die L192 und bei Süderlügum (Grenzmärkte) nach Tønder abbiegen; weiter über die dänische Nr. 11 nach Skærbæk und dort auf die 175 nach Rømø. Mit der Bahn fährt man bis Niebüll, dann weiter mit dem Nahverkehrszug bis Skærbæk und ab dort mit dem Bus 285 nach Rømø. Ab Sylt geht es mit der Fähre (syltfaehre.de).

Sonntag, 17. Februar 2019

Wandern auf Bornholm

Die dänische Ostseeinsel ist bekannt für ihre vorgeschichtlichen Denkmäler, darunter 14 Gang­gräber, 11 Dolmen und unzählige Felszeichnungen und –ritzungen, in einer Landschaft zwischen Karst, üppigem Grün und Meer, die mittels diverser Wanderwege gut erschlossen ist (bornholm. info). Dort einen geeigneten Picknickplatz zu finden ist kein Problem. Eine ausführliche Info­broschüre über die Felsritzungen gibt es im Velkomstcenter in Rønne am Hafen. Weiterhin existieren auf der Insel mehrere Golfplätze und in Rønne ein (leider nur bedingt snobtaugliches) Wellness-Spa mit Sauna. Außerdem hat die Insel ein recht gutes Busnetz. Die meisten Linien verkehren im Stundentakt (bat.dk).
Die Anreise nach Bornholm erfolgt am Besten mit der Fähre ab Saßnitz auf Rügen nach Rønne (weitere Fähren verkehren ab dem dänischen Køge und dem schwedischen Ystad). Fahrten gibt es nur an bestimmten Tagen und die gängige Abfahrtszeit ab Sassnitz ist 11:50 Uhr; den genauen Fahrplan findet man unter bornholmslinjen.de. An Bord gibt es die übliche Gastronomie und im Hafen Saßnitz Border Shops, die auf skandinavischen Kunden ausgerichtet sind (stenalinebordershop.se, viking-shop-mukran.de). Zwischen dem Bahnhof Saßnitz und dem Fähranleger gibt es keine geeignete ÖPNV-Verbindung; man muss ein Taxi nehmen (funktaxi-ruegen.de, ruegentaxi.de, inseltaxi.de; alle ca. € 14). Die örtliche Buslinie 18 verkehrt nur einmal täglich zwischen Saßnitz Busbf. (ab 14:56 Uhr) und Fähranleger (an 15:13, ab 15:14, Saßnitz Busbf. an 15:28 Uhr). An den Bahnhöfen Bergen und Binz existieren Gepäckschließfächer (nicht in Saßnitz).
Die Anreise mit dem Flugzeug erfolgt via Kopenhagen mit Danish Air Transport. Der Bornholmer Flughafen befindet sich an der Südküste bei Rønne und wird von den Buslinien 3 und 5 bedient (bornholms-lufthavn.dk). Am Flughafen gibt es ein Restaurant, WLAN und einen Geldautomaten.

Samstag, 16. Februar 2019

Die Heilbäder im Nordschwarzwald II

In der landschaftlich besonders reizvollen Gegend des Nordschwarzwaldes liegen gleich mehrere interessante Kurorte. In Bad Herrenalb wartet die Siebentäler Therme auf Besucher (siebentaelertherme.de). Der unbegrenzte Tagesaufenthalt kostet €10.50 (Kurtaxe 2.50). Damit gehört Bad Herrenalb zwar nicht mehr zu den ganz preiswerten Kurorten, liegt aber noch im erschwinglichen Bereich. Nur wenige Kilometer östlich von Bad Herrenalb befindet sich der altehrwürdige Kurort Bad Wildbad (Kurtaxe €3). Hier gibt es das historische Palais Thermal (Tageskarte €22; palais-thermal.de) und die moderne Vital Therme (Tageskarte €13). Im nahegelegenen Bad Liebenzell existiert die Paracelsus-Therme. Die Tageskarte schlägt mit €13 zu Buche (mit Kurkarte €11.50, Kurbeitrag €2.40; paracelsus-therme.de). Im kleinsten Heilbad Baden-Württembergs Bad Teinach ist die neugestaltete Mineraltherme einen Besuch wert. Der Ganztagespreis beträgt €15 (Kurtaxe €2.25; therme-bad-teinach.de). Westlich von Bad Herrenalb und im Murgtal liegt Bad Rotenfels, ein Ortsteil von Gaggenau. Die dortige Rotherma berechnet für die Tageskarte €16.50 (Kurtaxe €1). In Waldbronn, nördlich von Bad Herrenalb, gibt es die Albtherme. Hier ist die Tageskarte mit €22.50 relativ teuer (Kurtaxe €1.60).

Freitag, 15. Februar 2019

Bernkastel-Kues an der Mosel

Der Doppelort an der Mittelmosel ist ein beliebtes Reiseziel. Entsprechend belebt ist es dort in der Hauptsaison, weshalb ein Snob vielleicht eher die Nebensaison für seinen Besuch wählt. Es lohnt sich jedoch hinzufahren, denn einen romantischeren Weinort wird man kaum finden. Bekannt ist der Ort auch wegen seines mittelalterlichen Stadtbildes, zu dem untrennbar das bekannte Spitzhäuschen von 1416 gehört. Über der Stadt thront die Burgruine Landshut. Bekannte Weinlagen sind der Bern­kasteler Doctor und die Wehlener Sonnenuhr. Aufgrund einiger Reha-Kliniken oberhalb des Ortes blüht auch der Gesundheitstourismus. Bekanntester Sohn der Stadt ist der mittelalterliche Gelehrte Nikolaus Cusanus.
Wer dem Trubel des Hauptortes ausweichen möchte, quartiert sich in den Ortsteilen Andel oder Wehlen ein. Den Busverkehr von und nach Bernkastel-Kues und innerhalb des Ortes findet man unter der Liniennummer 333 (vrt-info.de). Gastronomie gibt es zur Genüge; Fans der unkomplizierten Küche sollten den Currywurst-Treff in der Römerstraße ausprobieren. Am Karlsbader Platz im Ortszentrum und am alten Moselbahnhof gibt es öffentliche Toiletten. Der Aldi auf dem Kueser Moselufer hat einen Heiß­getränkeautomaten. Picknickplätze findet man in den Hanglagen am Kardinalsberg (mit Brunnen), an der Burg und am Graben. Bernkastel-Kues erhebt derzeit keine Kurtaxe.
Die Anreise kann mit der Bahn bis Traben-Trarbach erfolgen; ab dort verkehren stündlich Busse unter der Linienummer 333 nach Bernkastel-Kues (Fahrzeit ca.35min.). Ab Traben-Trarbach ist in den Sommermonaten auch die Anreise mit dem Fahrgastschiff möglich (moselrundfahrten.de oder mosel-personenschifffahrt.de). Die Fahrtdauer liegt bei etwa zwei Stunden; es wird eine Schleuse durchfahren. Der Bahnhof Traben-Trarbach liegt ca. 500 Meter vom Schiffsanleger entfernt. Im Ortsteil Kues befindet sich ein Hermes Paketshop mit Reisegepäckannahme. Durch Bernkastel-Kues führen die Bundesstraßen 50 und 53. Über die B50 gelangt man in Fahrtrichtung Westen auf die A1 und die A60, in Richtung Osten auf die B327 (Hunsrückhöhenstraße) und die A61.

Donnerstag, 14. Februar 2019

Die Moseltherme in Traben-Trarbach

Weit im Westen der Republik und am Ufer der Mosel liegt Traben-Trarbach (Kurtaxe €1; traben-trarbach.de). Im südlichen Ortsteil Trarbach befindet sich die Moseltherme (moseltherme.de) mit einer modernen Badelandschaft, deren Quelle seit etwa 1809 bekannt ist. Ansonsten ist der Ort vom Weintourismus geprägt. Sehenswert sind diverse Festungsanlagen, einige historische Gebäude und mehrere Museen. Einen Besuch wert ist außerdem der Stadtturm in Trarbach mit Aussicht über die Dächer der Stadt. Zu nennen wäre auch noch der Fernwanderweg Moselsteig, der durch die Stadt führt. 
Erreicht wird Traben-Trarbach mit der Bahn ab Koblenz und mit Umsteigen in Bullay auf die RB85, die stündlich zwischen Traben und Bullay pendelt. Im Ort gibt es diverse Paketshops mit Reisegepäckannahme (und eine kostenlose Toilette am Busbahnhof). Durch den Ortsteil Trarbach und am Moselufer entlang führt die Bundes­straße 53. Die nächstgelegene Autobahn wäre die A1 bei Wittlich; die Hunsrückhöhenstraße B327 verläuft etwa 20km südlich von Traben-Trarbach. Nicht viel weiter entfernt befindet sich der Flug­hafen Hahn. Im Sommer verkehren Fahrgastschiffe auf der Mosel von Traben-Trarbach nach Zell und Bernkastel-Kues.

Mittwoch, 13. Februar 2019

Linktipps

  1. Wenigstens hat diesmal niemand randaliert, wie damals auf dem Swiss-Flug von Moskau nach Zürich, als in der Ersten Klasse der Champagner ausging: Kein Teewasser an Bord – Flieger muss notlanden.
  2. Best Spas of Europe: Wellness Centren in Europa (und Singapur). Leider alle sehr teuer.
  3.  Venedig-Besuche: Wer Venedig sehen will, muss drei Euro zahlen
  4. Wer seinem Snob-Hund eine Freude machen will, sollte einen Blick auf das Angebot der slowenischen Firma «Hov-Hov» werfen. Diese offeriert Backwaren für Hunde. Einleitende Informationen findet man in der Handelszeitung.
  5. Die britische Firma VonShef bietet Haushaltswaren, Bar- und Picknickzubehör an. Zum Sortiment gehören auch Trinkgefäße aus Metall.

Dienstag, 12. Februar 2019

Kurort-Prädikate

Für Orte mit Fremdenverkehr gibt es eine ganze Reihe von Gütebezeichnungen. Die Begriffe sind weitgehend abgestuft und ein Ort muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen um in den Genuss der einen oder anderen Bezeichnung zu kommen. Die Prädikate werden vom jeweiligen Bundesland vergeben. Alle Orte müssen eine auf Tourismus ausgelegte Infrastruktur aufweisen und dürfen eine Kurtaxe verlangen.
Die niedrigste Stufe ist die Fremdenverkehrsgemeinde. Die Kriterien sind das Vorhandensein verschiedenartiger Fremdenverkehrseinrichtungen (Wanderwege, Freizeitanlagen), eine beachtliche Beherbergungskapazität oder eine erhebliche Bedeutung des Fremdenverkehrs. Die Gemeinde soll einen touristisch ansprechenden Gesamteindruck vermitteln.
Die zweitniedrigste Stufe ist der Erholungsort. Luft und Klima des Ortes müssen laut einem Gut­achten Eigenschaften aufweisen, die der Erholung förderlich sind.
Als nächstes folgt der Luftkurort. Dieses Prädikat wird an Ortschaften vergeben, deren Luft und Klima laut einem Gutachten Eigenschaften aufweisen, die für Erholung und Gesundheit förderlich sind. Der Unterschied zum Erholungsort liegt im wesentlichen in dem Zusatz „und Gesundheit“.
Ein heilklimatischer Kurort besitzt ein therapeutisch wirksames Bioklima mit einer außerordent­lichen Luftqualität, außerdem einen Kurbetrieb.
Ein Heilbad besitzt i.d.R. - neben guter Luft - ein Vorkommen eines natürlichen, wissenschaftlich anerkannten und durch Erfahrung bewährten Heilmittels des Bodens (etwa Mineral-, Thermal- oder Sole-Quellen sowie Moorheilbäder). Weiterhin ist ein Kurbetrieb notwendig. Der Ort darf die Bezeichnung „Bad“ führen. In der Regel hat ein Heilbad folglich irgendeine Form einer Heilquelle oder eine Fangogrube; es gibt jedoch auch Heilbäder ohne solche, z.B. Kneipp-, Felke- und Schroth­heilbäder.
Das Prädikat Seebad (auch Seeheilbad) erhalten Orte, deren Ortsmitte nicht mehr als 2km vom Meer entfernt liegt und die einen Kurbetrieb besitzen. In einem Kneipp-Kurort oder -Heilbad werden Behandlungen nach der Kneipp-Medizin verabreicht.

Fazit: Als Snob sollte man sich nicht von der Begriffsinflation verwirren lassen. Ein ernstzuneh­mender Kurort ist nur ein solcher mit einer Heilquelle (oder einer Fangogrube) und einem entspre­chenden Kurbetrieb. Alle anderen sind Ferienorte, die allerdings auch ihren Reiz haben können.