Dienstag, 22. Oktober 2019

Unbekannte Seilbahnen: Die Kistenbahn zum Wildmannlisloch

Das Wildmannlisloch ist eine ca. 150 Meter lange Karsthöhle auf 1635 Metern Höhe am Nordhang des Berges Selun im schweizerischen Toggenburg (Kanton St. Gallen). Der Sage nach war sie früher von wilden Männern und Frauen bewohnt. Archäologische Funde deuten jedoch darauf hin, dass die Höhle früher von Bären für den Winterschlaf genutzt wurde. Gelegentlich wurde sie aber wohl auch von Steinzeitmenschen besucht. Heute ist die Höhle eine (wenig besuchte) Touristen­attraktion und öffentlich zugänglich (Eintritt frei). Am einfachsten erreicht man das Wildmannlis­loch mit der Selunbahn («Kistenbahn») von Starkenbach aus und nach einem Fussweg von circa zehn Minuten über die Alp Sellamatt.
Direkt in Starkenbach zweigt von der Toggenburger Straße eine Straße nach Süden ab, die zur Tal­station der Kistenbahn führt. In der halboffenen „Kiste“ finden 4-6 Personen sitzend Platz. Den genauen Fahrplan entnehme man der Webseite selunbahn.business.site. Durch den Selurner Wald geht es dann hinauf auf 1578 Metern Höhe. Der Weg zur Höhle führt von der Bergstation über den Toggenburger Höhenweg an der Alpwirtschaft Wildmannli vorbei (wildmannli.ch). Ein weiterer Wanderweg führt auf den Berg Selun. Nebenbei bemerkt stellt der Betreiber der Alpwirtschaft auch Gürtel und Hundehalsbänder her.

Samstag, 19. Oktober 2019

Kaffeebecher für Snobs

Für die junge Generation wird er allmählich zum Statussymbol: Der mehrfach verwendbare Kaffeebecher für den schnellen Genuss unterwegs, meist als „Coffee to go“ bezeichnet (obwohl man auf Englisch eher „Coffee to take away“ oder „Take away coffee“ sagen würde). Unglücklicherweise haben auch Snobs oft eine Schwäche für Statussymbole. Aber warum auch eigentlich nicht? Für Snobs geeignet wären von einem renommierten Designer gestaltete Becher mit einem entsprechenden, niveauvollen Werbeaufdruck, wie zum Beispiel der Kaffeebecher der sächsischen Staatskapelle Dresden. Das Britische Museum offeriert in seinem Museumsshop eine ganze Reihe von interessanten Kaffeebechern, u.a. mit Motiven des Malers Jan van Huysum oder solche die von zeitgenössischen Designern gestaltet wurden (britishmuseumshoponline.org; Suchbegriff: Travel cup). Auch das bekannte Kaufhaus Harrod's hat ein paar ansprechende Kaffeebecher im Programm, darunter auch solche, die sich zusammenfalten lassen, ebenso der Konkurrent Selfridges.
Wer jedoch statt Kaffee unterwegs lieber Tee trinken möchte, könnte es mit der Glass Infuser Mug von Fortnum & Mason (mit Tea Strainer) probieren. Leider ist Glas nicht ganz bruchsicher, aber man könnte den Top Hat Tea Strainer auch einzeln erwerben und statt der Glastasse einen der oben genannten (oder einen anderen) Kaffeebecher für den Tee verwenden.

Mehr Infos zu Kaffeebechern: https://www.t-online.de/ratgeber/id_84771018/thermobecher-fuer-unterwegs-die-5-besten-modelle.html

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Unbekannte Seilbahnen: Die Vättnerbergbahn im Taminatal

Von Bad Ragaz steigt die neue Valenserstrasse am Südosthang des Taminatales den Berg hinauf. Auf einer imposanten Neubaubrücke wird der Fluss überquert und man gelangt nach Valens. Hinter dem Dorf Valens, dort wo der Stausee beginnt, wechselt die Straße die Talseite und vereinigt sich mit der aus Pfäfers kommenden Vättnerstrasse, die zum Dorf Vättis führt. Noch weit vor dem Ort wechselt die Straße abermals die Talseite und streift beinahe die Talstation der Vättnerbergbahn (vättnerberg.ch/seilbahn). Von hier geht es in einer kleinen Kabine über 600 Meter hinauf zum Vättnerberg, einer Alpe auf mehr als 1600 Metern Höhe unterhalb des Muntaluna und ein sehr gutes und wenig bekanntes Wandergebiet. Man sollte seine Seilbahnfahrten unbedingt vorbestellen, denn die Bahn fährt nur nach Bedarf (siehe Webseite). Im übrigen bietet das Taminatal eine ganze Reihe von kaum bekannten Sehenswürdigkeiten, u.a. das Drachenloch (eine Steinzeithöhle), das Alte Bad Pfäfers in der Taminaschlucht (eine ehemalige Kuranlage) und seit 2013 das erste Wolfsrudel des Kantons St. Gallen. In Valens existiert überdies ein Thermalhallenbad, das aus der Quelle in der Taminaschlucht gespeist wird.

Sonntag, 13. Oktober 2019

Unbekannte Seilbahnen in der Ost-Schweiz

Der Osten der Eidgenossenschaft, vornehmlich bestehend aus St. Galler Rheintal und dem nördlichen Graubün­den, besitzt ein paar interessante Seilbahnen. Die meisten sind hinlänglich bekannt. Es gibt aber auch ein paar wenige, die kaum jemand kennt. Betrieben werden sie meist ganzjährig und Fahrten sollte man möglichst vorab reservieren.

Vom bündnerischen Malans hinauf auf die Jeninser Alpe führt seit 1940 die Älplibahn (aelplibahn. ch). Zunächst nur für Militärtransporte gedacht, entwickelte sie sich ab 1945 zu einer be­liebten Touristenbahn. Die ca. 3.5km lange Bahn erschließt ein eher unbekanntes Wandergebiet auf der Jeninser Alpe in etwa 1800 Metern Höhe (Restaurant in der Bergstation). Aufgrund der geringen Transportkapazität (32 Personen pro Stunde) begegnet man dort oben nur wenigen Wanderern.

Nicht weit von Malans, oberhalb des Ortes Grüsch, befindet sich eine weitere, wenig bekannte Seilbahn. Sie führt von Fanas hinauf zum Maiensäss Eggli (ca. 1700 Meter; gruesch.ch/seilbahn-fanas). Oberhalb der Bergstation wartet das Bergrestaurant Sassauna auf Besucher. Zunächst nur als Erschließung der Maiensässe gedacht, wurden aber schon ab 1953 die ersten Touristen befördert.

Von Ragnatsch, zwischen Sargans und Walenstadt gelegen, startet die Palfriesbahn auf den mehr als 1700 Meter hohen Palfries (seilbahn-palfries.ch). Auch diese Bahn wurde zunächst nur vom Militär genutzt und steht erst seit 2016 der Öffentlichkeit zur Verfügung. In jede der beiden Seilbahn­kabinen passen acht Personen. Einige hundert Meter von der Bergstation entfernt befindet sich ein Gasthof mit Übernachtungsmöglichkeit (palfries.ch).

Hoch oben über dem St. Galler Rheintal und der Ortschaft Oberschan befindet sich das Hotel Alvier (hotelalvier.ch). Die Gastronomie kann man durchaus empfehlen, auch wenn das Preisniveau der Höhenlage des Gebäudes entspricht (ca. 1000 M.ü.M.). Immerhin gibt es für Restaurantgäste eine kostenlose Zusatz­leistung, nämlich eine Fahrt mit der hauseigenen Seilbahn (sonst SFr. 5 pro Richtung). In sechs Minuten werden auf einer Strecke von ca.1.2km über 300 Höhenmeter überwunden. Die Bedienung der Bahn wird durch den Fahrgast vorgenommen; es empfiehlt sich folglich die Bedienungs­anleitung genau zu studieren.

In Frümsen startet die Staubernbahn, die den Ort mit dem Berggasthof Staubern (1745 M.ü.M.; staubern.ch) unterhalb der Staubernkanzel verbindet. Von dort oben kann man gleichermaßen in das Rheintal und nach Appenzell hinein blicken, vor allem auf das Alpsteinmassiv. Das Besondere an der Bahn ist seit 2018 ihr Antrieb mit Solarenergie. Eine beliebte Wanderroute ist der Weg hinüber auf den Hohen Kasten (Seilbahn nach Brülisau) mit seinem Drehrestaurant.


Samstag, 12. Oktober 2019

Neues Produkt: Die Stelton Collar Water Bottle

Selfridge`s hat jetzt eine neue Wasserflasche von Stelton im Angebot. Die 22cm hohe (Edelstahl-) Flasche ist vor allem für Trinkwasser gedacht. Der Verschluss kann auch als Trinkgefäß dienen. Was die Flasche von anderen Modellen unterscheidet, ist die äußere Form, die eher einer Shampoo- als einer Wasserflasche gleicht. Aber genau damit hebt sie sich aus der Masse der Wasserflaschen hervor.

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Besuch im Louvre 2019

Wie in jedem Winter, offeriert der Pariser Louvre auch in dieser Saison von Oktober bis März an jedem ersten Sonntag im Monat den freien Eintritt. Die Mona Lisa hängt wegen Bauarbeiten derzeit jedoch nicht in Raum 711. Man findet sie, indem man einfach der Menschenmasse folgt. Außerdem könnte man - neben den üblichen Sehenswürdigkeiten (Vorsicht Touristenfallen!) – das legendäre Lebensmittel­departement La Grande Epicerie de Paris, 38 Rue Sèvres (linkes Seineufer) des Warenhauses Le Bon Marché besuchen (lagrandeepicerie.com). Mit über 5000 Produkten aus aller Welt bietet es die größte Feinkostauswahl in Paris. Das Geschäft hat auch an Sonntagen geöffnet. Und den besten Blick auf den Eiffelturm bietet das Restaurant Monsieur Bleu, 20 Ave. de New York (monsieurbleu.com).
Ein möglicher Reiseplan könnte wie folgt lauten: Mit Flixbus ab Köln So. 01:25 Uhr, Ankunft Paris Busbahnhof Bercy Seine um 07:35 Uhr. Der Busbahnhof Bercy ist leider wenig ansprechend und bietet so gut wie keine Infrastruktur (auch die Toiletten sind nicht zu empfehlen). Man sollte sich von dort möglichst schnell zum ca. 500m entfernten Bahnhof Bercy begeben, wozu man den Park durchqueren muss. Da man sich innerhalb von Paris kaum noch anders fortbewegen kann, muss auch ein Snob notgedrungen die Metro nehmen. Der Louvre hat zwei eigene Metrostationen. Man sollte ein Metro-Tagesticket erwerben, welches man am besten am Schalter kauft. Auf keinen Fall sollte man sich von Fremden beim Kauf (am Automaten) helfen lassen, selbst wenn sie eine Uniform der Verkehrsbetriebe tragen. Wer sich rasieren lassen möchte, sollte den Barbier Nouvel Hair by Emmanuel in der 7 Rue Jourdin aufsuchen (Metro: Jourdin), der 24 Stunden an 7 Tagen die Woche geöffnet hat (Rasur ab €15). Rückfahrt: Paris Bercy Seine ab So. 23:00 Uhr, Köln an Mo. 05:10 Uhr.

Hinweis: Die Kirche Notre-Dame ist nach einem Großbrand bis auf weiteres geschlossen.

Montag, 7. Oktober 2019

Fortnum & Mason: The Barber

Seit Herbst 2016 gibt es im dritten Stock des Londoner Warenhauses von Fortnum & Mason, nach mehr als 50jähriger Abstinenz, wieder einen Hausfriseur. „The Barber“ bietet in gediegener Atmos­phäre die bekannten Dienstleistungen (Haare schneiden, Rasieren, Bartpflege, Gesichts­massagen), während der Kunde sich während der Behandlung an der kleinen, aber feinen Getränkeauswahl erfreuen darf. Eine Besonderheit sind jedoch die kleinen, holzvertäfelten Schließfächer, die „Keeps“. In diesen werden die persönlichen Pflegeaccessoires der Stammkunden aufbewahrt. Die Jahresmiete eines Keeps liegt bei £850 und beinhaltet 20 Haarschnitte oder Rasuren im Jahr. Die Keeps sind sehr begehrt und es gibt eine Warteliste. Ein Snob der öfter in London weilt, könnte jedoch die Miete eines solchen Faches ins Auge fassen, auch wenn es nicht ganz billig ist.