Montag, 17. Juni 2019

Sport für Snobs: Boule

Ein Snob vermeidet bekanntlich körperliche Arbeit oder andere schweißtreibende Betätigungen. Warum sollte das beim Sport anders sein? Man stelle sich nur mal einen schwitzenden Snob vor! Ein wahrhaft grausiger Anblick! Es ist aber wichtig etwas für die Gesundheit zu tun ohne sich beim Jogging oder in Turnhallen zu erniedrigen. Daher sind auf jeden Fall Badekuren und gelegentliche Besuche in einem Thermalbad zu empfehlen.
Eine der wenigen Sportarten, bei denen man nicht Gefahr läuft sich zu sehr anzustrengen, ist Boule, in Italien Boccia genannt. Vor allem im Mittel­meerraum wird es gerne gespielt. Dabei geht es im wesentlichen darum die eigenen 2 bis 4 Kugeln möglichst nahe an einer Zielkugel (franz. Cochonnet, ital. Pallino) zu platzieren. In Frankreich wird vorwiegend die Variante Pétanque gespielt; ebenso bekannt ist aber auch Boule Lyonnaise. Es gibt überdies zahlreiche andere, regionale Varianten. Vor Spielbeginn sollte man sich unbedingt mit den örtlichen Regeln vertraut machen. Boule ist zwar kein traditionelles Snob-Spiel, dafür aber in seiner Freizeit-Variante herrlich unanstrengend. Im deutschsprachigen Raum findet man hin und wieder Spielbahnen in Kurparks, z.B. in Bad Zwesten.
In englischsprachigen Ländern gibt es ein ähnliches Spiel namens Bowls. Die Regeln weichen jedoch sehr von denen im Mittelmeerraum ab und die Kugeln besitzen oft eine Art Unwucht, sodass sie sich auf einer gekrümmten Bahn bewegen.  

Samstag, 15. Juni 2019

Autos für Snobs

Autos sind industrielle Massenprodukte. Exklusiv ist an ihnen so gut wie nichts. Für Snobs, die Wert darauf legen ein individuelles Auto zu fahren, kann das zum Knackpunkt werden. Zwar gibt es erstaunlich viele Kleinserienhersteller, die – oft sogar in reiner Handarbeit – besondere Automodelle fertigen, aber erstes werden auch dafür letztendlich Teile aus industrieller Serienproduktion verwen­det und im Grunde genommen lediglich zusammengeschraubt. Und zweitens ist der Preis dafür atemberaubend. Wirklich exklusive Automarken (und die Rede ist nicht von irgendwelchen Sport­wagenmarken für Neureiche), die noch dazu erschwinglich sein sollten, gibt es so gut wie gar nicht.
Vor einigen Monaten geisterte die Nachricht durch die Medien, dass der Enkel des Firmengründers der in den 1960er Jahren pleite gegangenen Firma Borgward diese wieder neu beleben will (borgward.com). Die Markteinführung der in China produzierten Autos in der BRD ist offiziell im Sommer 2018 mit dem Modell „SUV BX7“ erfolgt, das über die Borgward-Webseite zu einem Preis ab €44.000 bestellt werden kann. Durchaus interessant für Snobs.
Die schwedische Firma Saab ist 2011 in Konkurs gegangen und wurde von Investoren übernom­men. 2013 wurde das Modell Saab 9-3 wieder neu aufgelegt. Da Saab auch im Heimatland Schwe­den kein Händlernetz mehr besaß, wurde der Saab 9-3 vorerst nur über die eigene Website vertrie­ben. Leider ist der neue Betreiber 2014 ebenfalls in Konkurs gegangen, sodass die Fertigung des 9-3 wieder eingestellt wurde. Ansonsten wäre es ein für Snobs interessantes Auto gewesen.
Der indische Hersteller Mahindra produziert im indischen Kandavil das Geländewagenmodell „Bo­lero_suv“. In Europa sind Exemplare dieses Typs extrem rar und schwer zu bekommen. Eigentlich ideal für Snobs. Nur am Preis muss noch gearbeitet werden.
Die britische Marke Morgan Motor Company (morgan-motor.co.uk) aus Malvern in Worcestershire ist weltweit das einzige Unternehmen, das bei Automobilen noch Aufbauten mit Rahmen aus Eschenholz einsetzt, eine Fertigungstechnik, die aus dem Kutschwagenbau stammt. Der Morgan 4/4 hält den Rekord als das am längsten durchgehend produzierte Automodell und wird seit 1936 - der­zeit mit einem 1,6 Liter Motor von Ford - angeboten. Der Preis für ein solches Fahrzeug entspricht etwa dem eines oberen Mittelklassewagen neuerer Bauart. Eines sollte man jedoch noch wissen: Ältere Morgans neigen zu Karosserieschäden, weil der Aufbau nicht sehr dicht ist und nur von außen lackiert wurde. Daher rostet das Blech von innen und das Eschenholzgerippe verrottet, sobald Wasser eindringt. Bei den aktuellen Serien stellt das jedoch kein Problem mehr dar. Aber der Mor­gan hat auch einen erheblichen Vorteil: Das Auto ist exklusiv ohne so angeberisch zu wirken wie manche italienischen Sportwagen, aber dabei so auffällig, dass es garantiert niemand klauen wird, denn wie und wo sollte man ein so seltenes Modell unbemerkt verkaufen? Natürlich kann man sich auch die neueren Modelle des Herstellers anschauen, wie zum Beispiel den MP8 by Merz & Pabst.
Ebenfalls aus Großbritannien kommt der Speedback Gran Tourismo, der optisch ein wenig an James Bond's klassischen Aston Martin erinnert. Eine Besonderheit ist die im Kofferaum platzierte, ausklappbare Sitzbank für Picknicks. Der Wagen wird in Handarbeit bei David Brown Automotive Ltd. in Coventry hergestellt. Teile der Technik kommen von Jaguar und im Innenraum dominieren Holz und Leder. Mit fast 500.000 Pfund liegt der Preis natürlich jenseits dessen, was für einen Budget-Snob leistbar ist.

Bei Heise gibt es eine interessante Übersicht über Kleinserien der großen Hersteller: www.heise.de/autos/artikel/Kaum-zu-kriegen-Kleinserien-der-Autohersteller-1869218.html
Mehr zum Thema Bordward:
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/borgward-wiederbelebte-traditionsmarke-kriselt-auch-unter-neuem-eigentuemer-a-1260379.html

Freitag, 14. Juni 2019

Veranstaltungshinweise

Das nächste Wochenende bietet eine Vielzahl von Veranstaltungen für Gartenfreunde. Offene Gartentage werden im Rheinland, im Bergischen Land, in Schleswig-Holstein, Hamburg und in der Schweiz veranstaltet. Außerdem laufen in Sils im Engadin gerade die Hesse-Tage und in Glyndebourne natürlich das Opernfestival. Siehe dazu auch den Snob-Kalender.

Donnerstag, 13. Juni 2019

Die Cafés der Pariser Bohème

Fast schon legendär sind die Pariser Künstlercafés, unter Ihnen klangvolle Namen wie das Café de la Rotonde, Café de Flore (cafedeflore.fr), Les Deux Magots (lesdeuxmagots.fr), Café du Dôme oder Café de la Paix, das älteste erhaltene Pariser Kaffeehaus von 1862 (cafedelapaix.fr). In ihnen verkehrten einst die Größen der Pariser Bohème, wie Pablo Picasso, Amadeo Modigliani, Diego Rivera, Ernest Hemingway, George Gershwin, Paul Gauguin, Robert Capa, Jean-Paul Sartre und Ezra Pound, um die wichtigsten zu nennen. Lenin und Trotzki haben einst hier Schach gespielt, bevor sie ihre Revolution starteten. Kein Wunder, dass die Lokale heute von Touristen überrannt werden. Während die oft mittellosen Künstler der Gründerzeit in einigen Lokalen auf Kredit speisen konnten (der Besitzer des Rotonde akzeptierte sogar Bilder als Bezahlung), werden die heutigen Touristen kräftig zur Kasse gebeten. Für Snobs bedeutet das, dass es Zeit ist das Lokal zu wechseln und sich nach einer kleinen, ruhigen und unbekannten Brasserie umzusehen, in welcher man für dasselbe Geld ein Menü bekommt, für das in den Renommierlokalen bestenfalls eine Vorspeise serviert würde. In einer Touristenstadt wie Paris ist das natürlich eine gewaltige Aufgabe. Die anhaltenden, politischen Unruhen (Gelbwestenproteste, linke Randale etc.) machen die Sache auch nicht nicht leichter.

Mittwoch, 12. Juni 2019

Neuer Boccia-Platz im Kurpark von Bad Zwesten

Der Boccia-Platz der Gemeinde Bad Zwesten wurde grundlegend überarbeitet und saniert. Boccia-Sets können im Schwimmbad der Gemeinde und in der Eisdiele Ciao Bella ausgeliehen werden. Boccia (franz. Boule) ist zwar kein traditionelles Snob-Spiel, dafür aber herrlich unanstrengend. Es wird vor allem im Mittelmeerraum gerne gespielt. Im wesentlichen geht es darum die eigenen 2-4 Kugeln möglichst nahe an einer Zielkugel (ital. Pallino, franz. Cochonnet) zu platzieren. In Frankreich wird vorwiegend die Variante Pétanque gespielt.

Dienstag, 11. Juni 2019

Japanische Teekultur in der Casa del Tè

Wer eine japanische Teezeremonie erleben möchte ohne nach Japan fahren zu müssen, sollte die Casa del Tè auf dem schweizerischen Monte Verità bei Ascona besuchen. Im dortigen Chashitsu werden mehrmals monatlich - in der Regel am ersten und dritten Samstag im Monat - Teezeremonien veranstaltet. Termine und Infos gibt es unter casa-del-te.ch/.

Montag, 10. Juni 2019

Father's Day Picnic

Der Vatertag ist in Deutschland zwar schon vorbei, wird aber in Großbritannien erst am 16. Juni begangen, weshalb Fortnum & Mason unter dem Namen „Father's Day Picnic“ einen neuen Picnic Hamper(ling) herausgebracht haben. In der Nilwasser-blauen Kühltasche befinden sich ein 440 Gramm schwerer Pork Pie, ein Scotch Egg, 200 Gramm Cheddar, je eine Flasche Cider und Ale und als Dip-Soße ein Glas der Sorte „Piccadilly Piccalilli“ (man sollte vielleicht noch etwas Brot hinzufügen). Leider kann die Auslieferung – wie bei Fresh Food Picnics üblich – nur im Großraum London erfolgen.