Mittwoch, 23. Januar 2019

Feriendestinationen für Snobs

Wie muss eigentlich ein snobtauglicher Ferienort aussehen? Die Reiseziele eines (Budget-)Snobs können recht unterschiedlich sein: Berge, Meer, Mittelgebirge, Flachland, Seenlandschaft – (fast) alles ist möglich. Das Wichtigste aber ist, dass der Ort in irgendeiner Form außergewöhnlich ist, also ein sog. Alleinstellungsmerkmal aufzuweisen hat. Welches das ist, hängt von der individuellen Beschaffenheit des Ortes ab. Adjektive, die einen solchen Ort charakterisieren, wären pittoresk, authentisch und traditionell, d.h. es sollte sich um einen malerischen, altehrwürdigen Ort mit ursprünglicher Atmosphäre und möglichst originaler Bausubstanz handeln (optimal wären traditionelle Bauernarchitektur oder Belle Époque), der auf seine Art etwas besonderes darstellt. Ansiedlungen mit einer Heilquelle sind eindeutig im Vorteil, denn Snobs lieben Heilbäder, auch wenn der Badebetrieb vielleicht erst seit kurzem existiert. Gewöhnlich haben Heilbäder auch einen Golfplatz in der Nähe, sowie eine snobtaugliche Gastronomie und ebensolche Dienstleistungen. Verpflichtend ist das jedoch nicht. Der ideale Ferienort für einen Snob (mit oder ohne Budget) wäre demnach also – salopp ausgedrückt - ein Kurort mit Thermalbad und Golfplatz, in welchem er (oder sie) in einer rustikalen, authentischen und preiswerten Pension (möglichst mit WLAN) Quartier bezieht.

Dienstag, 22. Januar 2019

Bad Schönborn

Im Kraichgauer Hügelland zwischen Karlsruhe und Heidelberg gelegen, besteht der Ort aus den beiden Ortsteilen Bad Langenbrücken und Bad Mingolsheim (Kurtaxe max. €1.40; bad-schoenborn.de). In ersterem Ortsteil existiert der Kurbetrieb seit 1766, hat sich aber im wesentlichen in die Fachkliniken ver­lagert. In letzterem wurde der erste Kurbetrieb 1835 aufgenommen, kam aber erst 1975 mit dem Bau des Thermariums in Fahrt (thermarium.de). Beide Ortsteile liegen an der Bahnlinie Karlsruhe – Heidelberg und sind über die A5, Ausfahrt Kronau erreichbar. Duch den Ort führen die Bundes­straßen 3 und 292.

Sonntag, 20. Januar 2019

Einkaufstrip / Fährkreuzfahrt: Oslo

Mini-Kreuzfahrten mit Fährschiffen erfreuen sich nicht nur bei Snobs großer Beliebtheit. Und wer mit Color Line (colorline.de) ab Kiel nach Oslo fährt, kann die Reise mit einem Einkaufsbummel kombinieren, meist sogar ohne für seine Einkäufe Mehrwertsteuer entrichten zu müssen.
Die Reise beginnt in Kiel um 14 Uhr, wenn das Fährschiff den Hafen verlässt, auch wenn man bereits ab 12 Uhr einchecken kann (zum Color Line Anleger am Norwegenkai des Kieler Hafens gelangt man vom Hbf. zu Fuß über die Hörnbrücke). Der Hafen von Oslo wird einen Tag später gegen 10 Uhr erreicht. Bis zur Rückfahrt um 14 Uhr ab Oslo bleiben vier Stunden Zeit für einen Einkaufsbummel. Wem das zu wenig ist, der kann eine Übernachtung an Land einschieben.
Die einfachste Kabine gibt es schon ab € 69. Bei Buchung einer 5*-Suite (Aufpreis ab € 212 pro Person, inkl. Priority-Check-in) oder für Color Club Mitglieder ist die Nutzung der Color Class Lounge im Kieler Hafen, mit Getränken und WLAN, inbegriffen. Die Color Club Mitgliedschaft kostet € 10 pro Jahr; dafür erhält man auf jeder Fahrt Bonuspunkte, Lounge-Zugang in Kiel, VIP-Check-in und eine exklusive Buchungshotline. An Bord gibt es Whirlpools, deren Benutzung jedoch kostenpflichtig ist. Da Norwegen kein EU-Mitglied ist, kann man auf der Fähre zollfrei einkaufen, allerdings bei eher norwegischem Preisniveau. Interessant sind aber auf jeden Fall die pfandfreien Getränkedosen zu auch für Mitteleuropäer günstigen Preisen, sowie einige Süßwaren.
Die Mehrwertsteuer/Warenumsatzsteuer liegt in Norwegen bei 25% (ermäßigte Sätze: 11% und 7%) und kann ab einem Einkaufswert von NOK 315,- (~ EUR 43,-/CHF 52,-; bei Lebensmitteln NOK 285,- ~ EUR 39,-/CHF 47,-) erstattet werden, sofern der Betreffende keinen Wohnsitz in Norwegen, Dänemark, Finnland oder Schweden hat. Das Prinzip funktioniert folgendermaßen: Kaufen Sie den gewünschten Gegenstand und fragen Sie beim Bezahlen nach einem Rückerstattungsformular für die Mehrwertsteuer (engl. tax free form“, norw. skattefri skjema“). Lassen Sie das Formular aber nicht wie in anderen Ländern üblich bei der Ausreise vom Zoll abstempeln, sondern reichen Sie das abgestempelte Formular gleich bei einem Servicepartner von Global Blue oder Premier Tax Free ein. Dort erhalten Sie die Erstattung der Mehrwertsteuer in bar, auf Ihr Konto oder als Kreditkarten­gutschrift, abzüglich einer Servicegebühr.
Global Blue gibt außerdem eine eigene Kundenkarte heraus, durch die der Prozess vereinfacht wird. Am Bahnhof bei „Visit Oslo“ können Sie den Erstattungsbetrag auch sofort erhalten, wenn Sie für den betreffenden Tag eine Fahrkarte ins Ausland vorweisen können, aber bei einer Mini-Kreuzfahrt kann die Steuererstattung ebenso auf dem Fährschiff erfolgen.
Die wichtigste Einkaufsmeile Oslos liegt direkt neben dem Hauptbahnhof in der Karl Johans Gate. Praktisch alle bekannten Modelabels sind hier vertreten. Eine Hermès-Filiale findet sich unter der Adresse Departments & Stores Norway Nedre, Slottsgate 8. Am Hafen gibt es das Shopping Center Aker Brygge (akerbrygge.no). Beliebt bei den Shoppingtouristen sind Bekleidung, Schmuck, Lederwaren, norwegische Wollpullover und Fischdelikatessen. Achten Sie darauf, dass der Aufent­haltstag in Oslo nicht gerade auf einen Sonn- oder Feiertag fällt, wenn die meisten Geschäfte geschlossen haben. Auf der Webseite visitnorway.com gibt es einen Einkaufsführer für Oslo.

Samstag, 19. Januar 2019

Kurz-Kreuzfahrt nach Amsterdam

Bei HTC-Reisen (auch bei Edeka) wird derzeit eine nicht uninteressante Kurz-Kreuzfahrt (4 Tage) angeboten: Vom 12.07.2019 bis 15.07.2019 von Bremerhaven nach Amsterdam und via Texel zurück. Das Schiff MS Amadea bietet Platz für 600 Passagiere und dient gelegentlich als Kulisse fürs Fernsehen. Der Fahrpreis beginnt bei €600 pro Person und kann sich je nach Kategorie bis auf €1000 steigern, allerdings sind im Preis alle Mahlzeiten und ein paar Zusatzleistungen enthalten. Es ist zwar keine Weltumseglung, aber für ein angenehmes Wochenende sollte es reichen. Achtung: Nicht alle Getränke sind im Preis enthalten, also einen kleinen Vorrat Schaumwein, Mineralwasser etc. mitnehmen. Pfandfreie Getränke kann man in den Niederlanden kaufen. Info: https://www.htc-reisen.de/schnupperwochenende-amsterdam.html

Freitag, 18. Januar 2019

Feinkost in Bonn

Die „Bundesstadt“ Bonn hat seit dem Weggang der Regierung einen Strukturwandel durchgemacht: Die Zeit der üppigen Regierungspartys mit Feinkostspezialitäten aus aller Welt ist definitiv vorbei. Zum Glück haben sich aber noch einige wenige Feinkostlieferanten in Bonn halten können. Die inhabergeführte Firma Feinkost Bauer im Ortsteil Poppelsdorf bietet seit 1981 ein umfangreiches Sortiment an Delikatessen und internationalen Spezialitäten an (feinkost-bauer.de). Auch Hausgemachtes wie Rheinischen Sauerbraten findet man dort. Eine weitere gute Adresse ist Olaf & Olaf Delikatessen, ebenfalls in Poppelsdorf, an der Grenze zur Südstadt gelegen: Antipasti, Fisch, Käse und Trüffeln sind hier die Schwerpunkte (olaf-olaf.de). Beide Lieferanten sind geeignet, um einen Picknickkorb aufzufüllen. Der Botanische Garten der Universität Bonn und das Poppelsdorfer Schloss sind nur ein paar hundert Meter entfernt. Ansonsten empfiehlt sich in der Bonn der weitläufige Freizeitpark Rheinaue, der zwar sehr beliebt ist, aber wo sich dank seiner Weitläufigkeit fast immer ein ruhiger Picknickplatz findet.

Donnerstag, 17. Januar 2019

Der Schlosspark Lütetsburg

Der im Jahre 1790 aus mehreren kleineren Parks entstandene Schlosspark Lütetsburg (schlosspark-luetetsburg.de) gilt als eine der größten und schönsten Parklandschaften Ostfrieslands und bietet mit seinen ca. 30 Hektar, mehreren Kilometern Wanderwegen und über 150 exotischen und heimischen Pflanzenarten ein seltenes Beispiel des frühromantischen Gartentyps. Vor allem die Rhododendren und Azaleen prägen das heutige Erscheinungsbild. Im Schlossparkcafé (schlossparkcafe-luetetsburg.de) wird auf Vorbestellung und für zwei Personen ein traditioneller Nachmittagstee, mit Ostfriesentee (hier sei an die ostfriesische Teetradition erinnert), Scones und Gurkensandwiches serviert. Der Park ist ganzjährig geöffnet, der Eintritt beträgt €2 (Parken €1). Das Schloss selbst befindet sich in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. Direkt nebenan ist übrigens ein Golfclub.
Die Anreise erfolgt am besten über die Stadt Norden (Teemuseum). Vom dortigen Bahnhof geht es mit dem Bus 445 oder 446 in nur 8min. nach Lütetsburg. Der Bus hält direkt vor dem Schlosspark. Mit dem Auto fährt man über die B72 und verlässt die Umfahrung Nordens am Ort Lütetsburg. Ab Neuharlingersiel verkehrt der Bus K1 von Edzards-Reisen.de direkt bis vor den Schlosspark (Fahrzeit ca. 70min., ca. 38km).

Mittwoch, 16. Januar 2019

Exklusive Möbelstücke aus Hirschhorn

Die Firma Funk (funk-hirschhorn.de) produziert seit 1990 im thüringischen Floh-Seligenthal, Orts­teil Kleinschmalkalden Möbel aus Hirschhorn. Besonders die Geweihmöbel stellen einen exzellen­ten Blickfang in jeder Snob-Wohnung dar, auch wenn sie herstellungsbedingt (alles in Handarbeit) etwas teurer sind. Dafür ist aber jedes Stück ein Unikat. Verarbeitet werden vorwiegend sog. Ab­wurfstangen, also die Geweihe die Hirsche, Elche oder Rehböcke einmal jährlich abwerfen (man muss ja heutzutage wegen der politischen Korrektheit sehr vorsichtig sein). Ein persönlicher Besuch würde sich empfehlen (Kurtaxe €0.60). Und wenn man schon mal da ist, könnte man auch noch die größte Kuhglocke der Welt besichtigen und bei der Firma Viba Nougat-Welt in Schmalkalden (viba-sweets.de) den Fabrikverkauf besuchen.
Anreise: Mit dem Fernbus bis Zella-Mehlis, mit der Bahn bis Schmalkalden, weiter mit dem Bus 448 (ca. stündl.) oder Taxi ■ mit dem Auto die A4 bis Laucha, dann L1025, L1027, B88 und die L1026 bis Kleinschmalkalden oder die A71 bis Meiningen-Nord, dann die B19 und die L1026.