Mittwoch, 26. Februar 2020

Privatsphäre im Schwimmbad

Es geht eine neue Modewelle durch die Schwimmbäder: Privatsphäre für die Badegäste. Die niedrigste Stufe beginnt praktisch immer mit einer eigenen Liege im Ruhebereich. Als nächstes folgt eine Art Liege mit Sichtschutz oder ähnlichem, die oft als „Muschel“ bezeichnet wird. Das Nächsthöhere wäre dann die „Ruhe-Insel,“ (auch Trauminsel, Himmelbett oder Relax-Insel genannt) die oft auch eine Flasche Schaumwein beinhaltet. Die höchste Stufe wären dann eigene Räume mit großzügigen Liegemöglichkeiten, häufig als „Lounge“ bezeichnet, und natürlich mit der obligatorischen Flasche Champagner, sowie Mineralwasser, Obst oder diversen Pflegeprodukten, wie z.B. Duschgel. Manche Schwimmbadbetreiber offerieren sogar eigene Tages-Chalets. So lobenswert es auch ist den Gästen mehr Privatsphäre zu ermöglichen, so wenig hilfreich ist dies jedoch, wenn man sich dann das große Schwimmbecken mit vielen anderen teilen muss. Der Vorteil einer eigenen Liegemöglichkeit wird somit gleich wieder zunichte gemacht, weshalb man diesem nicht allzuviel Bedeutung beimessen sollte. Eigene Badebecken offeriert derzeit nur das Friedrichsbad in Baden-Baden.

Beispiel für diverse Ruhebereiche:
Die Therme Erding bei München ist ein tropisches Badeparadies mit mindestens 34°C warmem Thermalwasser (therme-erding.de). Neben dem Besuch im öffentlichen Bereich kann man dort auch diverse Privatbereiche anmieten, z.B. die sogenannten Galaxy Family Lounges. Gedacht sind sie für bis zu sechs Personen und bieten großzügige Liegen und einen Kinderspielbereich. Die Galaxy Alm Chalets eignen sich ebenfalls für bis zu sechs Personen (je nach Ausführung), sind dekorativ aber im alpenländischen Stil gehalten. Dann gibt es noch Family Relax Eggs und Ruhemuscheln für bis zu vier oder sechs Personen und - direkt am Thermenpool - Relax Inseln für maximal zwei Personen. Günstigstes Angebot wären die Sun Lounger Liegen auf dem Sonnendeck. In den Sommer­monaten kann man außerdem diverse Outdoor-Lounges mieten. Im textilfreien Bereich findet man darüberhinaus diverse Lounges, die vor allem für Paare geeignet sind.

Ähnliche Privatbereiche wie die Therme Erding bieten unter anderem auch die Badewelten in Sinsheim und Euskirchen.

Sonntag, 23. Februar 2020

Pariser Aussichten

Jeder Paris-Besucher will auf den Eiffelturm. Deshalb ist es dort auch so voll. Wer aber eine wirklich gute Aussicht auf Paris sucht, sollte einen Besuch auf dem Tour Montparnasse erwägen (tourmontparnasse56.com). Im 56. Stockwerk, auf etwa 210 Metern Höhe, gibt es eine überdachte Aussichtsterrasse, die man übrigens auch am späten Abend besuchen kann (bis 23 Uhr; Tickets ab €18). Immerhin dürfte es wohl einer der wenigen Orte in Paris sein, von dem aus man einen guten Blick auf den Eiffelturm hat. Außerdem findet man dort oben das 360 Café, in welchem Getränke und kleine Speisen serviert werden, und das Restaurant Ciel de Paris (cieldeparis.com). In letzterem kostet ein 2-Gänge-Menü ab €30 und den Nachmittagstee mit französischen Backwaren serviert man von 15 bis 18 Uhr und ab €14.
Noch ein Hinweis: Die Cocktailbar "Little Red Door" in der Rue Charlot ist derzeit noch wenig bekannt, soll aber einen Besuch wert sein (lrdparis.com).

Donnerstag, 20. Februar 2020

Bruchfeste Weingläser ohne Stiel

Die Picknicksaison ist zwar noch eine Weile entfernt, aber es schadet nichts schon mal seine Picknick­ausrüstung zu überprüfen. Wer im Freien einen Schluck Winzersekt seines Hauslieferanten zu sich nehmen möchte, steht vor der Frage, ob es nicht besser wäre ein paar bruchsichere Trinkgefäße anzuschaffen. Diesem Problem hat sich die Firma wayfair.de angenommen und bietet seit kurzem Weingläser aus Edelstahl in Becherform und ohne Stiel an. Gedacht sind sie eigent­lich für Rotwein, aber es gibt keinen Grund, warum man sie nicht auch für Winzersekt verwenden könnte. Neben der Version mit glatter Oberfläche gibt es auch eine aus Kupfer und mit Hammermuster. Im Sortiment des Anbieters Wayfair findet man übrigens auch Teebecher mit Sieb und Deckel. Für eine schnelle Tasse Tee zwischendurch ganz brauchbar.

Montag, 17. Februar 2020

Hausbar-Globen

Eine kleine Hausbar gehört in jeden Snob-Haushalt. Sie in einem Globus unterzubringen, ist zwar keine neue Idee, aber immer noch akzeptabel. Vor allem, wenn dieser im Arbeits- oder Empfangs­zimmer steht. Die niederländische Firma Bar-Globes.com hat ein paar interessante Exemplare im Angebot. Das Preiswerteste wäre mit €129 das Tisch-Modell „Laguna Alfeo“, welches in seinem Inneren Platz für zwei (kleine) Flaschen und sechs Gläser bietet. Das nächstgrößere Modell „Laguna Nettuno“ nimmt drei Flaschen und neun Gläser auf. Beide Globen sind als Tisch-Modelle ausgelegt, aber es gibt auch solche mit einem Unterbau, die mit ihren Rollen an einen Servierwagen erinnern. Leider geben sie damit auch das Innenleben des Globuses preis. Wer seine kleine Hausbar diskret unterbringen möchte, sollte sich also für ein Tischmodell entscheiden.

Freitag, 14. Februar 2020

Venedig vom Hausboot aus

Urlaub auf dem Hausboot ist in den letzten Jahren beinahe schon in Vergessenheit geraten. Damit wird es für Snobs wieder interessant. Angebote gibt es reichlich, von Irland über Südfrankreich bis zur Adria. Einen Bootsführerschein braucht man in der Regel nicht. Eher wenig bekannt ist, dass man auch in der Lagune von Venedig Hausbooturlaub machen kann. Zwar sind die Routen nicht sonderlich flexibel, aber dafür sieht man die Lagunenstadt aus einer sonst ungewohnten Perspektive und man hat einen gewissen Abstand zu den Touristenmassen. Besichtigungshalte sind fast immer möglich, jedoch sollte man den Bootsliegeplatz vorab auswählen. Es wird nicht gerne gesehen, wenn man ohne Erlaubnis fremde Bootsstege benutzt. Übernachtet wird an dafür vorgesehenen Plätzen, z.B. in Vignole und in Burano. In der Lagune findet man im wesentlichen zwei Anbieter: Charterboat und Locaboat. Beide operieren von der südlich von Venedig gelegenen Stadt Chioggia aus.

Dienstag, 11. Februar 2020

Das Restaurant Le Train Bleu im Pariser Gare de Lyon

Paris hat bekanntlich viele Sehenswürdigkeiten (manche nennen sie auch Touristenfallen). Eine davon ist der Gare de Lyon im „12eme“. Von hier aus verkehren Züge nach Südfrankreich, Spanien, Italien, Deutschland und in die Schweiz, außerdem diverse Regionalzüge und Metrolinien. Fast 230.000 Reisende nutzen täglich den Gare de Lyon. Unbedingt besuchen sollte man das Restaurant Le Train Bleu im ersten Stock, mit originalem Fin-de-siècle Ambiente (le-train-bleu.com). Große Speisesäle imponieren in ihrer Originalausstattung (polierte Fußböden, Holzverkleidungen, Leder­bänke) und mit üppig vergoldeten Stuckaturen und zahlreiche Skulpturen. Blickfang sind die 41 pompösen Wand- und Deckengemälde, an denen die wichtigsten französischen Künstler ihrer Zeit mitgewirkt haben. Das Preisniveau ist zwar der edlen Umgebung angepasst und die Küche mag nicht unbedingt unübertroffen sein, aber wen interessiert das, wenn er in einer derart erlesenen Atmosphäre speist?

Samstag, 8. Februar 2020

Das Höchste in den Niederlanden

Dass die Niederlande ein recht flaches Land sind, besagt schon ihr Name. Es gibt allerdings die eine oder andere Erhebung, die eventuell einen Besuch wert ist. Zwei sind sogar öffentlich zugänglich.
Das höchste, öffentlich zugängliche Gebäude der Niederlande ist der 2007 fertiggestellte Hague Tower in Den Haag (haagsetoren.nl). Seine Grundfläche liegt bei lediglich 30 mal 35 Metern, die Höhe bei 135 Metern. Im Gebäude befinden sich Büros, Wohnungen, ein Hotel, ein Restaurant und eine Bar. Im 41. und 42. Stockwerk gibt es Aussichtsplattformen, die für Bar- und Restaurant­besucher kostenlos sind.
Ein weiteres, hohes Gebäude ist der 1960 fertiggestellte, 185 Meter hohe Euromast Turm im Hafen von Rotterdam (euromast.nl). Auf etwa 92 Metern Höhe existiert ein Restaurant (Brasserie) und unten am Fuß ein weiteres. Über dem oberen Restaurant gibt es noch eine Aussichtsplattform. Im Restaurant selbst wird ab 16 Uhr der Nachmittagstee serviert. Bei den Cocktails ist die Auswahl etwas beschränkt, aber es gibt sie. Für den Zugang zum Turm wird Eintrittsgeld verlangt.