Mittwoch, 7. August 2019

Das Périgord

Im mittleren Südwesten Frankreichs liegt die Stadt Périgueux, das Zentrum des Périgord. Die Landschaft erstreckt sich in etwa in einem Radius von 100 Kilometern um die Stadt. Früher war das Périgord ein eigenes Herzogtum, heute gehört es zum Departement Dordogne. Geologisch interessant sind die oft bewaldeten und wildreichen Hochebenen, die Causses. Sie bestehen aus Kalkformationen, welche oft in Steinbrüchen abgebaut werden, und nur wenig Landwirt­schaft erlauben. Pinien, Eichen und Buchen bestimmen hier die Vegetation, in den Flusstälern auch Pappeln und Kastanien. Dennoch spielt die Landwirtschaft eine wichtige Rolle, vor allem Mais- und Obstanbau und die Haltung von Gänsen und Enten. Ganz im Südwesten, bei Bergerac, wird auch Wein angebaut. Bekannt ist die Gegend jedoch für ihre Pilze und Trüffeln. Eine kulinarische Spezialität der Region sind Pommes Sarladaises: Bratkartoffeln, in Gänsefett gebacken, mit Knoblauch und Steinpilzen. Nicht selten wird dazu Wild serviert. Industrie gibt es nur wenig; im Norden werden Schneidwaren hergestellt (z.B. in Nontron), außerdem Möbel und zu einem geringen Anteil Schuhe. Natürlich spielt auch der Tourismus eine gewisse Rolle. Erwünscht sind vor allem Individualreisende mit höherem Bildungsniveau (und entsprechendem Einkommen). Weiterhin sollte man die zahlreichen Tropfsteinhöhlen, Burgen, Schlösser und Parks erwähnen, ebenso die vielen historischen Dörfer und Ortskerne.

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