Das Dorf liegt auf ca. 1540 Meter, ist ein Teil der Gemeinde Steeg und hat etwa 67 Einwohner. Die Zufahrtsstraße zweigt unweit von Warth von der Lechtalstraße (Bushaltestelle) ab und windet sich etwas mehr als einen Kilometer den Hang hinauf. Im Dorf sollte man einen Blick auf die Ortskapelle St. Wendelin aus dem 16. Jahrhundert werfen. Am Ende des Dorfes liegt ein Parkplatz und nur wenige Meter weiter gelangt man zu einem Klettergarten mit einer Picknickbank. Der Ort ist auf ruhigen Tourismus ausgerichtet; es gibt diverse Übernachtungsmöglichkeiten und zwei Gasthöfe. Die Kurtaxe beträgt €1.90 pro Tag und Person. Aber unbezahlbar ist das Bergpanorama mit dem Blick auf den Ferienort Warth.
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Sonntag, 30. März 2025
Donnerstag, 27. März 2025
Ruheorte am Lech: Die Hinterbockbachalpe
Über etwa 4.5km führt der asphaltierte Weg, dessen Befahren nur Anwohnern gestattet ist, oberhalb des Lechtales (lechtal-info.com) von der Lechtalstraße nach Westen. Er beginnt am Steeg Abzw. Bockbach / Krabach, wo sich ein Parkplatz und eine Bushaltestelle befinden, und windet sich mit mäßiger Steigung zunächst den Berg hinauf zur Bergsiedlung Birchetsgump mit der bewirtschafteten Postalm. Sehenswert ist hier das Almgebäude von 1794. In Birchetsgump muss man sich entscheiden, ob man auf dem Fahrweg bleibt oder den alten Bockbachweg nimmt, der als Wanderweg unterhalb des Fahrweges an einem Weiher vorbei verläuft. Beide Wege führen auf einer breiten, vorgelagerten Bergterrasse über blumenreiche Almwiesen und durch lichten Wald zur Bockbacher Almwirtschaft (1467m, bockbacheralm.at). Von dort wendet sich der Weg schließlich kurz nach Norden ins Hiermoos zur nur wenige hundert Meter entfernten Jausenstation zur Gamsvroni auf der Hinterbockbachalpe. Alternativ könnte man von der Bockbacher Almwirtschaft auch zur Alm Älpele (1791m) aufsteigen. Man sollte eine Picknickdecke mitnehmen, denn Sitzbänke gibt es auf dieser Tour leider nicht.
Montag, 24. März 2025
Ruheorte am Lech: Kaisers
Der Ort Kaisers (kaisers-lechtal.at) liegt auf 1518 Metern in einem ruhigen Seitental des Tiroler Lechtales, auf einer Felsnase hoch über dem Kaiserbach der bei Steeg in den Lech mündet, und ist mit 73 Einwohnern und einer Dichte von einem Einwohner pro Quadratkilometer die am Dünnsten besiedelte Gemeinde Österreichs. Sehenswert sind im Ort die katholische Kirche von 1851, der ehemalige Pfarrhof und das Edelweißhaus, Alpengasthof und Alphütte des Alpenvereins, mit einer Lechtaler Bauernstube von 1840. Es bestehen zwei Gastronomiebetriebe: Das Edelweißhaus und der Gasthof Vallugablick; daneben gibt es noch ein paar Ferienchalets. In dem Kaisers vorgelagerten Weiler Kienberg findet man außerdem den Gastbetrieb Alpenhof. Weiterhin ist die bewirtschaftete Kaiseralm einen Besuch wert, ebenso das Kaiserjochhaus, eine weitere Alpenvereinshütte auf 2310 Metern Höhe. Erwähnenswert ist überdies die Hängebrücke Kienberg über den Kaiserbach. Einkaufsmöglichkeiten findet man im Tal nicht, sondern nur im etwa 5km entfernten Steeg im Lechtal. Skibetrieb im Winter gibt es ebenfalls nicht, nur einen kleinen Übungslift am Dorfrand. Zwischen Kienberg und Kaisers zweigt die Straße ins Almajurtal ab und endet nach etwa 3km an einem Wanderparkplatz. Einen Blick wert ist überdies der Picknick- und Grillplatz Lechtaler Kraftplatz oberhalb des Dorfes beim Bichlhof und gelegen an einem Teich. Nach Kaisers gelangt man ab Steeg mit dem Auto oder einem (leider recht teuren) Taxi (+43 5633 5633). Die Kurtaxe beträgt €1.90 pro Tag und Person.
Freitag, 21. März 2025
Bad Camberg
Das Kneipp-Heilbad im Taunus hat seit 1927 seinen Status als Heilbad, aber erst in den letzten 20 Jahren wird Lehm als Heilerde eingesetzt (bad-camberg.de). Der Camberger Badearzt Prof. Dr. Peter Gündling (prof-guendling.de) hatte mit der unter seiner fachlichen Leitung stehenden Studie „Wirkung von Lehmpackungen auf Stauungsbeschwerden und Lebensqualität von Patienten mit chronisch venöser Insuffizienz“ im Jahre 2009 erstmals die medizinische Heilwirkung des Bad Camberger Lehms nachgewiesen. Der kühlende Lehm verengt die Blutgefäße und der Stoffwechsel im betroffenen Bereich verlangsamt sich. Entzündungen und Schwellungen gehen zurück und dadurch bedingte Schmerzen werden gebessert. Bleibt der Wickel weiterhin liegen, beginnen die Regulationsmechanismen des Organismus diesen “Kälteschock” auszugleichen. Dies geschieht, in dem sich die Gefäße wieder erweitern und das Gebiet wieder stärker durchblutet wird. Die Lehmauflage verhindert, dass die Wärme abstrahlt, es kommt zum Wärmestau. Die Wärme dringt somit in die Muskulatur und Gelenke ein und entfaltet dort eine heilende Tiefenwirkung.
Wo genau in Zukunft die Kuren verabreicht werden, nachdem die bisherigen Kurheime kürzlich geschlossen wurden, ist leider nicht ganz klar. Infrage kommen die Praxis des o.g. Badearztes, die Median Hohenfeld-Klinik (median-kliniken.de) oder die Fachklinik Medical Park (medicalpark.de). Beide Kliniken haben übrigens auch eine öffentlich zugängliche Cafeteria.
Besuchenswert ist auf jeden Fall der Kurpark (kurpark-bad-camberg.de), der auf einen Landschaftsgarten aus dem 18. Jahrhundert zurückgeht. Im Musikpavillon werden im Sommer jeden Sonntag Vormittags Kurkonzerte veranstaltet. Sehenswert sind im Ort diverse sakrale und profane Gebäude in der Altstadt um den Marktplatz, außerhalb des Hauptortes vor allem die Kreuzkapelle. Außerdem gibt es eine Kunstgalerie, das Stadtmuseum und die Stadtbücherei. Über das Jahr werden auch zahlreiche Veranstaltungen geboten, u.a. Freiluft-Kino und Kino im Kurhaus, sowie die Theater-Festspiele. Dazu kommen Tanz- und Musikveranstaltungen. Bad Camberg liegt an der Bahnstrecke Limburg – Frankfurt/M. Innerorts verkehren zwei Stadtbuslinien. Hotellerie ist in Bad Camberg erstaunlicherweise eher spärlich vorhanden. Ob und in welcher Höhe eine Kurtaxe verlangt wird, ist nicht in Erfahrung zu bringen.
Dienstag, 18. März 2025
Die Bad Bentheimer Mineraltherme
Das Kurgebiet der Stadt befindet sich etwa 3km nördlich des Hauptortes und besteht im wesentlichen aus dem Kurpark mit Kurhaus (kurhaus-bentheim.de), der Therme (bentheimer-mineraltherme.de), einem Wellness-Spa (naturespa.de) und einer Fachklinik (mit Kiosk und Café; fk-bentheim.de). Die Thermalsole in der Therme hat eine Temperatur von 29°C und einen Salzgehalt von bis zu 3%. Empfohlen wird sie vor allem bei Erkrankungen der Atemwege und des Bewegungsapparates. Es gibt ein großes Außenbecken (400m²), ein 200m² großes Therapiebecken mit Whirlpool und ein Sportbecken, außerdem Sauna, Massagen, Wellness, ein Bademodengeschäft und ein Bistro. Das Kurgebiet hat eine eigene Bushaltestelle (Bentheimer Mineral Therme). Im Hauptort sind das Bentheimer Schloss (mit seinem Schlosspark), das Sandsteinmuseum, das Kunstmuseum am Herrenberg, diverse sakrale Gebäude und das Haus Westerhoff einen Blick wert. Eine kulinarische Spezialität sind Bentheimer Moppen, ein Keksgebäck mit Kümmel. Einkaufsmöglichkeiten findet man vorwiegend in der Innenstadt und entlang der Reiner Straße. Vom Bahnhof Bad Bentheim verkehren Züge nach Bielefeld, Neuenhaus und Hengelo (NL) und es halten Nacht- und Fernzüge auf der Strecke Amsterdam – Berlin (– Prag). Busse fahren nach Gronau und Herford, sowie in Orte der näheren Umgebung. Die Kurtaxe beträgt €2.80 pro Tag und Person.
Samstag, 15. März 2025
Wandertouren im Außerfern mit dem D-Ticket
Die Region um den Ort Reutte in Tirol wird von der Außerfernbahn erschlossen, die keine Verbindung zum österreichischen Schienennetz hat und zum Geltungsbereich des D-Tickets gehört, allerdings nur für grenzüberschreitende Fahrten. Zwischen Vils und Ehrwald gilt der lokale Tarif. Das D-Ticket gilt nicht für Fahrten mit den u.g. Bergbahnen.
Noch auf deutscher Seite und nur ca.200m von der Bahnstation Pfronten-Steinach liegt die Talstation der Breitenbergbahn (breitenbergbahn.de). Die 4er-Gondelbahn führt auf den 1838m hohen Breitenberg, wobei die Bergstation auf 1501m liegt. Sie verfügt über einen Kiosk mit Getränken und kleinen Speisen, sowie öffentliche Toiletten. In der Umgebung findet man einige Sitzbänke. Etwa 200 Meter von der Bergstation liegt die Talstation der anschließenden Hochalpbahn, einer 4er-Sesselbahn. Auf dem Weg dorthin befindet sich die bewirtschaftete Hochalphütte. Die Bergstation der Hochalpbahn liegt auf 1677m. Von hier erreicht man in einer ca. 30minütigen Wanderung die ebenfalls bewirtschaftete Ostler Hütte auf annähernd 1838m. Auf dem Berg gibt es vier Startplätze für Gleitschirmflieger und eine Rundfunk-Sendeanlage.
Direkt neben der Bahnstation Bichlbach, Almkopfbahn liegt die Talstation der besagten Almkopfbahn (Gondel- oder Sesselbahn). Sie führt auf etwa 1600m, wo sich unweit der Bergstation die Heiterwanger Hochalm befindet, und nicht weit davon die Bergstation der Sonnalmbahn (Sessellift), die nach Berwang hinabführt. Von der Hochalm aus führt ein Wanderweg auf den 1802m hohen Almkopf.
Direkt oberhalb des Bahnhofes Lermoos (auf ca. 1000m) liegt die Tuftl Alm auf 1500m. Der Weg führt vom Bahnhof am Schwimmbad vorbei über den vorgelagerten Kohlberg zur bewirtschafteten Tuftl Alm. Dort gibt es auch eine kleine Kapelle und eine Aussichtsplattform. Absteigen könnte man über den Karletalsteig nach Ehrwald. Auf dieser Route finden sich vereinzelt Bänke. Der Weg führt beinahe bis zum Ehrwalder Bahnhof.
Mittwoch, 12. März 2025
Betreffend Kurtaxe in Seebädern
Am 13. September 2017 entschied das Bundesverwaltungsgericht (Az.: BVerwG 10 C 7.16), dass grundsätzlich jeder das Recht hat, einen Strand unentgeltlich zu betreten. Gebühren – wie die Kurtaxe – seien allerdings zulässig, wenn die Strandabschnitte über Einrichtungen wie Geschäfte, Toiletten, Duschen, Umkleiden, Strandkörbe sowie Absperrungen für Nichtschwimmer verfügen. Mehr Infos: https://www.bussgeld-info.de/kurtaxe/
Sonntag, 9. März 2025
Ausflug von Berlin an die Ostsee
Wer in Berlin wohnt und einen mehrtägigen Ausflug an die Ostsee plant, der sollte sich für die Halbinsel Fischland/Darß interessieren (fischland-darss-zingst.de). Es verkehrt täglich ein Flixbus ab Berlin ZOB und Tegel nach Prerow auf der Halbinsel Darß, der früh Morgens Berlin verlässt, Mittags in Prerow eintrifft und Abends wieder nach Berlin zurückkehrt. Der Bus passiert dabei die Orte zwischen Dierhagen und Prerow sowie den Badeort Graal-Müritz.
Prerow (prerow.de) besitzt einen etwa 5km langen und bis zu 80 Meter breiten Sandstrand. Sehenswert sind die Seemannskirche, die rohrgedeckten Häuser mit ihren hölzernen Haustüren und die neue, noch im Bau befindliche Seebrücke. Gastronomie ist ausreichend vorhanden und es gibt einen Supermarkt. Die Ostseeklinik am Nordstrand bietet eine Cafeteria und einen Kiosk. Die Kurtaxe liegt bei €2.80. Die Regionalbuslinie 210 verkehrt von Prerow nach Stralsund.
Ein weiterer Ort in der Umgebung ist Wustrow (ostseebad-wustrow.de). Sehenswert sind die Kirche und ein paar profane Gebäude und natürlich der weitläufige Sandstrand und die Seebrücke. Gastronomie ist ausreichend vorhanden und es gibt ein paar Geschäfte und zwei Supermärkte. Die Kurtaxe liegt bei €2.40 im Sommer und €1.30 im Winter.
Donnerstag, 6. März 2025
Grainau an der Zugspitze
Die Gemeinde am Fuße der Zugspitze hat etwa 3600 Einwohner und ungefähr ebenso viele Gästebetten (grainau.de). Sie ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen ins Wettersteingebirge und Fahrten auf die Zugspitze (2962m). Der Ort selbst ist zwar kein Snob-Paradies, aber einen Blick wert. Sehenswert sind die sakralen Gebäude, aber vor allem die (ehemaligen) Bauernhöfe im alpenländischen Stil, die dem Ort eine einzigartige Atmosphäre verleihen. Beliebte Aktivitäten sind - neben Wandern – Baden im Zugspitzbad (Frei- und Hallenbad, aber kein Thermalwasser!) oder im nahen Eibsee, Wassertreten, Minigolf oder Tennis. Im Winter werden Schlittschuhlaufen, Skifahren und weitere Wintersportarten offeriert. Zur Abendunterhaltung sei das Bauerntheater empfohlen oder man besorgt sich etwas zum Lesen aus der Gemeindebücherei. Touristisches Ortszentrum ist der Kurpark, wo sich das Zugspitzbad, die Kneippanlage, der Minigolfplatz, die Touristeninformation, ein Restaurant, ein Musikpavillon und öffentliche Toiletten befinden. Hotellerie und Gastronomie gibt es in Grainau natürlich auch, allerdings sind die Lokalitäten im Ort verstreut. Einkaufsmöglichkeiten findet man jedoch kaum; lediglich einen kleinen Lebensmittelladen in Obergrainau und ein paar kleine Geschäfte hier und dort. Die Kurtaxe beträgt €3,50 pro Person und Tag. Die Anreise erfolgt mit der Bahn bis Garmisch-Partenkirchen. Von dort fahren die Zugspitzbahn und der Bus Linie 9840 nach Grainau. Das D-Ticket gilt auch auf der Zugspitzbahn auf der sog. Talstrecke bis zum Bahnhof Grainau, der sich in unmittelbarer Nähe zum Kurpark befindet. Besuchstipp: Der Barbershop in Garmisch-Partenkirchen.
Montag, 3. März 2025
Herchen an der Sieg
Heute zur Gemeinde Windeck gehörig, besitzt der kleine Ort an der Sieg eine Tradition als Sommerfrische und Künstlertreff (windecker-laendchen.com). Prominentester Besucher dürft wohl der aus dem nahen Siegburg stammende Musiker Engelbert Humperdinck in seinen jungen Jahren gewesen sein. Der einstige Ruhm ist leider verblasst und heute ist nicht mehr allzuviel übrig, was an diese Epoche erinnert. Aber für einen Tagesaufenthalt sollte es reichen. Immerhin hat der Kurpark bis dato überlebt. Direkt an der Sieg gelegen, bietet er Bänke und Picknickplätze, und als Deko ein paar alte Festungskanonen, die früher in Köln stationiert waren. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die beiden Kirchen, der Thingplatz oberhalb des Kurparks und zwei bemerkenswerte Bäume. Das Haus des Gastes wird vorwiegend für Veranstaltungen genutzt. Brauchbare Einkaufsmöglichkeiten gibt es so gut wie keine, lediglich eine Bäckerei auf der Hauptstraße. Neben der Gaststätte Löwenburg (loewenburg.eu), existieren noch der Siegtaler Hof (siegtalerhof.de) und der Khan Berghütte Imbiss (khan-windeck.de) oberhalb des Thingplatzes. Noch recht jung ist das Kurparkcafé (kurparkcafe-kokolores.de). Übernachtungsmöglichkeiten findet man nur wenige, u.a. das Waldhaus Herchen (waldhausherchen.de), ca. 2.5km südlich vom Kurpark und ca. 900m vom Bahnhof gelegen. Ob und in welcher Höhe eine Kurtaxe erhoben wird, ist nicht bekannt. Durch den Ort fährt der Bus Linie 547 zum Bahnhof Herchen, der etwa zwei Kilometer südlich des Hauptortes liegt. Von dort fahren Züge nach Siegen und Köln.