Samstag, 5. April 2025

Ruheorte am Lech: Hinterhornbach

Das Hornbachtal zweigt bei Vorderhornbach aus dem Lechtal in einer Länge von 12 Kilometern nach Westen ab. Der Ort Hinterhornbach liegt etwa in der Mitte des Tales auf ca. 1100 Metern und wird von weniger als 100 Einwohnern bevölkert. Sehenswert sind die katholische Pfarrkirche von 1764, das zeitgleich erbaute Pfarrhaus (Widum), ein kleines Jagdmuseum und die vor dem Ort im Wald gelegene Sock­kapel­le. Unweit der Grenze zu Deutschland gelegen, hat der Ort eine Ver­gan­gen­heit als Schmugg­ler­nest. Im Winter wird eine Rodelbahn präpariert. Es gibt mehrere Gasthöfe und diverse Ferien­unterkünfte (hinterhornbach-lechtal.at), außerdem ein paar Hand­werks­betriebe, aber keine Ein­kaufs­mög­lich­keiten. Bei der Kirche, am Bauhof, auf der Joch­bach­alm und an einigen Stellen im den Ort um­ge­benden Wald findet man Trinkbrunnen. Nach Hinter­horn­bach gelangt man mit dem Auto oder einem (leider recht teuren) Taxi (+4356346919). Einige Parkplätze im Ort sind kostenpflichtig. Die Kurtaxe beträgt €1.90 pro Tag und Person.

Mittwoch, 2. April 2025

Ruheorte am Lech: Gramais

Vom Lechtal zweigt auf der Höhe von Häselgehr das Otterbachtal nach Süden ab. Nach etwa acht Kilo­metern erreicht man den Ort Gramais auf 1321 Metern, der mit ca. 40 Einwohnern die kleinste Gemeinde Österreichs darstellt. Sehenswert sind im Ort die katholische Pfarrkirche von 1831 im blumigen Nazarenerstil und das Heimatmuseum. Im Ort gibt es einen Bauernladen und einen Gast­hof, sowie diverse Ferienwohnungen, die sich insgesamt zu 120 Gästebetten summieren (gramais-lechtal.at). Am Ortsrand existieren eine Badestelle am Otterbach und im Winter ein kleiner Skilift. Am gegenüberliegenden Ufer des Otterbaches befindet sich unweit des Roßkarbaches ein Pick­nick­platz. Eine besondere Attraktion bilden der Seminarraum und der 55 Quadratmeter große Turn­saal im Gemeindehaus. Beide Räume können gemietet werden und in ihnen werden gelegentlich Yoga-Retreats oder Konferenzen abgehalten. Es gibt dort auch eine öffentliche Toilette. Nach Gra­mais gelangt man ab Häselgehr mit dem Auto oder einem (leider recht teuren) Taxi (+4356346919). Einige Parkplätze im Ort sind kostenpflichtig. Die Kurtaxe beträgt €1.90 pro Tag und Person.

Sonntag, 30. März 2025

Ruheorte am Lech: Lechleiten

Das Dorf liegt auf ca. 1540 Meter, ist ein Teil der Gemeinde Steeg und hat etwa 67 Einwohner. Die Zu­fahrts­straße zweigt unweit von Warth von der Lechtalstraße (Bushaltestelle) ab und windet sich etwas mehr als einen Kilometer den Hang hinauf. Im Dorf sollte man einen Blick auf die Orts­kapel­le St. Wendelin aus dem 16. Jahr­hun­dert werfen. Am Ende des Dorfes liegt ein Parkplatz und nur wenige Meter weiter gelangt man zu einem Klettergarten mit einer Picknickbank. Der Ort ist auf ruhigen Touris­mus aus­ge­rich­tet; es gibt diverse Übernachtungsmöglichkeiten und zwei Gasthöfe. Die Kurtaxe be­trägt €1.90 pro Tag und Person. Aber un­be­zahl­bar ist das Berg­pano­ra­ma mit dem Blick auf den Ferien­ort Warth.

Donnerstag, 27. März 2025

Ruheorte am Lech: Die Hinterbockbachalpe

Über etwa 4.5km führt der asphaltierte Weg, dessen Befahren nur Anwohnern gestattet ist, oberhalb des Lechtales (lechtal-info.com) von der Lechtalstraße nach Westen. Er be­ginnt am Steeg Abzw. Bock­bach / Kra­bach, wo sich ein Parkplatz und eine Bus­halte­stelle befinden, und windet sich mit mäßi­ger Stei­gung zunächst den Berg hinauf zur Bergsiedlung Birchetsgump mit der bewirt­schaf­te­ten Postalm. Sehenswert ist hier das Almgebäude von 1794. In Birchetsgump muss man sich ent­scheiden, ob man auf dem Fahrweg bleibt oder den alten Bock­bach­weg nimmt, der als Wanderweg unterhalb des Fahrweges an einem Weiher vorbei verläuft. Bei­de We­ge führen auf einer breiten, vor­gelagerten Berg­terrasse über blumen­reiche Alm­wiesen und durch lichten Wald zur Bock­bacher Almwirtschaft (1467m, bockbacheralm.at). Von dort wen­det sich der Weg schließlich kurz nach Norden ins Hiermoos zur nur wenige hundert Meter ent­fern­ten Jausenstation zur Gams­vroni auf der Hinter­bock­bach­alpe. Alternativ könnte man von der Bock­bacher Almwirtschaft auch zur Alm Älpele (1791m) aufsteigen. Man sollte eine Pick­nick­decke mitnehmen, denn Sitzbänke gibt es auf dieser Tour leider nicht.

Montag, 24. März 2025

Ruheorte am Lech: Kaisers

Der Ort Kaisers (kaisers-lechtal.at) liegt auf 1518 Metern in einem ruhigen Seitental des Tiroler Lech­tales, auf einer Felsnase hoch über dem Kaiserbach der bei Steeg in den Lech mündet, und ist mit 73 Einwohnern und einer Dichte von einem Einwohner pro Quadratkilometer die am Dünn­sten besiedelte Gemeinde Österreichs. Sehenswert sind im Ort die katholische Kirche von 1851, der ehe­malige Pfarrhof und das Edelweißhaus, Alpengasthof und Alphütte des Alpen­vereins, mit einer Lech­taler Bauernstube von 1840. Es bestehen zwei Gastronomiebetriebe: Das Edelweiß­haus und der Gasthof Vallugablick; daneben gibt es noch ein paar Ferienchalets. In dem Kaisers vorge­la­ger­ten Weiler Kienberg findet man außerdem den Gastbetrieb Alpenhof. Weiterhin ist die be­wirt­schaf­tete Kaiseralm einen Besuch wert, ebenso das Kaiserjochhaus, eine weitere Alpen­vereins­hütte auf 2310 Metern Höhe. Erwähnenswert ist überdies die Hängebrücke Kienberg über den Kaiserbach. Ein­kaufs­möglichkeiten findet man im Tal nicht, sondern nur im etwa 5km ent­fernten Steeg im Lech­tal. Skibetrieb im Winter gibt es ebenfalls nicht, nur einen kleinen Übungs­lift am Dorfrand. Zwischen Kienberg und Kaisers zweigt die Straße ins Almajurtal ab und endet nach etwa 3km an einem Wan­der­park­platz. Einen Blick wert ist überdies der Pick­nick- und Grillplatz Lechtaler Kraft­platz ober­halb des Dorfes beim Bichlhof und gelegen an einem Teich. Nach Kaisers gelangt man ab Steeg mit dem Auto oder einem (leider recht teuren) Taxi (+43 5633 5633). Die Kurtaxe be­trägt €1.90 pro Tag und Person.

Freitag, 21. März 2025

Bad Camberg

Das Kneipp-Heilbad im Taunus hat seit 1927 seinen Status als Heilbad, aber erst in den letzten 20 Jahren wird Lehm als Heilerde eingesetzt (bad-camberg.de). Der Camberger Badearzt Prof. Dr. Peter Gündling (prof-guendling.de) hatte mit der unter seiner fachlichen Leitung stehenden Studie „Wirkung von Lehmpackungen auf Stauungsbeschwerden und Lebensqualität von Patien­ten mit chro­nisch venöser Insuffizienz“ im Jahre 2009 erstmals die medizinische Heil­wirkung des Bad Cam­berger Lehms nachgewiesen. Der kühlende Lehm verengt die Blutgefäße und der Stoffwechsel im betroffenen Be­reich verlangsamt sich. Entzündungen und Schwellungen gehen zurück und da­durch be­dingte Schmer­zen werden gebessert. Bleibt der Wickel weiterhin liegen, beginnen die Re­gu­la­tions­mechanismen des Organismus diesen “Kälteschock” auszugleichen. Dies geschieht, in dem sich die Gefäße wie­der erweitern und das Gebiet wieder stärker durch­blutet wird. Die Lehm­auf­lage ver­hin­dert, dass die Wärme abstrahlt, es kommt zum Wärme­stau. Die Wärme dringt somit in die Muskula­tur und Ge­len­ke ein und entfaltet dort eine heilende Tiefenwirkung.

Wo genau in Zukunft die Kuren verabreicht werden, nachdem die bisherigen Kurheime kürzlich ge­schlos­sen wurden, ist leider nicht ganz klar. Infrage kommen die Praxis des o.g. Badearztes, die Median Ho­hen­feld-Klinik (median-kliniken.de) oder die Fachklinik Medical Park (medicalpark.de). Beide Kliniken haben übrigens auch eine öffentlich zugängliche Cafeteria.

Besuchenswert ist auf jeden Fall der Kur­park (kurpark-bad-camberg.de), der auf einen Land­schafts­gar­ten aus dem 18. Jahr­hun­dert zurückgeht. Im Musikpavillon werden im Sommer je­den Sonntag Vormittags Kurkonzerte veranstaltet. Sehenswert sind im Ort diverse sakrale und pro­fane Gebäude in der Altstadt um den Marktplatz, außerhalb des Hauptortes vor allem die Kreuz­kapelle. Außerdem gibt es eine Kunstgalerie, das Stadt­museum und die Stadtbücherei. Über das Jahr werden auch zahl­reiche Veranstaltungen geboten, u.a. Freiluft-Kino und Kino im Kur­haus, sowie die Theater-Fest­spiele. Dazu kommen Tanz- und Musik­veran­stal­tun­gen. Bad Camberg liegt an der Bahnstrecke Lim­burg – Frankfurt/M. Innerorts ver­keh­ren zwei Stadt­buslinien. Hotellerie ist in Bad Camberg erstaun­licherweise eher spärlich vorhanden. Ob und in welcher Höhe eine Kur­taxe verlangt wird, ist nicht in Erfahrung zu bringen.

Dienstag, 18. März 2025

Die Bad Bentheimer Mineraltherme

Das Kurgebiet der Stadt befindet sich etwa 3km nördlich des Hauptortes und besteht im wesent­li­chen aus dem Kurpark mit Kurhaus (kurhaus-bentheim.de), der Therme (bentheimer-mineraltherme.de), einem Wellness-Spa (naturespa.de) und einer Fachklinik (mit Kiosk und Café; fk-bentheim.de). Die Thermalsole in der Therme hat eine Temperatur von 29°C und einen Salz­ge­halt von bis zu 3%. Empfohlen wird sie vor allem bei Erkrankungen der Atemwege und des Be­we­gungs­apparates. Es gibt ein großes Außenbecken (400m²), ein 200m² großes Therapiebecken mit Whirl­pool und ein Sportbecken, außerdem Sauna, Massagen, Wellness, ein Bademoden­geschäft und ein Bistro. Das Kurgebiet hat eine eigene Bushaltestelle (Bentheimer Mineral Therme). Im Haupt­ort sind das Bentheimer Schloss (mit seinem Schlosspark), das Sandstein­museum, das Kunst­muse­um am Herrenberg, diverse sakrale Gebäude und das Haus Westerhoff einen Blick wert. Eine kuli­narische Spezialität sind Bentheimer Moppen, ein Keksgebäck mit Kümmel. Einkaufs­möglich­keiten findet man vorwiegend in der Innenstadt und entlang der Reiner Straße. Vom Bahnhof Bad Bent­heim verkehren Züge nach Bielefeld, Neuenhaus und Hengelo (NL) und es halten Nacht- und Fern­züge auf der Strecke Amsterdam – Berlin (– Prag). Busse fahren nach Gronau und Herford, sowie in Orte der näheren Umgebung. Die Kur­taxe be­trägt €2.80 pro Tag und Person.