Das Hornbachtal zweigt bei Vorderhornbach aus dem Lechtal in einer Länge von 12 Kilometern nach Westen ab. Der Ort Hinterhornbach liegt etwa in der Mitte des Tales auf ca. 1100 Metern und wird von weniger als 100 Einwohnern bevölkert. Sehenswert sind die katholische Pfarrkirche von 1764, das zeitgleich erbaute Pfarrhaus (Widum), ein kleines Jagdmuseum und die vor dem Ort im Wald gelegene Sockkapelle. Unweit der Grenze zu Deutschland gelegen, hat der Ort eine Vergangenheit als Schmugglernest. Im Winter wird eine Rodelbahn präpariert. Es gibt mehrere Gasthöfe und diverse Ferienunterkünfte (hinterhornbach-lechtal.at), außerdem ein paar Handwerksbetriebe, aber keine Einkaufsmöglichkeiten. Bei der Kirche, am Bauhof, auf der Jochbachalm und an einigen Stellen im den Ort umgebenden Wald findet man Trinkbrunnen. Nach Hinterhornbach gelangt man mit dem Auto oder einem (leider recht teuren) Taxi (+4356346919). Einige Parkplätze im Ort sind kostenpflichtig. Die Kurtaxe beträgt €1.90 pro Tag und Person.
Der Snob-Blog
Der Blog zum eBook "Snob mit wenig Geld - Wie man sich auch mit geringen Finanzmitteln von der billigen Masse abgrenzt"
Samstag, 5. April 2025
Mittwoch, 2. April 2025
Ruheorte am Lech: Gramais
Vom Lechtal zweigt auf der Höhe von Häselgehr das Otterbachtal nach Süden ab. Nach etwa acht Kilometern erreicht man den Ort Gramais auf 1321 Metern, der mit ca. 40 Einwohnern die kleinste Gemeinde Österreichs darstellt. Sehenswert sind im Ort die katholische Pfarrkirche von 1831 im blumigen Nazarenerstil und das Heimatmuseum. Im Ort gibt es einen Bauernladen und einen Gasthof, sowie diverse Ferienwohnungen, die sich insgesamt zu 120 Gästebetten summieren (gramais-lechtal.at). Am Ortsrand existieren eine Badestelle am Otterbach und im Winter ein kleiner Skilift. Am gegenüberliegenden Ufer des Otterbaches befindet sich unweit des Roßkarbaches ein Picknickplatz. Eine besondere Attraktion bilden der Seminarraum und der 55 Quadratmeter große Turnsaal im Gemeindehaus. Beide Räume können gemietet werden und in ihnen werden gelegentlich Yoga-Retreats oder Konferenzen abgehalten. Es gibt dort auch eine öffentliche Toilette. Nach Gramais gelangt man ab Häselgehr mit dem Auto oder einem (leider recht teuren) Taxi (+4356346919). Einige Parkplätze im Ort sind kostenpflichtig. Die Kurtaxe beträgt €1.90 pro Tag und Person.
Sonntag, 30. März 2025
Ruheorte am Lech: Lechleiten
Das Dorf liegt auf ca. 1540 Meter, ist ein Teil der Gemeinde Steeg und hat etwa 67 Einwohner. Die Zufahrtsstraße zweigt unweit von Warth von der Lechtalstraße (Bushaltestelle) ab und windet sich etwas mehr als einen Kilometer den Hang hinauf. Im Dorf sollte man einen Blick auf die Ortskapelle St. Wendelin aus dem 16. Jahrhundert werfen. Am Ende des Dorfes liegt ein Parkplatz und nur wenige Meter weiter gelangt man zu einem Klettergarten mit einer Picknickbank. Der Ort ist auf ruhigen Tourismus ausgerichtet; es gibt diverse Übernachtungsmöglichkeiten und zwei Gasthöfe. Die Kurtaxe beträgt €1.90 pro Tag und Person. Aber unbezahlbar ist das Bergpanorama mit dem Blick auf den Ferienort Warth.
Donnerstag, 27. März 2025
Ruheorte am Lech: Die Hinterbockbachalpe
Über etwa 4.5km führt der asphaltierte Weg, dessen Befahren nur Anwohnern gestattet ist, oberhalb des Lechtales (lechtal-info.com) von der Lechtalstraße nach Westen. Er beginnt am Steeg Abzw. Bockbach / Krabach, wo sich ein Parkplatz und eine Bushaltestelle befinden, und windet sich mit mäßiger Steigung zunächst den Berg hinauf zur Bergsiedlung Birchetsgump mit der bewirtschafteten Postalm. Sehenswert ist hier das Almgebäude von 1794. In Birchetsgump muss man sich entscheiden, ob man auf dem Fahrweg bleibt oder den alten Bockbachweg nimmt, der als Wanderweg unterhalb des Fahrweges an einem Weiher vorbei verläuft. Beide Wege führen auf einer breiten, vorgelagerten Bergterrasse über blumenreiche Almwiesen und durch lichten Wald zur Bockbacher Almwirtschaft (1467m, bockbacheralm.at). Von dort wendet sich der Weg schließlich kurz nach Norden ins Hiermoos zur nur wenige hundert Meter entfernten Jausenstation zur Gamsvroni auf der Hinterbockbachalpe. Alternativ könnte man von der Bockbacher Almwirtschaft auch zur Alm Älpele (1791m) aufsteigen. Man sollte eine Picknickdecke mitnehmen, denn Sitzbänke gibt es auf dieser Tour leider nicht.
Montag, 24. März 2025
Ruheorte am Lech: Kaisers
Der Ort Kaisers (kaisers-lechtal.at) liegt auf 1518 Metern in einem ruhigen Seitental des Tiroler Lechtales, auf einer Felsnase hoch über dem Kaiserbach der bei Steeg in den Lech mündet, und ist mit 73 Einwohnern und einer Dichte von einem Einwohner pro Quadratkilometer die am Dünnsten besiedelte Gemeinde Österreichs. Sehenswert sind im Ort die katholische Kirche von 1851, der ehemalige Pfarrhof und das Edelweißhaus, Alpengasthof und Alphütte des Alpenvereins, mit einer Lechtaler Bauernstube von 1840. Es bestehen zwei Gastronomiebetriebe: Das Edelweißhaus und der Gasthof Vallugablick; daneben gibt es noch ein paar Ferienchalets. In dem Kaisers vorgelagerten Weiler Kienberg findet man außerdem den Gastbetrieb Alpenhof. Weiterhin ist die bewirtschaftete Kaiseralm einen Besuch wert, ebenso das Kaiserjochhaus, eine weitere Alpenvereinshütte auf 2310 Metern Höhe. Erwähnenswert ist überdies die Hängebrücke Kienberg über den Kaiserbach. Einkaufsmöglichkeiten findet man im Tal nicht, sondern nur im etwa 5km entfernten Steeg im Lechtal. Skibetrieb im Winter gibt es ebenfalls nicht, nur einen kleinen Übungslift am Dorfrand. Zwischen Kienberg und Kaisers zweigt die Straße ins Almajurtal ab und endet nach etwa 3km an einem Wanderparkplatz. Einen Blick wert ist überdies der Picknick- und Grillplatz Lechtaler Kraftplatz oberhalb des Dorfes beim Bichlhof und gelegen an einem Teich. Nach Kaisers gelangt man ab Steeg mit dem Auto oder einem (leider recht teuren) Taxi (+43 5633 5633). Die Kurtaxe beträgt €1.90 pro Tag und Person.
Freitag, 21. März 2025
Bad Camberg
Das Kneipp-Heilbad im Taunus hat seit 1927 seinen Status als Heilbad, aber erst in den letzten 20 Jahren wird Lehm als Heilerde eingesetzt (bad-camberg.de). Der Camberger Badearzt Prof. Dr. Peter Gündling (prof-guendling.de) hatte mit der unter seiner fachlichen Leitung stehenden Studie „Wirkung von Lehmpackungen auf Stauungsbeschwerden und Lebensqualität von Patienten mit chronisch venöser Insuffizienz“ im Jahre 2009 erstmals die medizinische Heilwirkung des Bad Camberger Lehms nachgewiesen. Der kühlende Lehm verengt die Blutgefäße und der Stoffwechsel im betroffenen Bereich verlangsamt sich. Entzündungen und Schwellungen gehen zurück und dadurch bedingte Schmerzen werden gebessert. Bleibt der Wickel weiterhin liegen, beginnen die Regulationsmechanismen des Organismus diesen “Kälteschock” auszugleichen. Dies geschieht, in dem sich die Gefäße wieder erweitern und das Gebiet wieder stärker durchblutet wird. Die Lehmauflage verhindert, dass die Wärme abstrahlt, es kommt zum Wärmestau. Die Wärme dringt somit in die Muskulatur und Gelenke ein und entfaltet dort eine heilende Tiefenwirkung.
Wo genau in Zukunft die Kuren verabreicht werden, nachdem die bisherigen Kurheime kürzlich geschlossen wurden, ist leider nicht ganz klar. Infrage kommen die Praxis des o.g. Badearztes, die Median Hohenfeld-Klinik (median-kliniken.de) oder die Fachklinik Medical Park (medicalpark.de). Beide Kliniken haben übrigens auch eine öffentlich zugängliche Cafeteria.
Besuchenswert ist auf jeden Fall der Kurpark (kurpark-bad-camberg.de), der auf einen Landschaftsgarten aus dem 18. Jahrhundert zurückgeht. Im Musikpavillon werden im Sommer jeden Sonntag Vormittags Kurkonzerte veranstaltet. Sehenswert sind im Ort diverse sakrale und profane Gebäude in der Altstadt um den Marktplatz, außerhalb des Hauptortes vor allem die Kreuzkapelle. Außerdem gibt es eine Kunstgalerie, das Stadtmuseum und die Stadtbücherei. Über das Jahr werden auch zahlreiche Veranstaltungen geboten, u.a. Freiluft-Kino und Kino im Kurhaus, sowie die Theater-Festspiele. Dazu kommen Tanz- und Musikveranstaltungen. Bad Camberg liegt an der Bahnstrecke Limburg – Frankfurt/M. Innerorts verkehren zwei Stadtbuslinien. Hotellerie ist in Bad Camberg erstaunlicherweise eher spärlich vorhanden. Ob und in welcher Höhe eine Kurtaxe verlangt wird, ist nicht in Erfahrung zu bringen.
Dienstag, 18. März 2025
Die Bad Bentheimer Mineraltherme
Das Kurgebiet der Stadt befindet sich etwa 3km nördlich des Hauptortes und besteht im wesentlichen aus dem Kurpark mit Kurhaus (kurhaus-bentheim.de), der Therme (bentheimer-mineraltherme.de), einem Wellness-Spa (naturespa.de) und einer Fachklinik (mit Kiosk und Café; fk-bentheim.de). Die Thermalsole in der Therme hat eine Temperatur von 29°C und einen Salzgehalt von bis zu 3%. Empfohlen wird sie vor allem bei Erkrankungen der Atemwege und des Bewegungsapparates. Es gibt ein großes Außenbecken (400m²), ein 200m² großes Therapiebecken mit Whirlpool und ein Sportbecken, außerdem Sauna, Massagen, Wellness, ein Bademodengeschäft und ein Bistro. Das Kurgebiet hat eine eigene Bushaltestelle (Bentheimer Mineral Therme). Im Hauptort sind das Bentheimer Schloss (mit seinem Schlosspark), das Sandsteinmuseum, das Kunstmuseum am Herrenberg, diverse sakrale Gebäude und das Haus Westerhoff einen Blick wert. Eine kulinarische Spezialität sind Bentheimer Moppen, ein Keksgebäck mit Kümmel. Einkaufsmöglichkeiten findet man vorwiegend in der Innenstadt und entlang der Reiner Straße. Vom Bahnhof Bad Bentheim verkehren Züge nach Bielefeld, Neuenhaus und Hengelo (NL) und es halten Nacht- und Fernzüge auf der Strecke Amsterdam – Berlin (– Prag). Busse fahren nach Gronau und Herford, sowie in Orte der näheren Umgebung. Die Kurtaxe beträgt €2.80 pro Tag und Person.