Montag, 5. Oktober 2020

Atemwegskur im Spätherbst

Die Corona-Panik hält die Welt in Atem und Reisen wird ein neues Abenteuer, muss man doch jederzeit damit rechnen einen Coronatest (auf eigene Kosten) machen zu müssen oder für bis zu zwei Wochen in Quarantäne zu landen. Dass der Virus immer noch nicht sicher nachweisbar ist und kaum jemand an ihm erkrankt, spielt dabei keine Rolle. Offenbar sind es die Politiker, die über die Bedrohungslage entscheiden, und nicht die Mediziner.

Man könnte folglich die Zeit bis zum nächsten Lockdown nutzen, um eine Atemwegskur in einem Heilstollen zu absolvieren (siehe zum Thema auch den Beitrag „Heilstollen für Snobs“). Prakti­scher­weise offerieren einige Heilstollen Pauschal­arrangements für Besucher: In Schmallenberg gibt es sechs Einfahrten für 99 Euro. Zimmer sind in der näheren Umgebung ab 310 Euro pro Woche zu haben (abela-heilstollen.info). Wer lieber ins thüringische Schmiedefeld fahren möchte, kann dort zwischen verschiedenen Arrangements wählen, z.B. drei Tage Kur im Heilstollen für 90 Euro plus Übernachtung in der Nähe ab 110 Euro (morassina.de).

Freitag, 2. Oktober 2020

Corona in Bonn

Die Coronamaßnahmen zehren auch an den Nerven eines Snobs, vor allem, weil von einer Pan­de­mie so gut wie nichts zu sehen ist. Nichtsdestotrotz kommt man kaum an den Reisebeschrän­kungen vorbei und ist daher gewillt selbst ungewöhnliche, aber erreichbare Reiseziele ins Auge zu fassen. Wie wäre es also mal mit Bonn? Die üblichen Sehenswürdigkeiten (Beethovenhaus, Münster, Poppelsdorfer Allee, Bundesviertel, div. Museen etc.) geben für Snobs nicht viel her. Vielleicht könnte man aber das Kunstmuseum, das Ägyptische Museum oder den Botanischen Garten besuchen.

Wer weiß wo er suchen muss, findet in Bonn ein paar erstaunlich gute Einkaufsmöglichkeiten. Die inhabergeführte Firma Feinkost Bauer im Ortsteil Poppelsdorf bietet seit 1981 ein umfang­reiches Sortiment an Delikatessen und internationalen Spezialitäten an (feinkost-bauer.de). Eine weitere gute Adresse ist Olaf & Olaf Delikatessen, ebenfalls in Poppelsdorf, an der Grenze zur Südstadt gelegen (olaf-olaf.de). Der Rasierer-Service Janßen in der Innenstadt ist die erste Adresse für Rasier­produkte, u.a. von Taylor of Old Bond Street, Proraso, Mühle und von Stahlwaren aus Solingen (elektro-rasierer.de). Nassrasuren und Bartpflege bietet Roberto am Stiftsplatz (barbiere-da-roberto.de). Selbst Maßkonfektionäre gibt es, u.a. Baron & Earl (baronandearl.com) und Kuhn (kuhn-masskonfektion.com). Und dann wäre da noch das Manufactum Warenhaus am Markt mit dem bekannten Sortiment.

Leider ist die Picknicksaison vorbei, aber ein herbsttauglicher Ausflug wäre die Fahrt mit der Stadt­bahn oder (noch bis Mitte Oktober) mit einem Fahrgastschiff nach Königswinter, mit der Drachenfelsbahn auf den Drachenfels und die Besichtigung von Schloss Drachenburg auf halber Höhe zum Gipfel. Eine beliebte Wande­rung wäre die vom Gipfel des Drachenfelses zum Milchhäuschen und zurück oder talwärts nach Königswinter. Man könnte übrigens sogar im Schloss Drachenburg wohnen.

Montag, 28. September 2020

Herbstkur in Bad Salzhausen

Die Reisemöglichkeiten sind in diesem Herbst coronabedingt bekanntermaßen eingeschränkt. Auslandsreisen sind kompliziert bis unmöglich. Es bleibt einem folglich nichts anderes übrig, als Ziele in der näheren Umgebung anzusteuern. Ein wenig bekannter Kurort ist Bad Salzhausen im hessischen Wetteraukreis. Gerade im Herbst ist der 52 Hektar große Kurpark mit seinen histori­schen Kurgebäuden besonders reizvoll und hervorragend zum Flanieren geeignet. An bestimmten Sonntagen (04.10. + 25.10.2020) findet im Park der traditionelle Bauernmarkt statt. Abends könnte man das Lumos Lichtspielhaus besuchen. Als Souvenir eignen sich die Produkte der ortseigenen Pflegeserie „Original Bad Salzhäuser“.

Siehe auch hier: http://dersnob-blog.blogspot.com/2017/09/bad-salzhausen-im-wetteraukreis-hessen.html

Freitag, 25. September 2020

Herbst in Innsbruck

In diesem Herbst ist alles anders. Corona macht Fernreisen unmöglich und selbst unmittelbare Nachbarstaaten können je nach Lage nur unter Auflagen besucht werden. Eines der wenigen Länder zu dem die Grenze noch offen ist, ist Österreich. Warum also nicht einmal in die Hauptstadt Tirols reisen, bevor der nächste Lockdown verkündet wird?

Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten (Goldenes Dachl, St. Jakobs Dom, Helbling­haus) verleiht vor allem die alte Residenz der Habsburger, die Innsbrucker Hofburg, der Stadt ein fast schon wieneri­sches Flair. Dazu passen das Palmenhaus im Hofgarten, das Café Central (central.co.at) und das Café Sacher (sacher.com). Einen Be­such wert ist auch die Markthalle (WLAN; markthalle-innsbruck.at).

An vielen Orten findet man gratis WLAN und gelegentlich auch kostenlose Gepäckschließ­fächer, u.a. in den Ein­kaufs­zentren Sillpark (sillpark.at) und Kaufhaus Tyrol (kaufhaus-tyrol.at). Handylade­stationen gibt es u.a. im Sillpark. Günstig einzukaufen sind Kaffee, In­län­der-Rum, Alkopops und (derzeit noch) pfand­freie Getränke. Körper­pflege­produkte (u.a. das Rasierwasser „Alt-Innsbruck“) findet man bei Stastny (stastny-buersten.at), eine Nassrasur erhält man u.a. im Men's Cut and Barber Salon in der Kai­ser­jägerstraße 1. Einen Umsonstladen Kost-nix gibt es in der Innstraße 45 (Info & Öffnungszeiten unter: catbull.com/kostnix).

Gratis Konzerte werden u.a. in der „Bäckereigeboten (diebaeckerei.at), kostenlose Souvenirpostkarten findet man im Seilbahn-Museum auf der Hun­ger­burg in der Talstation der Nordkettenbahnen und bei der Tirol Wer­bung, Maria There­sien­stras­se 55 bekommt man – wenn man höflich fragt – ein Tirol Poster ge­schenkt. Eine Liste der kostenlosen Trinkbrunnen findet man unter "Trinkbrunnen Innsbruck".

Innsbruck ist mit der Bahn, aber auch mit dem eigenen Auto gut zu er­reichen. Der Hbf. besitzt eine ÖBB-Lounge (Zugang mit ÖBB 1.Klasse Ticket). Wer ein Hotelzimmer benötigt, soll­te im Hotel Grauer Bär woh­nen und dort den Whirlpool auf dem Dach (mit Aussicht) be­su­chen, solange das Wetter es noch zulässt (grauer-baer.at).

Sonntag, 20. September 2020

Neues in Kürze

Weit außerhalb in einem für Snobs wenig fesselnden Distrikt gelegen, inmitten des Mainstreams, finden sich manchmal überraschend Dinge, die für Snobs interessant sind. Zum Beispiel die Parfümerie Lücke in Trier, in welcher es u.a. Produkte von Taylor of Old Bond Street, Ligne St. Barth und Omorovicza gibt.

Bacher & Bühler Handels GbR offerieren in Ihrem Solingen (Online-) Shop einen Champagner­säbel mit Deko­ständer. Dasselbe Modell findet man auch bei eKnives etwas preiswerter. Und ob­wohl Snobs ge­wöhn­lich weniger spektakuläre Öffnungsmethoden bevorzugen, wird der Gebrauch hier in Kürze erklärt.

In Viechtach am Rande des Bayerischen Waldes befindet sich der Barber Shop Platzhirsch. Das Seltsame: Er wird von einer Frau geführt. Aber warum nicht? Schließlich gibt es ja auch männliche Gynäkologen. Eine klassische Nassrasur kostet (inkl. Trinkgeld) €30; dazu wird wahlweise Kaffee, Bier oder Whiskey serviert.

Kosmetik - R. Neuner, ein kleines Familienunternehmen mit Sitz in Hall in Tirol, beschäftigt sich mit der Produktion traditioneller Hautpflegeprodukte. Rasurprodukte aus der Alt-Innsbruck Reihe erfreuen sich mittlerweile großer Aufmerksamkeit, aber noch sind sie exklusiv genug für Snobs. Alle Produkte können während der Öffnungszeiten vor Ort am Firmensitz in der Altstadt erworben werden.

Dienstag, 15. September 2020

Obernberg am Brenner

Wer die Brennerpaßstraße entlangfährt und in Gries nach Westen abbiegt, gelangt in eines der erstaunlich ruhigen Seitentäler des vom Brennerpaß beherrschten Wipptales, das Obernbergtal. Zunächst durchfährt man ein V-förmiges Kerbtal aber schon nach wenigen Kilometern weitet sich das Tal zu einer Art von Bergen umrahmten Hochebene. Tief im Talinneren befindet sich der Obernberger See, einer der schönsten Seen der Alpen und seit 1935 Naturdenkmal. Weitere Sehenswürdigkeiten in dem knapp 400 Einwohner zählenden, 8km langen Tal sind unter anderem die Pfarrkirche, die beiden Kapellen am See und im Innertal und die Frader Mühle. Für ruhesuchende Snobs gibt es kaum einen besseren Ort, der noch dazu verkehrsgünstig liegt und gut erreichbar ist. Ab dem Bahnhof Steinach am Brenner verkehrt der Bus Nr. 4145 via Gries in das Obernberger Tal (postbus.at).

Mehr zum Thema: http://dersnob-blog.blogspot.com/2020/05/ferienruhe-am-brenner.html

Donnerstag, 10. September 2020

Der Snob und sein Spazierstock

Die meisten Snobs nutzen gerne einen Spazierstock, signalisiert er doch eine gewisse Tradition - wenn es das richtige Modell ist. Für das Flanieren in der Stadt besonders geeignet sind edle Holz­stöcke mit einem metallenen Rundknauf oder metallenem Rundhaken. Als Grundmaterial kommt natürlich nur bearbeitetes Holz infrage; kein Kunststoff oder ähnliches. Auf dem Lande ist unbe­arbeitetes Holz ansehnlicher. Bei den Griffvarianten hat man vor allem die Wahl zwischen einem Holz­knauf und einen Rundhaken, aber auch eine Augsprosse kann einen interessanten Akzent setzen. Bei Wanderstöcken kann man auch der alten Tradition folgen und seinen Stock mit einigen wenigen Stockwappen zur Erinnerung an besonders schöne Wanderungen verzieren. Es sollten aber nicht zu viele sein. Auf lächerliche Zugaben, wie eine Klingel, Glocke oder Flaschen­halterung, sollte man verzichten. Und was man auf keinen Fall nutzen sollte, sind moderne Trekkingstöcke aus Metall; diese sind zu wenig authentisch.