Es ist ein modernes, familiengerechtes Freizeitbad mit Meerwasser-Wellenbad und damit nicht notwendigerweise snobtauglich (ahoi-cuxhaven.de). Das Brandungsbecken dürfte bei Kindern sehr beliebt sein, aber die Therme mit Sprudelliegen, Wasserfall, Schwallbrausen, Sprudelsitzbecken und Erholungsliegen mit Aussicht zur Nordsee scheint den Wünschen eines Snobs entgegen zu kommen. Das gilt wahrscheinlich auch für den Whirlpool und die speziellen Thalassokureinrichtungen, aber eher nicht für die Sauna und den Fitnessraum, denn Snobs meiden Orte, an denen gemeinsam transpiriert wird. Außerdem gibt es ein Restaurant (ebkens.de). Die Kurtaxe liegt in Cuxhaven bei maximal €3.80 pro Tag und Person, der Strandeintritt ohne Gästekarte kostet maximal €3.90 (nordseeheilbad-cuxhaven.de). Vom Bahnhof Cuxhaven (Züge nach Bremen und Hamburg) verkehren die Buslinien 1006 und 1007 zum Thalassozentrum.
Der Snob-Blog
Der Blog zum eBook "Snob mit wenig Geld - Wie man sich auch mit geringen Finanzmitteln von der billigen Masse abgrenzt"
Samstag, 7. März 2026
Sonntag, 1. März 2026
Asiatische Gärten
Japanische oder chinesische Gärten findet man in Europa erstaunlich oft, obwohl sie eher selten bekannt sind. Eigentlich sind sie mehr etwas für Yuppies, Neureiche oder andere Emporkömmlinge. Ein Snob lässt sich von ihnen jedenfalls nicht beeindrucken. Dennoch sollte auch ein Snob einen solchen Garten irgendwann einmal besucht haben. Vor allem die weniger Populären kommen dazu infrage. Die drei Unbekanntesten dürften wohl der japanische Garten in Bietigheim-Bissingen und die chinesischen Gärten in Mannheim und Bochum sein.
Unweit von Stuttgart und Ludwigsburg liegt der Doppelort Bietigheim-Bissingen im Tal der Enz. Bekannt ist er vor allem für den im Stil eines römischen Aquäduktes errichteten Eisenbahnviadukt, der das Wahrzeichen der Stadt bildet.Weitere Sehenswürdigkeiten stellen die Altstadt von Bietigheim sowie die Rommelsmühle und die spätgotische Kirche in Bissingen dar. Eine eher wenig bekannte Sehenswürdigkeit ist jedoch der japanische Garten, der zu Ehren von Erwin Bälz angelegt wurde, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts Leibarzt der japanischen Kaiserfamilie war und die moderne Medizin in Japan begründete. Zur Anlage gehören Steinlaternen, Haiku-Spruchsteine, eine Steinbrücke und ein knapp zwei Meter hoher Gedenkstein. Der Park liegt beim Zusammenfluss von Metter und Enz zwischen dem Park an der Metter und dem Overland Park, südlich der Innenstadt von Bietigheim und ca. 500 Meter vom Bahnhof Ellental entfernt.
Der chinesische Garten in Mannheim trägt den Namen Garten der vielen Ansichten und bildet einen Teil des Luisenparks (luisenpark.de). Das Teehaus wird gerne für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt, allen voran natürlich Teezeremonien. Der Großteil der verwendeten Materialien wurde aus China herangeschafft, außerdem wurde die Anlage von chinesischen Fachleuten unter Berücksichtigung der Fengshui-Lehre erstellt. Es gibt sogar eine Grotte in einem kleinen künstlichen Berg mit Wasserfall, außerdem Bambus, Schilfgras, Päonien und eine Kameliensammlung. Der chinesische Garten liegt unweit des Fernmeldeturms und ist von dessen Straßenbahnhaltestelle gut zu erreichen. Weitere Attraktionen im Luisenpark sind übrigens das Pinguingehege und der Muster-Bauernhof.
In Bochum bildet der chinesische Garten einen Teil des Botanischen Gartens, ist aber dennoch von einer eigenen Mauer umgeben. Angelegt wurde er im südchinesischen Stil von der Universität Shanghai, die Baumaterialien wurden aus China herbeitransportiert. Der Zugang erfolgt über Trittsteine durch ein Wasserbassin. Es gibt Pavillons, Pagoden, sehr viel Naturstein, einen Teich und einen kleinen Wasserfall. Der Garten befindet sich außerhalb der Stadt bei der Ruhruniversität. Der Haupteingang liegt in der Straße Im Lottental und hat eine eigene Bushaltestelle.
Dienstag, 20. Januar 2026
Die Burg Thurant bei Alken an der Mosel
Sie gehört zu den weniger bekannten Festungsanlagen, obwohl ihre Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht (thurant.de). Außerdem besitzt sie gleich zwei etwa 20 Meter hohe Bergfriede, was eher ungewöhnlich ist. Der Grund dafür ist, dass sie eine Doppelburg ist, die von den Erzbistümern Köln und Trier gemeinsam verwaltet wurde. Es gab je eine kölnische und eine trierische Burghälfte. Nach 1911 wurde die teilweise verfallene Anlage umfassend renoviert und kann heute besichtigt werden. Außerdem gibt es ein Ferienhaus für sechs Gäste.
Die Burg liegt oberhalb der Ortschaft Alken und wird über eine Zufahrtsstraße und mehrere Fußwege erreicht (alken.de). Nach Alken (Haltestelle Bachstraße) gelangt man mit dem Bus Linie 31 ab Koblenz Hbf. Von dort geht es etwa 800 Meter zu Fuß weiter. In Alken existiert eine gewisse, touristische Infrastruktur mit Gaststätten und Pensionen. An Einkaufsmöglichkeiten gibt es leider nur einen Supermarkt mit Bäckerei am südlichen Ortsrand. Die Kurtaxe beträgt €0.50 pro Tag und Person.
Freitag, 9. Januar 2026
Picknick im Flugzeug
Dass auf vielen Linienflügen Mahlzeiten serviert werden, ist ja nichts neues. Die Fluggesellschaft Adel Air (adel-air.de) bietet jedoch unter dem Schlagwort „Picknick im Blauen“ auch Rundflüge mit Picknick an. Der Flug dauert etwa 40 Minuten; gestartet und gelandet wird am Flugplatz Wolfhagen, zwischen Kassel und Bad Arolsen gelegen. Im Preis von €599 für zwei Personen ist das Picknick inbegriffen. Ob die Aktion snobtauglich ist, mag man jedoch bezweifeln.
Dienstag, 23. Dezember 2025
Bad Oeynhausen
Südlich des Kurparks von Bad Oeynhausen befindet sich die Bali Therme (balitherme.de). Das Wasser des „Gert-Michel-Sprudels“ füllt den Whirlpool im Kneipp Bereich (ca. 36°C) und das Kneipp Becken, die Thermalmineralsole „Alexander-von-Humboldt-Sprudel“ speist die übrigen Becken im Thermenbereich. Beide Quellen regen das Immunsystem an, lösen Verspannungen, aktivieren die Selbstheilungskräfte des Körpers und pflegen das Hautbild. Das Wasser im Eisenheilbecken wirkt vor allem gegen rheumatische Beschwerden. Es gibt außerdem einen Saunabereich, Massagen und ein Restaurant (nur für Badbesucher).
Der Kurpark von Bad Oeynhausen ist einer der renommiertesten Landschaftsparks Deutschlands. An seinem nordwestlichen Rand liegt die neoklassizistische Wandelhalle mit dem Heilwasserausschank. In der Halle können Besucher das Heilwasser aus dem Wittekind-Brunnen und der Thermal I Quelle trinken. Es gibt zwei Brunnennischen mit Zapfhähnen, sowie Gläser für den Gebrauch. Der Brunnenausschank ist kostenfrei. Außerdem befinden sich in der Wandelhalle ein Café und ein Ladengeschäft und es werden regelmäßig Kurkonzerte veranstaltet. Die Klinik am Rosengarten und die Gollwitzer-Meier-Klinik bieten überdies Cafeterien und Getränkeautomaten. Die dahinter liegende Median Klinik hat ein Restaurant. Der Kurpark liegt südlich der Innenstadt und nur wenige hundert Meter südlich des (Nord-) Bahnhofes. Ein weiterer Bahnhof befindet sich südlich des Kurparks, unweit der Bali-Therme. Neben der Bali Therme steht der Brunnen des Jordan Sprudels, der in den Sommermonaten stündlich eine bis zu 20 Meter hohe Fontäne erzeugen kann.
Bad Oeynhausen entstand im 19. Jahrhundert, nachdem bei einer Bohrung nach Salzvorkommen eine Thermalquelle getroffen wurde. Offizieller Gründungstag des Kurbades war der 1. Januar 1860 und das junge Kurbad wurde in der Folgezeit zu einem Bad der bürgerlichen Mittelschicht und des niederen Adels. Aufgrund seiner Geschichte besitzt der Ort keine alte Bausubstanz. Sehenswert sind jedoch praktisch alle Gebäude, die mit dem Kurbetrieb zusammenhängen (Kurarchitektur) und ein paar Denkmäler und Brunnen in der Innenstadt; in der Umgebung die diversen Kirchen, die Schoenen-Wassermühle und das Wasserschloss Ovelgönne. Neben dem Kurpark, sind auch die Parks der Umgebung einen Besuch wert, z.B. der Landschaftspark Siekertal, die Oeynhauser Schweiz, der Sielpark mit seinem Gradierwerk (öffentl. WC) und die Aqua Magica, ein Park dessen Mittelpunkt ein 18 Meter tiefer, begehbarer Wasserkrater ist, aus dem eine Wasserfontäne bis über den Kraterrand aufsteigt. Der Zugang zum Krater ist kostenpflichtig (aquamagica.de). Das östlich des Parks gelegene Klinikzentrum hat eine Cafeteria. Gastronomie, Hotellerie und Einkaufsmöglichkeiten sind im Ort ausreichend vorhanden. Massagen gibt es u.a. bei Siam Wellness (siam-wellness-bo.de).
Vom Bahnhof Bad Oeynhausen (Nord) fahren Regionalzüge nach Minden, Osnabrück, Bielefeld und Braunschweig; außerdem halten diverse Fernzüge, u.a. nach Köln, Dresden und Hannover. Vom Bahnhof Bad Oeynhausen Süd fahren Züge nach Herford und Hameln. Kostenlos parken kann man am Sielbad. Die Kurtaxe beträgt €2.80 pro Tag und Person (staatsbad-oeynhausen.de).
Donnerstag, 18. Dezember 2025
Bad Eilsen
Im Jahre 1794 fasste Gräfin Juliane zu Schaumburg-Lippe den Entschluss, Eilsen zum Kurbad zu machen. Sie kaufte in den folgenden Jahren 23 Morgen Land im Quellbereich und ließ die Quellen fassen. Nach ihrem frühen Tod 1799 wurde der Ausbau des Ortes zu einem Heilbad von ihrem Nachfolger fortgeführt. Prominente Besucher waren Franz Liszt, Clara Schumann (geb. Wieck), Hermann Löns, Richard Tauber und Gerhart Hauptmann. Bei den Quellen handelt es sich um schwefelwasserstoffhaltiges Heilwasser mit Anteilen von Kalzium und Magnesium. Zum Trinken ist es nicht geeignet. Heilwasser-Wannenbäder erhält man in der Bückeberg-Klinik (bueckeberg-klinik.de), unmittelbar am Kurpark, oder im Rehazentrum (rehazentrum-bad-eilsen.de), südlich des Parks gelegen. Der Kurpark ist mit einer ganzen Reihe von eingefassten Quellen gespickt und bietet darüber hinaus einen Minigolfplatz und Tennisplätze. Das Haus des Gastes liegt wenige Meter westlich vom Kurpark entfernt, direkt am Englischen Garten (mit Boule-Bahn). Im Haus befinden sich ein Restaurant, eine Bücherei mit Lesesaal, die Heimatstube und ein Internet-Anschluss. Massagen gibt es auch bei Dao-Rung-Thaimassage (dao-rung-thaimassage.de). Sehenswert sind im Ort die Kuranlagen mit dem Fürstenhof (1918 das schönste Hotel Europas, heute Reha-Zentrum), der historische Ortskern, der ehemalige Kleinbahn-Bahnhof, die Heimatstube und der alte Baumbestand im Kurpark und an den Alleen. Ein beliebtes Wanderziel ist der Idaturm (mit Gaststätte). Die Hotellerie besteht aus einem Hotel (landhaus-lahmann.de) und sieben Ferienwohnungen in Hauptort und weiteren Quartieren in der unmittelbaren Umgebung, Das gastronomische Angebot erstreckt sich auf etwa acht Betriebe und einen Kiosk. Zum Einkaufen gibt es einen Supermarkt am Rande der Innenstadt und zwei weitere am südlichen Ortsausgang (Netto und Edeka mit WLAN). Nach Bad Eilsen gelangt man mit dem Bus 2132 ab Bückeburg (Bf.) oder 2006 ab Rinteln (Bf.). Die Kurtaxe beträgt €2.20 pro Tag und Person (bad-eilsen.info).
Mittwoch, 10. Dezember 2025
Bad Kötzting
Die Stadt in der Oberpfalz ist seit 2006 Kneippheilbad, was ein Snob nicht weiter beachtet (bad-koetzting.de). Eine Heilquelle hat sie nicht. Zu Bad Kötzting gehören mehr als 50 Dörfer und Weiler. Im Hauptort liegt die Deutsche Klinik für Traditionelle Chinesische Medizin, die Universitätsklinik der Universität Peking ist. Außerdem gibt es drei Reha-Kliniken, eine Schule für Altenpflege, eine Spielbank und die „AQACUR“ Badewelt (kein Thermalwasser; aqacur.de). Letztere bietet ein Wellenfreibad, ein Thermarium mit mehreren Becken (u.a. Liegebecken, Sitzbecken, Heißbecken mit 36°C, Solebecken mit 2% Sole), Saunen, einen Wellness-Bereich (Heilerde- und Solebehandlungen, Massagen) und Kneipp-Therapien. Massagen erhält man auch in etwa einem Dutzend weiterer Massage- und Physiotherapiepraxen. Etwa 800 Meter von der Badewelt entfernt, befindet sich der Kurpark mit Kneipp-Anlage, Sitz-Pavillon, Theaterbühne, Kiosk, Toiletten und einem Rosengarten. Am Südrand, jenseits des Flusses Weißer Regen steht die Lindner Bräu Brauereischänke (es gibt eine Brücke). Die dahinterliegende Reha-Klinik hat eine Cafeteria. Nördlich des Kurparks liegt der Bahnhof. Sehenswert sind im Hauptort die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt und weitere sakrale Gebäude, die Wehranlagen, das Alte Rathaus mit seinem Glockenspiel, das Neue Rathaus von vor 1803, der Benediktinerbrunnen und der Pfingstreiterbrunnen. Bekannte Veranstaltungen sind die alljährliche, berittene Bittprozession zu Pfingsten (seit 1412), der sogar ein eigenes Museum gewidmet ist, und die Waldfestspiele (Theaterfestspiele). Einkaufsmöglichkeiten bietet der Ort zwar genügend, jedoch sind die Supermärkte an den Ortsrändern verstreut (der Netto hat WLAN, der Aldi eine Kundentoilette). Hotellerie und Gastronomie sind ausreichend vorhanden, am Platz vor St. Veit steht ein offenes Bücherregal. Vom Bahnhof Bad Kötzting fahren Züge nach Cham (Anschluss nach Schwandorf) und Lam. Die Kurtaxe beträgt €1.50 pro Tag und Person.