Südlich
des Kurparks von Bad Oeynhausen befindet sich die Bali Therme
(balitherme.de). Das Wasser des „Gert-Michel-Sprudels“
füllt den Whirlpool im Kneipp Bereich (ca. 36°C) und das Kneipp
Becken, die Thermalmineralsole „Alexander-von-Humboldt-Sprudel“
speist die übrigen Becken im Thermenbereich. Beide Quellen regen das
Immunsystem an, lösen Verspannungen, aktivieren die
Selbstheilungskräfte des Körpers und pflegen das Hautbild. Das
Wasser im Eisenheilbecken wirkt vor allem gegen
rheumatische Beschwerden. Es gibt außerdem einen Saunabereich,
Massagen und ein Restaurant (nur für Badbesucher).
Der
Kurpark von Bad Oeynhausen ist einer der renommiertesten
Landschaftsparks Deutschlands. An seinem nordwestlichen Rand liegt
die neoklassizistische Wandelhalle mit dem Heilwasserausschank.
In der Halle können Besucher das Heilwasser aus dem
Wittekind-Brunnen und der Thermal I Quelle trinken. Es
gibt zwei Brunnennischen mit Zapfhähnen, sowie Gläser für den
Gebrauch. Der Brunnenausschank ist kostenfrei. Außerdem befinden
sich in der Wandelhalle ein Café und ein Ladengeschäft
und es werden regelmäßig Kurkonzerte veranstaltet. Die Klinik am
Rosengarten und die Gollwitzer-Meier-Klinik bieten
überdies Cafeterien und Getränkeautomaten. Die dahinter liegende
Median Klinik hat ein Restaurant. Der Kurpark liegt südlich
der Innenstadt und nur wenige hundert Meter südlich des (Nord-)
Bahnhofes. Ein weiterer Bahnhof befindet sich südlich des Kurparks,
unweit der Bali-Therme. Neben der Bali Therme steht der Brunnen des
Jordan Sprudels, der in den Sommermonaten stündlich eine bis
zu 20 Meter hohe Fontäne erzeugen kann.
Bad
Oeynhausen entstand im 19. Jahrhundert, nachdem bei einer Bohrung
nach Salzvorkommen eine Thermalquelle getroffen wurde. Offizieller
Gründungstag des Kurbades war der 1. Januar 1860 und das junge
Kurbad wurde in der Folgezeit zu einem Bad der
bürgerlichen Mittelschicht und des niederen Adels. Aufgrund
seiner Geschichte besitzt der Ort keine alte Bausubstanz. Sehenswert
sind jedoch praktisch alle Gebäude, die mit dem Kurbetrieb
zusammenhängen (Kurarchitektur) und ein paar Denkmäler und Brunnen
in der Innenstadt; in der Umgebung die diversen Kirchen, die
Schoenen-Wassermühle und das Wasserschloss Ovelgönne.
Neben dem Kurpark, sind auch die Parks der Umgebung einen Besuch
wert, z.B. der Landschaftspark Siekertal, die Oeynhauser
Schweiz, der Sielpark mit seinem Gradierwerk
(öffentl. WC) und die Aqua Magica, ein Park dessen
Mittelpunkt ein 18 Meter tiefer, begehbarer Wasserkrater
ist, aus dem eine Wasserfontäne bis über den Kraterrand
aufsteigt. Der Zugang zum Krater ist kostenpflichtig (aquamagica.de).
Das östlich des Parks gelegene Klinikzentrum hat eine
Cafeteria. Gastronomie, Hotellerie und Einkaufsmöglichkeiten sind im
Ort ausreichend vorhanden.
Massagen gibt es u.a. bei Siam
Wellness
(siam-wellness-bo.de).
Vom Bahnhof Bad Oeynhausen
(Nord) fahren Regionalzüge nach Minden, Osnabrück, Bielefeld und
Braunschweig; außerdem halten diverse Fernzüge, u.a. nach Köln,
Dresden und Hannover. Vom Bahnhof Bad Oeynhausen Süd fahren
Züge nach Herford und Hameln. Kostenlos
parken kann man am Sielbad. Die Kurtaxe beträgt €2.80
pro Tag und Person (staatsbad-oeynhausen.de).