Dienstag, 20. Januar 2026

Die Burg Thurant bei Alken an der Mosel

Sie gehört zu den weniger bekannten Festungsanlagen, obwohl ihre Geschichte bis ins 12. Jahr­hun­dert zurückreicht (thurant.de). Außerdem besitzt sie gleich zwei etwa 20 Meter hohe Bergfriede, was eher ungewöhnlich ist. Der Grund dafür ist, dass sie eine Doppelburg ist, die von den Erz­bis­tü­mern Köln und Trier gemeinsam verwaltet wurde. Es gab je eine kölnische und eine trierische Burg­hälfte. Nach 1911 wurde die teilweise verfallene Anlage umfassend renoviert und kann heute be­sich­tigt werden. Außerdem gibt es ein Ferienhaus für sechs Gäste.

Die Burg liegt oberhalb der Ortschaft Alken und wird über eine Zufahrtsstraße und mehrere Fuß­we­ge erreicht (alken.de). Nach Alken (Haltestelle Bachstraße) gelangt man mit dem Bus Linie 31 ab Ko­blenz Hbf. Von dort geht es etwa 800 Meter zu Fuß weiter. In Alken existiert eine gewisse, touri­sti­sche Infra­struktur mit Gaststätten und Pensionen. An Einkaufsmöglichkeiten gibt es leider nur einen Supermarkt mit Bäckerei am südlichen Ortsrand. Die Kur­taxe be­trägt €0.50 pro Tag und Person.

Freitag, 9. Januar 2026

Picknick im Flugzeug

Dass auf vielen Linienflügen Mahlzeiten serviert werden, ist ja nichts neues. Die Flug­gesell­schaft Adel Air (adel-air.de) bietet jedoch unter dem Schlagwort „Picknick im Blauen“ auch Rundflüge mit Picknick an. Der Flug dauert etwa 40 Minuten; gestartet und gelandet wird am Flugplatz Wolfhagen, zwischen Kassel und Bad Arolsen gelegen. Im Preis von €599 für zwei Personen ist das Picknick inbegriffen. Ob die Aktion snob­tauglich ist, mag man jedoch bezweifeln.

Dienstag, 23. Dezember 2025

Bad Oeynhausen

Südlich des Kurparks von Bad Oeynhausen befindet sich die Bali Therme (balitherme.de). Das Wasser des „Gert-Michel-Sprudels“ füllt den Whirlpool im Kneipp Bereich (ca. 36°C) und das Kneipp Becken, die Thermalmineralsole „Alexander-von-Humboldt-Sprudel“ speist die übrigen Becken im Thermenbereich. Beide Quellen regen das Immunsystem an, lösen Verspannungen, akti­vieren die Selbstheilungskräfte des Körpers und pflegen das Hautbild. Das Wasser im Eisen­heil­becken wirkt vor allem gegen rheumatische Beschwerden. Es gibt außerdem einen Saunabereich, Massagen und ein Restaurant (nur für Badbesucher).

Der Kurpark von Bad Oeynhausen ist einer der renommiertesten Land­schafts­parks Deutsch­lands. An seinem nordwestlichen Rand liegt die neoklassizistische Wandelhalle mit dem Heilwasser­aus­schank. In der Halle können Besucher das Heilwasser aus dem Wittekind-Brunnen und der Thermal I Quelle trinken. Es gibt zwei Brunnennischen mit Zapfhähnen, sowie Gläser für den Gebrauch. Der Brunnenausschank ist kostenfrei. Außerdem befinden sich in der Wandelhalle ein Café und ein La­den­geschäft und es werden regelmäßig Kurkonzerte veranstaltet. Die Klinik am Rosengarten und die Goll­witzer-Meier-Klinik bieten überdies Cafeterien und Getränkeautomaten. Die dahinter lie­gen­de Median Klinik hat ein Restaurant. Der Kurpark liegt südlich der Innenstadt und nur wenige hundert Meter südlich des (Nord-) Bahnhofes. Ein weiterer Bahnhof befindet sich südlich des Kur­parks, unweit der Bali-Therme. Neben der Bali Therme steht der Brunnen des Jordan Sprudels, der in den Sommermonaten stündlich eine bis zu 20 Meter hohe Fontäne erzeugen kann.

Bad Oeynhausen entstand im 19. Jahrhundert, nachdem bei einer Bohrung nach Salz­vor­kommen eine Thermalquelle getroffen wurde. Offizieller Gründungstag des Kur­bades war der 1. Januar 1860 und das junge Kurbad wurde in der Folgezeit zu einem Bad der bürgerlichen Mittelschicht und des nie­deren Adels. Aufgrund seiner Geschichte besitzt der Ort keine alte Bausubstanz. Sehenswert sind jedoch praktisch alle Gebäude, die mit dem Kurbetrieb zusammenhängen (Kurarchitektur) und ein paar Denkmäler und Brunnen in der Innenstadt; in der Umgebung die diversen Kirchen, die Schoe­nen-Wassermühle und das Wasserschloss Ovelgönne. Neben dem Kurpark, sind auch die Parks der Umgebung einen Besuch wert, z.B. der Landschaftspark Siekertal, die Oeynhauser Schweiz, der Siel­park mit seinem Gradierwerk (öffentl. WC) und die Aqua Magica, ein Park dessen Mittelpunkt ein 18 Meter tiefer, begehbarer Wasserkrater ist, aus dem eine Wasserfontäne bis über den Krater­rand aufsteigt. Der Zugang zum Krater ist kostenpflichtig (aquamagica.de). Das östlich des Parks gelegene Klinik­zentrum hat eine Cafeteria. Gastronomie, Hotellerie und Einkaufsmöglichkeiten sind im Ort aus­reichend vorhanden. Massagen gibt es u.a. bei Siam Wellness (siam-wellness-bo.de).

Vom Bahnhof Bad Oeynhausen (Nord) fahren Regionalzüge nach Minden, Osnabrück, Bielefeld und Braunschweig; außerdem halten diverse Fernzüge, u.a. nach Köln, Dresden und Hannover. Vom Bahnhof Bad Oeynhausen Süd fahren Züge nach Herford und Hameln. Kostenlos parken kann man am Sielbad. Die Kur­taxe be­trägt €2.80 pro Tag und Person (staatsbad-oeynhausen.de).

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Bad Eilsen

Im Jahre 1794 fasste Gräfin Juliane zu Schaumburg-Lippe den Entschluss, Eilsen zum Kurbad zu machen. Sie kaufte in den folgenden Jahren 23 Morgen Land im Quellbereich und ließ die Quellen fassen. Nach ihrem frühen Tod 1799 wurde der Ausbau des Ortes zu einem Heilbad von ihrem Nach­folger fortgeführt. Prominente Besucher waren Franz Liszt, Clara Schumann (geb. Wieck), Her­mann Löns, Richard Tauber und Gerhart Haupt­mann. Bei den Quellen handelt es sich um schwe­fel­wasser­stoff­haltiges Heilwasser mit Anteilen von Kalzium und Magnesium. Zum Trinken ist es nicht geeignet. Heil­wasser-Wannenbäder erhält man in der Bückeberg-Klinik (bueckeberg-klinik.de), un­mittel­bar am Kurpark, oder im Rehazentrum (rehazentrum-bad-eilsen.de), südlich des Parks gelegen. Der Kurpark ist mit einer ganzen Reihe von eingefassten Quellen ge­spickt und bietet darüber hinaus einen Minigolfplatz und Tennisplätze. Das Haus des Gastes liegt wenige Meter west­lich vom Kur­park entfernt, direkt am Englischen Garten (mit Boule-Bahn). Im Haus befinden sich ein Restau­rant, eine Büche­rei mit Lese­saal, die Heimatstube und ein Internet-Anschluss. Mas­sagen gibt es auch bei Dao-Rung-Thai­massage (dao-rung-thaimassage.de). Sehens­wert sind im Ort die Kuranla­gen mit dem Fürstenhof (1918 das schönste Hotel Europas, heute Reha-Zentrum), der histo­rische Orts­kern, der ehemalige Kleinbahn-Bahnhof, die Heimatstube und der alte Baum­bestand im Kurpark und an den Alleen. Ein beliebtes Wanderziel ist der Idaturm (mit Gast­stätte). Die Hotel­lerie besteht aus einem Hotel (landhaus-lahmann.de) und sieben Ferien­woh­nun­gen in Hauptort und weiteren Quartieren in der unmittelbaren Umgebung, Das gastronomi­sche Angebot erstreckt sich auf etwa acht Betriebe und einen Kiosk. Zum Einkaufen gibt es einen Super­markt am Rande der Innenstadt und zwei weitere am südlichen Ortsausgang (Netto und Edeka mit WLAN). Nach Bad Eilsen gelangt man mit dem Bus 2132 ab Bückeburg (Bf.) oder 2006 ab Rinteln (Bf.). Die Kur­taxe be­trägt €2.20 pro Tag und Person (bad-eilsen.info).

Mittwoch, 10. Dezember 2025

Bad Kötzting

Die Stadt in der Oberpfalz ist seit 2006 Kneippheilbad, was ein Snob nicht weiter be­ach­tet (bad-koetzting.de). Eine Heil­quelle hat sie nicht. Zu Bad Kötzting gehören mehr als 50 Dörfer und Wei­ler. Im Hauptort liegt die Deutsche Klinik für Traditionelle Chi­ne­si­sche Medizin, die Universi­täts­klinik der Universi­tät Peking ist. Außerdem gibt es drei Reha-Kliniken, eine Schule für Alten­pflege, eine Spielbank und die „AQACUR“ Badewelt (kein Thermalwasser; aqacur.de). Letztere bietet ein Wellenfreibad, ein Ther­marium mit mehreren Becken (u.a. Liegebecken, Sitz­becken, Heißbecken mit 36°C, Solebecken mit 2% Sole), Saunen, einen Wellness-Bereich (Heilerde- und Sole­behand­lungen, Mas­sa­gen) und Kneipp-Therapien. Massagen erhält man auch in etwa einem Dutzend wei­terer Mas­sage- und Phy­sio­thera­pie­praxen. Etwa 800 Meter von der Badewelt entfernt, befindet sich der Kur­park mit Kneipp-Anla­ge, Sitz-Pavillon, Theaterbühne, Kiosk, Toiletten und einem Rosen­garten. Am Südrand, jen­seits des Flusses Weißer Regen steht die Lindner Bräu Braue­rei­schänke (es gibt eine Brücke). Die dahinter­lie­gen­de Reha-Klinik hat eine Cafeteria. Nördlich des Kurparks liegt der Bahn­hof. Sehenswert sind im Hauptort die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt und weitere sakrale Ge­bäude, die Wehr­anla­gen, das Alte Rathaus mit seinem Glockenspiel, das Neue Rathaus von vor 1803, der Benediktiner­brunnen und der Pfingstreiterbrunnen. Bekannte Veranstaltungen sind die all­jähr­liche, berittene Bitt­prozession zu Pfingsten (seit 1412), der sogar ein eigenes Muse­um gewid­met ist, und die Wald­fest­spiele (Theater­festspiele). Ein­kaufs­mög­lich­keiten bietet der Ort zwar genü­gend, jedoch sind die Supermärkte an den Orts­rändern ver­streut (der Netto hat WLAN, der Aldi eine Kunden­toilette). Hotellerie und Gastronomie sind aus­rei­chend vorhanden, am Platz vor St. Veit steht ein offenes Bücher­regal. Vom Bahnhof Bad Kötzting fahren Züge nach Cham (An­schluss nach Schwandorf) und Lam. Die Kur­taxe be­trägt €1.50 pro Tag und Person.

Freitag, 5. Dezember 2025

„Das Schäfer“ im Großen Walsertal

Das 4-Sterne-Superior-Hotel in Fontanella versteht sich als „Kräuterhotel“ - von Kräuter­duft über Kräuter­getränke bis zu Pflege­produkten auf Kräuter­basis sind Kräuter hier das große Thema (dasschaefer.at). Im sog. BergSpa dominieren daher Behand­lungen auf Kräuter­basis, wie z.B. die Signatur-Behandlung 7 Walser, wobei sich die Zahl „7“ auf diverse, spezielle Massage­griffe be­zieht. Bei den Kräutern kommen vor allem Öle aus Johannis­kraut, Latschen­kiefer, Wach­older und Ringel­blume zum Einsatz. Außer­dem gibt es im BergSpa ein Schwimm­becken, Sauna, Fitness­raum, Massagen und Kosmetik­behandlungen, ein Bistro und Ruhebereiche. Eine Heil­quelle existiert nicht und von Kosmetik­behand­lungen, Sauna und Fitness nimmt ein Snob selbst­ver­ständ­lich Abstand. Externe Besucher sind gerne gesehen. An­son­sten kann man natür­lich auch im Hause wohnen und auch die Küche ist zu em­pfehlen, selbst wenn das Preis­niveau gelegent­lich die Höhe der um­liegen­den Berge wider­spiegelt. Die Bus­halte­stelle Fonta­nella Dorf­zentrum liegt nur etwa 150 Meter vom Hotel entfernt. Die Linie 570 fährt nach Damüls und Thüringen. Von letzterem Ort verkehren Busse zu den Bahn­höfen von Ludesch und Bludenz. Nur wenige Kilo­meter vom Hotel entfernt gibt es übrigens eine fast vergessene Schwefel­quelle, um deren Wieder­eröffnung sich derzeit ein Verein bemüht (wassertal.at).

Mittwoch, 26. November 2025

Bad Liebenwerda

In der Stadt in der Niederlausitzer Heide werden seit 1904 Moorbäder zur Behandlung rheuma­ti­scher Leiden verabreicht. Seit dem 16. Januar 1925 trägt sie den Titel „Bad“. Nach der Wende von 1989 wurde das Moorbad zunächst gemäß dem Einigungsvertrag bis zum 1. Januar 1991 abge­wickelt. Nachdem Anfang 1991 jedoch die Altenheim- und Klinikgruppe Rolf Henning Mayer das ehemalige Moorbad über­nom­men hatte und eine neue Kurklinik im Zentrum von Bad Liebenwerda errichtete, wurde nun alles unter­nom­men, um den Status als Kurstadt zu behalten. Nach zwei be­fri­ste­ten Anerkennungen, bekam Bad Liebenwerda schließlich 2003 unbefristet den Titel Ort mit Pe­loid­betrieb (bad-liebenwerda.de). Der Kurbetrieb findet heute vor allem in der Median Fontana Klinik statt (median-kliniken). Die Moorbehandlungen sind nur mit ärztlicher Ver­schrei­bung erhält­lich und man kann in der Klinik Moor für die Anwendung zu Hause erwerben. Weitere Gesund­heits­betriebe sind die Psychotherapeutische Klinik, das Epikur Zentrum für Gesund­heit, ein medizi­ni­sches Ver­sor­gungs­zentrum (mvz-epikur.de), und die Bali-Salzgrotte (bali-salzgrotte.de), die über­dies spezi­el­le Mas­sa­ge­liegen anbietet. Das Wonnemar ist zwar ein Frei­zeit­bad, offeriert jedoch mit seinem Mi­ne­ral­fo­rum auch individuelle Bäder (wonnemar.de). Der Bereich hat drei Becken (Tha­las­so-, Mine­ral-, Kas­kadenbecken), zwei Ruhe­räu­me, ein Gradierwerk und ein Dampfbad. Eine Sauna, Mas­sa­gen und Wellness-Behandlungen be­kommt man auch. Für die Zu­kunft sind private Spa-Bereiche ge­plant. Die Gastronomie ist nur für Badbesucher zugänglich.

Sehens­wert sind im Ort die Stadtpfarrkirche St. Nikolai, die Herz-Jesu-Kirche, der historische Stadt­kern, eine kursächsische Postdistanzsäule, das Marionettenmuseum, das Na­toureum Maasdorf (Garten mit Modellbahn) und ein paar Denkmäler. Der Kurpark erstreckt sich entlang des Flusses Schwarze Elster zwischen der Fontana Klinik und der Dresdener Straße. In den Sommermonaten werden Sonntags in der Konzertmuschel im Kurpark Konzerte veranstaltet. Außerdem gibt es ein Restaurant (villa-nuova.de) und eine öffentliche Toilette. Süd­öst­lich vom Park liegen der Bus­bahn­hof (öffentl. WC), das Kurhaus (kurhaus-bad-liebenwerda.de) und das Wonnemar. Der Bahn­hof wird über eine Fluss­brücke erreicht. Davor liegt der Garten der Sinne. In der Innen­stadt findet man zahl­reiche kleinere Geschäfte, am Nord­ring stehen zwei Super­märkte und mehrere andere Lä­den. Gastro­nomie und Hotel­lerie sind vorhanden. Probieren sollte man un­bedingt das Lieben­wer­daer Mineral­wasser (mineralquellen.de). Die Touristen­infor­ma­tion bietet Gepäck­schließ­fächer, La­de­sta­tio­nen, regionale Zeitungen, WLAN und alles was man sonst von ihr er­war­tet. Die Kur­taxe be­trägt €1.50 pro Tag und Person. Vom Bahn­hof Bad Liebenwerda fahren Züge nach Leipzig, Hoyers­wer­da, Senftenberg und Falken­berg.