Die Stadt
im Emschertal am Rhein-Herne-Kanal besitzt mit der „LAGO
–Die Therme“
im Gysenberg Park eine der stärksten Solequellen in Deutschland mit
einem Salzgehalt von bis zu 7% (gysenberg.de). Warum also nicht
einmal ein (verlängertes) Kur-Wochenende im Ruhrgebiet verbringen?
Weitere mögliche Programmpunkte wären ein Theaterbesuch im Kleinen
Theater Herne
(theater-herne.de) oder ein Konzert der Herner
Symphoniker
(hernersymphoniker.de) oder des Salonensemble
Cantabile
(salonensemble.de). Wer
abends nicht ins Theater oder Konzert gehen möchte, könnte auch
eine romantische Mondscheinschiffstour auf dem Rhein-Herne-Kanal erwägen
(rent-a-guide.de/frame/tour/6473). Für
tagsüber bieten sich an: Eine Straßenbahnfahrt
mit der Linie 306 durch Wanne-Eickel nach Bochum (ev. zurück nach
Herne Hbf. mit U35; Einkaufstipp: Butlers in Bochum, Kortumstraße 93 verkauft metallene Pommesgabeln), ein Besuch der ehemaligen Abraumhalde
Hoheward,
die bei schönem Wetter auch zum Picknicken geeignet ist
(landschaftspark-hoheward.de), und auf jeden Fall die Besichtigung
der Bahnhofsgaststätte von Wanne-Eickel Hbf., in welcher der
Schauspieler Heinz Rühmann als Kind (vor 1913) seine ersten
Auftritte gehabt hat. Zum Speisen begebe man sich an eine der
zahlreichen, im Revier üblichen Pommesbuden.
Der Blog zum eBook "Snob mit wenig Geld - Wie man sich auch mit geringen Finanzmitteln von der billigen Masse abgrenzt"
Sonntag, 30. September 2018
Samstag, 29. September 2018
Die Ruinen von Poggioreale und Gibellina
Wer nach Besuchen in Charleroi und Lüttich immer noch Lust auf Verfallenes hat, könnte den Ruinen des Ortes Poggioreale auf Sizilien einen Besuch abstatten, die sich etwa 80km südwestlich von Palermo befinden. Der heutige, einige Kilometer weiter südlich gelegene Ort mit seinen ca. 1500 Einwohnern stammt aus den 1970er Jahren, nachdem der alte Ort, unterhalb des Monte Castellazzo, 1968 bei einem Erdbeben zerstört wurde. Die Geisterstadt ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Erreicht wird sie mit dem Automobil vom heutigen Ort aus über die SP27. Ins heutige Poggioreale gelangt man ab Palermo über die SS624.
Nicht weit von Poggioreale befindet sich die Ortschaft Gibellina, die ebenfalls durch das Erdbeben von 1968 zerstört und an anderer Stelle neu erbaut wurde. Die Ruinen des alten Ortes (120.000 Quadratmeter) sind unter einer 1,5 Meter dicken Schicht aus weißem Beton begraben. Lediglich die Straßen sind für Besucher begehbar. Es handelt sich dabei um den Cretto di Burri, ein Werk des Künstlers Alberto Burri: Die Verwandlung der Trümmer in ein Kunstwerk als angemessenes Denkmal für jene, die ihr Leben verloren hatten, und gleichzeitig als künstlerische Verbindung zwischen der alten und der neuen Stadt. Der Cretto di Burri liegt direkt zwischen der SS119 und der SP5.
Nicht weit von Poggioreale befindet sich die Ortschaft Gibellina, die ebenfalls durch das Erdbeben von 1968 zerstört und an anderer Stelle neu erbaut wurde. Die Ruinen des alten Ortes (120.000 Quadratmeter) sind unter einer 1,5 Meter dicken Schicht aus weißem Beton begraben. Lediglich die Straßen sind für Besucher begehbar. Es handelt sich dabei um den Cretto di Burri, ein Werk des Künstlers Alberto Burri: Die Verwandlung der Trümmer in ein Kunstwerk als angemessenes Denkmal für jene, die ihr Leben verloren hatten, und gleichzeitig als künstlerische Verbindung zwischen der alten und der neuen Stadt. Der Cretto di Burri liegt direkt zwischen der SS119 und der SP5.
Donnerstag, 27. September 2018
Postindustrielle Tristesse: Lüttich
Wer sich dem Reiz postindustriellen
Siechtums nicht entziehen kann, sollte neben Charleroi auch Lüttich
(franz. Liège, niederl. Luik) besuchen. Die Stadt an
der Maas besitzt einen gewaltigen Binnenhafen am Fluss (ca. 50km
lang) und wer am Flussufer entlang flaniert, bewegt sich zwischen
gewaltigen Schubverbänden und den das Ufer säumenden Plattenbauten
à la DDR. Vor allem die halben Schiffswracks am Quai de la
Dérivation bleiben in Erinnerung. Da Lüttich im engen Maastal
über eine weite Strecke an Hängen und Hügeln entlanggebaut wurde,
gibt es bedeutende Treppen und allerlei barockes Bauwerk zwischen
brüchigem Beton.
Eine in Lüttich übliche Gewohnheit ist das öffentliche Urinieren, sodass an manchen Tagen ein markanter Geruch durch die maroden Straßen weht, der sich hier und da mit dem Duft der maghrebinischen Metzgereien vermischt. In jedem Reiseführer erwähnte Sehenswürdigkeiten, wie die Kathedrale, der neue Bahnhof Guillemins oder die Montagne de Bueren (eine Treppe die von der Stadt zur Zitadelle Buerenberg führt), treten dabei in den Hintergrund und auch die zahlreichen (teils neu eingerichteten) Museen können das Image der Stadt kaum retten.
Das Viertel Outremeuse, zwischen dem rechten Maasufer und einem Seitenkanal der Maas eine Insel bildend, ist eher flach und einfach. Dort befinden sich die beiden (angeblich) belebtesten Straßen der Stadt, die Rue Puits-en-Sock und die Rue Surlet, sowie der Parc de la Boverie, der ebenfalls Anzeichen des Verfalls demonstriert. Auch hinter dem Kanal sind die Straßen genauso löchrig wie auf der anderen Flußseite und alte Bürgerhäuser wechseln sich ab mit Industriebrachen und das Araberviertel mit Klein-Vietnam.
Eine in Lüttich übliche Gewohnheit ist das öffentliche Urinieren, sodass an manchen Tagen ein markanter Geruch durch die maroden Straßen weht, der sich hier und da mit dem Duft der maghrebinischen Metzgereien vermischt. In jedem Reiseführer erwähnte Sehenswürdigkeiten, wie die Kathedrale, der neue Bahnhof Guillemins oder die Montagne de Bueren (eine Treppe die von der Stadt zur Zitadelle Buerenberg führt), treten dabei in den Hintergrund und auch die zahlreichen (teils neu eingerichteten) Museen können das Image der Stadt kaum retten.
Das Viertel Outremeuse, zwischen dem rechten Maasufer und einem Seitenkanal der Maas eine Insel bildend, ist eher flach und einfach. Dort befinden sich die beiden (angeblich) belebtesten Straßen der Stadt, die Rue Puits-en-Sock und die Rue Surlet, sowie der Parc de la Boverie, der ebenfalls Anzeichen des Verfalls demonstriert. Auch hinter dem Kanal sind die Straßen genauso löchrig wie auf der anderen Flußseite und alte Bürgerhäuser wechseln sich ab mit Industriebrachen und das Araberviertel mit Klein-Vietnam.
Weithin bekannt sind die Lütticher
Waffeln aus dickem, zuckersüßem und buttertriefendem Hefeteig;
eines der wenigen Produkte (neben Jupiler Bier), das nach dem
Niedergang von Kohle und Stahl noch in der Stadt hergestellt wird.
Man sollte sie unbedingt probieren, ebenso wie belgische Pommes
Frites (beste Friterie soll die Friterie du Perron in der Rue de Bex sein).
Einen Blick wert sind auch die spelunkenartigen Bistros am
Bahnhofsplatz – sowas sieht man heutzutage kaum noch!
Erstaunlicherweise bietet Lüttich aber sehr gute
Einkaufsmöglichkeiten, u.a. für Süßwaren, Kaffee, Tee, Bücher,
Wein und Käse.
Mittwoch, 26. September 2018
Das faltbare Käsemesser von Martinez Albainox
Der spanische Schneidwarenhersteller Martinez
Albainox ist außerhalb Spaniens nur wenigen bekannt. Dabei sind die
Messer von guter Qualität. Für den picknickliebenden Snob ist vor
allem das faltbare Käsemesser Nr. 19300, mit Holzgriff und 9cm
Edelstahlklinge, interessant. Das Messer ist u.a. bei Amazon
erhältlich.
Dienstag, 25. September 2018
Flaschentransportkoffer
Wer nach Skandinavien reist, wird mit
einem recht lästigen Problem konfrontiert: Dem der hohen
Schaumweinpreise und des eingeschränkten Angebotes. Schaumwein ist
in Skandinavien fast ausschließlich in staatlichen Läden erhältlich
(nur Dänemark macht da eine Ausnahme) und die Preise sind staatlich
festgesetzt und bis zu dreimal so hoch wie in anderen Ländern.
Außerdem ist das Angebot nur auf wenige Marken beschränkt. Dem Snob
bleibt da nichts anders übrig, als seinen eigenen Schaumwein
mitzubringen. Zu diesem Zweck gibt es im Fachhandel Transportkoffer
für Flaschen.
Die Königsklasse der derzeit
erhältlichen Flaschenkoffer stellt der 12-Flaschen-Weinkoffer von Fohringer dar. Leider ist auch der Preis königlich.
Ähnliche Modelle findet man bei VinGardeValise®, wo es seit 2016 eine eigene
Kofferserie für den Flaschentransport gibt. Wer jedoch nicht sehr oft nach
Skandinavien reist und daher nicht viel Geld für einen
Flaschenkoffer anlegen möchte, der könnte sein Glück mit dem
Karton-Koffer „Amarant“ für drei Flaschen von Uborn versuchen.
Dieser ist für unter sechs Euro erhältlich (plus Versand).
Montag, 24. September 2018
Beginn der Hummersaison in Schweden
Die Hummersaison an der
Westküste Schwedens beginnt alljährlich am vorletzten Montag im
September bzw. am ersten Montag nach dem 20. September um 7.00 Uhr,
dem so genannten Hummerpremierentag (dieser ist heute). Der erste Hummer ist natürlich
immer am teuersten, aber im Laufe der Saison, die bis Mitte April
dauert, sinken die Preise auf umgerechnet etwa € 30 pro Kilogramm.
Genossen werden kann der schwedische Hummer in zahlreichen
Restaurants entlang der Küste von Göteborg bis zur norwegischen
Grenze. In Göteborg selbst gibt es einen Ort, an welchem man Hummer
zu einigermaßen erschwinglichen Preisen erwerben kann: Die
Feskekörka (Fischkirche; feskekörka.se). Unweit des
Kanals der die Innenstadt umgibt liegt der Fischmarkt in der
Rosenlundsgatan in einem einer Kirche ähnlichen Gebäude (Strab-H.
Hagakyrkan, ca.
350m). Dort gibt es Fisch- und Schalentierstände, Restaurants
und Take Aways. Neben dem Westküsten-Hummer werden auch Garnelen,
Austern, Muscheln und Krebse feilgeboten. Den zum Hummer passenden
Schaumwein sollte man wegen der hohen Spirituosenpreise in Schweden
aber besser von zu Hause mitbringen.
Wer keine Meeresfrüchte
mag, wird sicher etwas passendes in der Stora Saluhallen am
Kungstorget finden (ca. 850m von der Feskekörka, Strab-H.
Kungsportsplatsen, ca. 160m). In Göteborgs größter
Markthalle aus dem Jahr 1889 mit ihren mehr als 40 Ständen und
Restaurants wird vornehmlich schwedische Hausmannskost geboten.
Ein Ausflug nach Göteborg lässt sich
ab Kiel sehr gut als Mini-Kreuzfahrt organisieren. Die Anreise nach
Göteborg erfolgt mit der Fähre Kiel – Göteborg, Kiel ab 18:45
Uhr, Göteborg an 09:15 Uhr am nächsten Tag. Die Fähre für die
Rückreise nach Kiel verlässt Göteborg um 18:45 Uhr und erreicht
die Ostseestadt am nächsten Morgen um 09:15 Uhr (stenaline.de). Der
Göteborger Fähranleger liegt an der Elof Lindälvs gata. Die
nächste Straßenbahnhaltestelle ist Jaegerdorffsplatsen, ca.
5 min. vom Terminal entfernt (beschildert). Sowohl die Feskekörka
als auch die Stora Saluhallen sind von der Haltestelle
Jaegerdorffsplatsen aus mit den Linien 1,3,5,6,9,10 zu
erreichen. In den Straßenbahnen befinden sich Automaten, an
denen mit Münzen oder Kreditkarte bezahlt werden kann. Außerdem
kann ein Mobiltelefon benutzt werden, um Fahrkarten zu kaufen.
Passendes Reisemitbringsel: Seife und Pflegeprodukte des
schwedischen Hoflieferanten Victoria of Sweden
(victoriasoap.se).
Esstechnik (ein Snob kennt sie selbstverständlich - alle anderen sollten jetzt weiterlesen): Schützen Sie sich
mit einer Hummerserviette vor Spritzern. Als Werkzeug brauchen Sie
eine Hummerzange, eine Hummergabel, einen Abfallteller und eine
Fingerschale. Nehmen Sie das Schalentier in die Hand und drehen sie
mit der anderen Hand den Schwanz ab. Das leckere Fleisch steckt in
den Beinen, den Scheren und dem Schwanz. Den Körper entsorgen Sie
auf dem Abfallteller. Knacken Sie die Scheren mit der
Hummerzange und ziehen Sie das Fleisch mit der Hummergabel
heraus. Halten Sie die Hummergabel dazu in der einen Hand, die
Hummerteile in der anderen. Der Griff der Gabel ist löffelartig, so
können Sie das Fleisch aus der Schale kratzen. Die kleinen Teile der
Scheren können sie einfach mit der Hand öffnen. Drehen Sie auch die
Greifer ab und entfernen Sie das Fleisch mit der Gabel. Brechen Sie
dann die Beine an den Gelenken. Hierfür können Sie getrost Ihre
Finger benutzen. Das Fleisch lässt sich mit der Hummergabel ganz
einfach entfernen, es ist aber auch gestattet, das Bein auszusaugen.
Den Hummerschwanz isst man allerdings nicht aus der Hand. Hierfür
werden ganz klassisch Messer und Gabel verwendet.
Samstag, 22. September 2018
Der nahende Herbst
Der Herbst ist die ideale Jahreszeit,
um prachtvolle Barockschlösser und andere Barockbauwerke zu
besichtigen (z.B. das wenig bekannte Schloss Bruchsal) oder in einem
herbstlich bunten Weinberg oder einem ebenso herbstlich bunten Wald zu flanieren. Auch wäre eine Wanderung im jahreszeitlich buntgefärbten Bayerischen Wald (Großer Arber) sehr angenehm oder ein
Spaziergang in einem ebensolchen (Stadt-) Park.
Die Herbstabende verbringt man am
besten in einem mit Jagdtrophäen geschmückten Kaminzimmer
eines noblen Herrenhauses oder in einem halbverfallenen Schloss mit
Blick aufs Wasser, bei einer Tasse Tee und einem Haselnusslikör. Wer möchte, kann die Atmosphäre mit einer Duftkerze verfeinern: Bei maennerkerzen.de gibt es jetzt die neue Duftnote "Rum". Als
persönliches Duftwasser trägt man „Alt-Innsbruck“; einen besseren
Herbstduft gibt es nirgends. Zur Lektüre empfehlen sich Biographien
historischer Persönlichkeiten oder Lyrik, insbesondere Sonette von
William Shakespeare. Chansons oder gregorianische Choräle eignen
sich zur musikalischen Untermalung. Auch der Besuch einer Vernissage
oder einer Dichterlesung wäre jetzt sehr schicklich.
Der November
wäre dann der ideale Monat, um Vorträge, Lesungen und Programmkinos
zu besuchen, denn der Herbst ist im November schon so gut wie vorbei,
aber für den Wintersport ist es noch zu früh. In den
Varietétheatern beginnt im Herbst die winterliche Spielsaison, u.a.
am 27.09. in Bensheim (varietepegasus.de) und am 16.10. in Hamburg
(hansa-theater.de). Warum also nicht mal wieder ins Varieté gehen?
In der Semper Oper premieren diesen Herbst „Moses und Aron“
von Arnold Schönberg, das Ballet „Labyrinth“ und „Ariadne
auf Naxos“; ansonsten wären noch Mozarts „Die Entführung
aus dem Serail“ oder „Die Zauberflöte“ einen Blick
wert (semperoper.de).
Wer verreisen möchte, könnte eine
Thermalkur absolvieren oder einen Einkaufstrip nach London,
Kopenhagen oder Zürich erwägen (Weihnachtsgeschenke kann man gar
nicht früh genug besorgen und Selfridges hat – wie jedes Jahr –
schon im August mit dem Weihnachtsverkauf begonnen). Auch ein Kurzbesuch in Paris wäre
jetzt passend (trotz des dort herrschenden Kampfes gegen den Terror).
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