Das Bad hat drei Innen- und Außenbecken mit 33°C warmem mineralreichen Heilwasser und einer Salzkonzentration von etwa 1,5 %. Darüber hinaus gibt es einen großen Süßwasserpool und großzügige Ruhezonen im Innen- und Außenbereich (crucenia-thermen.de). Das Heilwasser wird aus einer 500 Meter tiefen Quelle gewonnen und aus dem Salinental in das Thermalbad befördert. Außerdem verfügt das Bad über eine Infrarotkabine und eine Wassermassageliege, und Geburtstagskinder haben freien Eintritt. Neben dem Bad befinden sich eine Salzgrotte, der Inhalationspark, die Touristeninformation (bad-kreuznach-tourist.de) und zwei gehobene Hotels. Das Bäderhaus (baederhaus.de) gegenüber bietet mehrere Saunen und Dampfbäder, Wellness, Massagen und ein Bistro – leider nur als Komplettpaket, d.h. Massagen und Wellness gibt es nur bei einem Saunabesuch. Am südöstlichen Rand des Kurviertels liegt jedoch eine Kosmetikpraxis, wo man ebenfalls Massagen erhalten kann (kurpark-kosmetik-wellness.de). Der Kurpark erstreckt sich zu beiden Seiten der Nahe, verbunden durch eine Brücke auf Höhe des Thermalbades. Von Mai bis September finden im Park Kurkonzerte statt. Das Kurviertel ist vom Bahnhof Bad Kreuznach aus mit dem Bus Linie 210 erreichbar. Das Salinenbad (salinenbad.de) liegt auf dem linken Naheufer und am südlichen Ortsrand. Trotz des nach „Salz“ klingenden Namens, sind seine Becken mit gewöhnlichem Wasser gefüllt. Der Name weist lediglich auf die geografische Lage im Salinenpark neben dem Freiluft-Inhalatorium hin. Sehenswert sind im Ort die Brückenhäuser auf der alten Nahebrücke, die Kirchen im Hauptort, das Pariser Viertel und die Kurarchitektur, und in der Umgebung einige Burgen und Felsformationen. Gastronomie, Hotellerie und Einkaufsmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden. In der Bad Kreuznacher Innenstadt gibt es kostenloses WLAN (max. Nutzung 30min.). Vom Bahnhof Bad Kreuznach fahren Züge nach Frankfurt/M., Kaiserslautern, Saarbrücken, Bingen und Mainz. Die Kurtaxe beträgt €3.50 pro Tag und Person.
Der Blog zum eBook "Snob mit wenig Geld - Wie man sich auch mit geringen Finanzmitteln von der billigen Masse abgrenzt"
Montag, 27. Oktober 2025
Sonntag, 26. Oktober 2025
Mini-Kreuzfahrten zwischen Rostock und Gedser
Ab 1. Januar 2026 bietet die Fährgesellschaft Scandlines eine 4-stündige Mini-Kreuzfahrt auf der Rostock-Gedser-Fähre an. Das Sail&Dine Fußgänger-Ticket gibt es ab €40 im Fährcenter des Rostocker Hafens bis spätestens 30 Minuten vor der geplanten Abfahrt oder telefonisch beim Kundenservice für die Abfahrten um 11:15, 13:30 und 15:45 Uhr. Im Preis inbegriffen ist das Scandlines Kitchen Buffet mit Meerblick. Ein Landgang in Dänemark ist nicht vorgesehen. Eventuell kann auch ein Blick in den Bordladen interessant sein, vor allem bei skandinavischen Süßwaren und pfandfreien Getränken. Außerdem gibt es an Bord und im Hafen gratis WLAN.
Sonntag, 12. Oktober 2025
Bad Grönenbach
Die Marktgemeinde ist als Kneippkurort staatlich anerkannt (was ein Snob ignoriert) und befindet sich zwischen den Städten Memmingen im Norden und Kempten im Süden (bad-groenenbach.de). Etwas östlich verläuft die A7. Eine Heilquelle existiert nicht. Der Kurpark (mit Kneipp-Becken und Boule-Bahn) befindet sich südöstlich der Innenstadt; an seinem Rand liegt ein Restaurant/Café (kurcafe.net), und die VAMED-Rehaklinik dahinter hat eine Cafeteria. Sehenswert sind im Ort das Hohe Schloss (Schlosspark mit Weiher unterhalb), das Untere Schloss, die sakralen Ortsgebäude und ein paar Wohn- und Bauernhäuser im Ortskern. Im Ortsteil Klevers besteht ein Kurheim und Wellness-Hotel-Resort mit zahlreichen Anwendungsangeboten und einem Badesee (badclevers.de). Das Hotel Allgäu Resort (allgaeu-resort.de) im Hauptort verfügt über einen Wellnessbereich mit Schwimmbad (kein Thermalwasser!), Whirlpool, Sauna, Massagen, Wannenbädern und Moorpackungen. Massagen erhält man ebenfalls bei Liselotte Braun (liselotte-braun.de) oder Surin Thai-Wellness-Massage (surin-massage.de). Hotellerie, Gastronomie, Dienstleister und Einkaufsmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden; es gibt mindestens drei Supermärkte (Netto und Edeka haben WLAN, der Feneberg eine Heiße Theke), außerdem eine Bücherei. Am Marktplatz besteht eine öffentliche Toilette. Gratis WLAN gibt es am Marktplatz und vor dem Postsaal. Der Bahnhof Bad Grönenbach liegt etwa 3km außerhalb des Hauptortes an der Strecke Memmingen - Kempten. Eine Busverbindung der Linie 931 zum Ort besteht nur zu gewissen Zeiten. Vom Bahnhof fahren Züge nach Ulm und Sonthofen. Des weiteren verkehrt der Bus Linie 965 von Memmingen ZOB über Klevers und Bad Grönenbach, Marktstraße zur VAMED-Rehaklinik, Bad Grönenbach. Die Kurtaxe beträgt €1 pro Tag und Person.
Dienstag, 7. Oktober 2025
Bad Endorf
Das Heilwasser welches die Chiemgau-Thermen füllt, ist ein Natriumchlorid-Hydrogencarbonat-Wasser mit teilweise recht hohem Jodgehalt und bis zu 35°C (chiemgau-thermen.de). Heilanzeigen liegen vor bei Stress und Erkrankungen des Bewegungsapparates. Das Innenbecken verfügt u.a. über Sprudelliegen, Sprudelsitze und Massagedüsen. Ein Außenbecken mit Massagedüsen gibt es auch, außerdem ein Sportbecken, einen Whirlpool, einen Strömungskanal und ein Kneipp-Becken. Dazu kommen eine Sauna, Ruhebereiche, Solarium, Salzgrotte, Wellness-Bereich, Massagen, Thermen-Boutique, Gastronomie und ein Thermen-Hotel. Südlich der Thermen liegt der Kurpark mit einer Kneipp-Anlage, einer Kapelle und einer Orangerie. Sehenswert sind im Ort die Pfarrkirche St. Jakobus und diverse historische Häuser entlang der Bahnhofstraße / Kirchplatz / Wasserburger Straße und am Wendelsteinweg, außerorts die Seen und Schloss Hartmannsberg. Diverse Wanderwege tangieren den Ort, der von zahlreichen Naturschutzgebieten umgeben ist. Hotellerie, Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten sind vorhanden (der Edeka hat WLAN); es gibt sogar ein (Programm-) Kino (marias-kino.de) und eine Theatergesellschaft. Vom Bahnhof Bad Endorf verkehren Züge nach München, Rosenheim und Salzburg. Es halten auch ein paar wenige Fernverkehrszüge. Auf der Zweigstrecke nach Obing wird ein Museumsverkehr betrieben. Die Kurtaxe beträgt €1.50 pro Tag und Person.
Montag, 29. September 2025
Der Sinn von Kneippkuren
Die Kneipp-Therapie ist ein nach dem Pfarrer Sebastian Kneipp benanntes Behandlungsverfahren, das Wasseranwendungen, Pflanzenwirkstoffe, Bewegungs- und Ernährungsempfehlungen umfasst. Im Dezember 2015 wurde das Kneippen von der BRD-Kultusministerkonferenz als Kulturform in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Zentrales Element sind Hydrotherapien mit kaltem (oder heißem) Wasser, vor allem das sog. Wassertreten, auch Kneippen genannt. In zahlreichen Orten, insbesondere in Kneipp-Heilbädern, sind Kneipp-Anlagen in Form von Wassertretbecken eingerichtet worden, vor allem in Kurparks. Unter gewissen Umständen und nach Erfüllung eines Anforderungskatalogs ist es Ferienorten mit Kneipp-Kurbetrieb sogar möglich, den Titel „Bad“ zu erwerben, auch dann, wenn sie keine Heilquelle haben.
Das erste Problem bei der Kneipp-Therapie ist, dass eine Wirksamkeit nicht belegt ist. Es gibt leider keine zuverlässige Studie, die eine Heilwirkung bestätigen oder widerlegen könnte, weil praktisch alle bisher dazu ausgearbeiteten Studien fehlerhaft sind. Bestätigt ist nur, dass Kneippkuren verschiedene Beschwerden lindern können.
Das zweite Problem besteht darin, dass die elementaren Bestandteile einer Kneippkur auch außerhalb eines Kuraufenthalts selbständig durchgeführt werden können, vor allem das Wassertreten. Man benötigt dazu nicht mehr als eine Badewanne oder einen Waschzuber. Alternativ kann man auch einen natürlichen Bachlauf oder ein seichtes Seeufer aufsuchen. Es gibt also keinen Grund extra in ein Kneipp-Heilbad zu fahren. Und exklusiv ist eine Kneippkur schon gar nicht. Das gilt schon deshalb, weil sie de facto nun mal überall und ortsunabhängig durchgeführt werden kann.
Das dritte Problem ist, dass die Möglichkeit für Ferienorte den Titel „Bad“ zu erwerben ohne eine Heilquelle besitzen zu müssen, auf lange Sicht zu einer Inflation von „Bädern“ ohne Quelle führen wird. Es wird dann immer schwieriger für einen Snob werden, die Pseudo-Heilbäder von den richtigen Heilbädern mit Quelle zu unterscheiden.
Nichtsdestotrotz sollte ein Snob auf keinen Fall von der Direktive abweichen: Ein Heilbad ist ein Ort mit einer Heilquelle und Kurbetrieb. Alles andere sind Ferienorte. Egal, wie sie heißen mögen.
Sonntag, 21. September 2025
Kur- und Ferienorte für Snobs
Luftkurort, Heilklimatischer Kurort, Kneipp-Heilbad – die Liste der Qualitätsprädikate für Urlaubsorte ist schier endlos. Für Snobs gibt es jedoch nur zwei Ferienortstypen: Solche mit Heilquelle und Kurbetrieb und solche ohne. Siedlungen mit Heilquelle und Kurbetrieb sind Heilbäder. Alle anderen Ortschaften sind einfach nur Ferienorte. Anstelle einer Heilquelle mag man vielleicht noch ein Heilerdevorkommen akzeptieren, wie z.B. bei Moorheilbädern, aber mehr geht nicht. Es gibt auch Orte mit mehreren Heilquellen, von denen manche nur zum Trinken, einige nur zum Baden und andere zu beidem geeignet sind.
Adjektive, die einen snobtauglichen Urlaubsort (Heilbad oder Ferienort) charakterisieren, wären pittoresk, authentisch und traditionell, d.h. es sollte sich um eine malerische, altehrwürdige Siedlung mit ursprünglicher Atmosphäre und möglichst originaler Bausubstanz handeln (optimal wären traditionelle Bauernarchitektur oder Belle Époque), die auf ihre Art etwas besonderes darstellt. Ansiedlungen mit einer Heilquelle sind eindeutig im Vorteil, denn Snobs lieben Heilbäder. Der ideale Urlaubsort für einen Snob (mit oder ohne Budget) wäre demnach also ein Heilbad mit Thermalbad, in welchem er (oder sie) in einer rustikalen, authentischen und preiswerten Pension (mit WLAN) Quartier bezieht. Gibt es auch noch einen Golfplatz – um so besser.
In zahlreichen Heilbädern und Ferienorten werden - meist in Hotels – Wellness-Leistungen angeboten, für die sich neuerdings der Begriff „Spa(-Bereich)“ eingebürgert hat. Gemeint sind damit solche Kur- und Körperanwendungen und -einrichtungen, die nicht an eine Heilquelle gebunden sind und ortsunabhängig erbracht werden können. Dazu gehören ein (Hotel-) Schwimmbad mit gewöhnlichem (Leitungs-) Wasser, Sauna, Massagen, Wellness- und Kosmetikbehandlungen. Manchmal gibt es zusätzlich einen Fitnessraum, Wannenbäder, einen Whirlpool oder eine Infrarotkabine, seltener auch eine Salzgrotte.
Snobs vermeiden Orte und Plätze, an denen man gemeinsam transpiriert, also u.a. Saunen und Fitnessräume. Ein gewöhnliches Schwimmbad besitzt keine Heilwirkung, weshalb ein Snob dieses nur aufsucht, wenn er einfach nur schwimmen möchte. In diesem Falle ist ein Hotelschwimmbad natürlich besser, als ein öffentliches Bad. Wellness- und Kosmetikbehandlungen sind ebenfalls etwas, worum Snobs einen großen Bogen machen, denn wer – außer Schicki-Mickis - braucht schon Honig-Peelings, Kokos-Minze-Ganzkörperpackungen oder Kleopatra-Wannenbäder? Was bleibt sind klassische Massagen und der Whirlpool. Diese könnte man eventuell um medizinische Körperpflege ergänzen, wie z.B. Fußpflege, die allerdings nicht so häufig angeboten wird. Auch die Nutzung einer Infrarotkabine oder Salzgrotte aus medizinischen Gründen ist akzeptabel.
Übrigens ist es egal, ob ein Heilbad als Kurbad, Kurort oder sonstwie bezeichnet wird. Analog gilt das für Ferienorte, die Fremdenverkehrsorte, Fremdenverkehrsgemeinden, Urlaubsorte oder wie auch immer genannt werden. Wichtig ist immer die Unterscheidung, ob der Ort eine Heilquelle mit Kurbetrieb hat oder nicht.
Samstag, 13. September 2025
Der Heilstollen im sauerländischen Marsberg
Der Stollen (seelenoase-obermarsberg.de) ist ein Teil des Besucherbergwerks Kilianstollen (kilianstollen.de). Seine (Wieder-) Eröffnung im Jahre 2013 geht auf die Privatinitiative seiner Betreiberin zurück. Geboten werden Atemtherapie, Klangkonzerte, Meditationen, Autogenes Training und Gesundheitsprävention. Gekurt werden vor allem Atemwegserkrankungen, aber auch Stressbewältigung und Entspannung. Bei einer Lufttemperatur von ca. 10°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 98% ist die Atemluft nahezu staub- und allergenfrei. Neben dem Stollen befindet sich die LWL-Klinik, die in Haus 07 ein öffentlich zugängliches Café hat. Direkt vor der Tür des Stollens liegt die Bushaltestelle Marsberg, Mühlenstraße. Die Linie 495 fährt stündlich und die Linie 497 sporadisch zum Bahnhof Marsberg. Von dort fahren Züge nach Meschede (über Brilon-Wald und Olsberg) und Warburg (Westf.). Es gibt auch Busverbindungen nach Brilon, Bad Arolsen und innerhalb des Ortes. Sehenswert sind in Marsberg die zahlreichen sakralen Bauten und der ehemalige Klosterbereich, diverse Fachwerkhäuser und das Rathaus, sowie in der Umgebung u.a. der Bilsteinturm, die Kalkhöhle und der Hagedorn (tourismus-marsberg.de). Die Hotellerie ist eher dürftig aufgestellt, aber Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden. In Bahnhofsnähe liegen mehrere Supermärkte (der Rewe hat WLAN und eine Heiße Theke). Eine Kurtaxe wird derzeit nicht erhoben.