Dienstag, 7. Mai 2019

Die Wasserburg-Ruine Hardtburg im Rheinland

Das Rheinland ist bekannt für seine Wasserburgen. Die meisten sind gut erhalten und werden auch heute noch genutzt, meist für Wohnzwecke. Es gibt allerdings (wenn auch sehr selten) die eine oder andere Burgruine.
Am nördlichen Rand der Eifel befindet sich die Ruine der Hardtburg im Euskirchener Stadtteil Stotzheim. Die Kernburg ist bereits seit dem 18. Jahrhundert ruinös, die größten Teile der Burg­mauer und die Vorburg, in der sich heute eine staatliche Revierförsterei befindet, sind aber sehr gut erhalten. Seit 1965 wird die Burg instand gehalten. Sie ist frei zugänglich, der Bergfried ist aber nur zu bestimmten Zeiten geöffnet (Herbst und Winter), die sich nach den Brutzeiten der dort nistenden Vögel richten. Urkundlich erwähnt wird die Hardtburg erstmals 1166. Sie befindet sich mitten im Hardtwald südlich von Stotzheim. Die Zufahrt mit dem Auto ist mit Genehmigung möglich. Am Nordufer des Burggrabens findet man eine Picknickbank und etwas weiter westlich eine Sitzbank und eine Regenschutzhütte.
Die nächstgelegene Bahnstation Euskirchen-Kreuzweingarten ist etwa anderthalb Kilometer von der Hardtburg entfernt. Etwas weiter (2.5km) ist es in den Ort Stotzheim. Dort gibt es einen Rewe-Su­permarkt mit Heißer Theke. Innerhalb von Stotzheim verkehrt der Bus 873 zwischen dem Bahnhof und den Haltestellen Markt und Ev. Gemeindehaus (ab da geht es 1.3km zu Fuß weiter; sveinfo.de). Mit dem Auto fährt man am besten von Kreuzweingarten heran und parkt auf dem Parkplatz Wein­gartener Berg. Weitere Parkmöglichkeiten finden sich am südlichen Ortsrand von Stotzheim und an der Straße nach Kirchheim.

Montag, 6. Mai 2019

Snobistische Outdoor-Erfahrungen

Auch unter Snobs finden sich Freunde von Outdoor-Aktivitäten. Ein gewöhnlicher Campingplatz hat allerdings wenig Snob-Appeal. Es gibt jedoch eine ungewöhnliche Übernachtungsmöglichkeit, die meist noch dazu mitten im Wald liegt: Die Übernachtung in einer Schutzhütte für Wanderer und Spaziergänger. Die Rede ist hierbei nicht von den teilweise bewirtschafteten Schutzhütten wie es sie im Hochgebirge gibt, sondern von einfachen Holzhäusern mit einer Sitzbank darin, wie sie in den Wanderregionen der deutschen Mittelgebirge üblich sind. Man findet sie oft mitten im Wald gele­gen, seltener auch in Ortsnähe. Gedacht sind sie für Wanderer die vom Regen überrascht werden, weshalb sie auch in den gängigen Wanderkarten eingezeichnet sind. Für Übernachtungen sind sie nicht vorgesehen, aber schließlich kann es doch sein, dass man von der Dunkelheit überrascht wird. Wie praktisch, wenn man dann zufällig seinen Schlafsack dabei hat.
Bei dieser Art von Tour ist gute Planung wichtig. Unbedingt sollte man eine detaillierte Wander­karte der Gegend studieren und den Übernachtungsplatz vorab auswählen. Für den Fall, dass die Hütte unbewohnbar ist, sollte man auch alternative Übernachtungsplätze ins Auge fassen, z.B. be­nachbarte Schutzhütten. Ob man eine traditionelle Wanderkarte aus Papier oder eine elektronische Karte auf dem Handy etc. verwendet, ist Ansichtssache. Die Papier-Karte hat jedoch den Vorteil, dass sie ohne Strom auskommt und eine größere Übersicht bietet.
Als Ausrüstung sei zunächst das Übliche empfohlen: Schlafsack, Isomatte, Kissen und für den Frühstückskaffee ein kleiner Kocher und Geschirr. Wasser, Kaffeepulver und die weiteren Früh­stückszutaten muss man notwendigerweise dabeihaben. Geschäfte findet man (nicht immer!) an den Start- und Zielorten, allerdings sind die Einkaufsmöglichkeiten in kleineren Orten natürlich nicht mit denen in der Stadt zu vergleichen, vor allem was die Öffnungszeiten betrifft. Insbesondere Bäckereien haben auf dem Lande oft nur vormittags geöffnet. Es ist also besser Proviant und Hygieneartikel (auch Toilettenpapier!) schon von zu Hause mitzubringen. Und auf keinen Fall darf man die Wanderkarte vergessen!
Bedingt durch die Besonderheit des Übernachtungsplatzes sollte man Vorkehrungen treffen, um des nachts nicht von ungebetenen Gästen überrascht zu werden. Es ist zum Beispiel kein Fehler einen Hund dabei zu haben, der nächtliche Besucher entsprechend ankündigt. Sollte man keinen Hund mitnehmen können, könnte man vielleicht einen Infrarot-Bewegungsmelder mit Alarmton in der Hütte aufstellen und damit den Eingang sichern. Eine Taschenlampe sollte man ebenso griffbereit haben wie eine Dose Pfefferspray. Mit Überfällen muss man nachts im Wald nicht rechnen, denn Diebe treiben sich gewöhnlich nur in der Nähe menschlicher Behausungen herum, aber auch ein neugieriges Wildschwein kann die Nachtruhe erheblich stören. Im ungünstigsten Fall begegnet man einem Förster. Dann aber wird selbst Pfefferspray wenig nützen.
Die folgenden Tourenvorschläge in der Eifel mögen als Beispiel und Anregung dienen (Wander­karten kann man auf der Webseite eifelverein.de bestellen). Ähnliche Touren sind natürlich auch in anderen Wandergebieten möglich.
1. Blankenheim – Adenau, ca. 31 km. Die Tour nimmt am Bahnhof Blankenheim-Wald ihren An­fang. (Einkaufsmöglichkeiten in Blankenheim; Eifelmuseum). Eine erste Übernachtungsmöglich­keit gibt es am Freilinger See (Einkehrmöglichkeiten in Reetz und Lommersdorf), eine einsamere im Lommersdorfer Wald, wobei man dort allerdings den Hauptweg verlassen und etwa einen Kilometer entlang des Aulbaches nach Norden gehen muss. Von dieser Hütte geht es dann aber direkt nach Aremberg (Einkehrmöglichkeit) und damit zurück auf den Hauptwanderweg via Antweiler (Einkehrmöglichkeit) nach Adenau (Bus nach Ahrbrück Bahn nach Remagen-Bonn).
2. Schmidtheim – Losheim, ca. 15 km. Die Wanderung beginnt am Bahnhof Schmidtheim (Bäckerei und Getränkemarkt im Ort) und führt zunächst über nicht gekennzeichnete Wege in den Wald in Richtung Simmelerhof (Rastplatz) und weiter nach Berk (Bäckerei im Ort, ev. aber nur vormittags geöffnet). Zwischen Krombach und Dermbach führt ein Wirtschaftsweg über den Höhenrücken auf den Lewertsberg, der dort in einen Wanderpfad mündet welcher auf der anderen Seite in das Lewerttal hinabführt. Die erste Schutzhütte befindet sich am Parkplatz; besser man nimmt die zweite, die oberhalb des Füllenbaches an einem mit A2 markierten Wanderweg liegt. In westlicher Rich­tung wird am nächsten Tag dann die Kreisstraße überquert und auf einem markierten Wanderweg das Forsthaus Losheim erreicht. Etwa einen Kilometer südöstlich von Losheim liegt der Ardenner Grenzmarkt mit Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten. Heimwärts geht es von dort mit dem Ruftaxi (Fahrtanmeldung mindestens 30 min. vorher unter 0180 6131313 oder 02441 99454545) via Hellenthal nach Kall (Bahnhof; vrsinfo.de).
3. (Heimbach –) Rurberg – Kall, ca. 20 km. Nach Heimbach (Einkaufsmöglichkeiten) gelangt man mit der Rurtalbahn ab Düren. Vom Heimbacher Bahnhof gibt es Busverbindungen und im Sommer einen Wegebahn-Zubringer zum Schiffsanleger Schwammenauel (nationalpark-eifel.de). Ab dort geht es mit dem Fahrgastschiff (mit Bordrestaurant; rurseeschifffahrt.de) zur Haltestelle Kermeter (ca. 25min.) oder nach Rurberg (ca. 45min.; Bäckerei im Ort). Ab Rurberg läuft man dem Haupt­wanderweg folgend erst südlich, dann östlich über eine Brücke in den Kermeter hinein. Vom Schiffsanleger Kermeter führt der Weg zunächst leicht bergauf bis zum Hauptwanderweg, der dem Bergsattel bis zum Haus Kermeter folgt. Auf dem Weg dorthin gibt es bereits diverse Schutzhütten und Rastplätze. Ab Haus Kermeter kann und sollte man einen Abstecher zum Kloster Mariawald einschieben (Einkehrmöglichkeit und Klosterladen; kloster-mariawald.de). Zurück auf dem Haupt­wanderweg geht es weiter über Wolfgarten (Einkehrmöglichkeit) zur Kohlweghütte oder zum Ber­nersknipp (Schutzhütte mit Aussicht), abhängig davon, ob man Gemünd (Einkaufsmöglichkeiten) besuchen will oder nicht (Hermes Paketshop an der Araltankstelle und Post mit Paketempfang in der Aachenerstr. 8). Der erstere Weg ist der einsamere, dafür gibt es aber südlich von Gemünd zwei weitere Schutzhütten. Am Maueler Berg zweigt der Weg jedoch nach Osten in Richtung Mecher­nich ab und der Wanderer sollte nun dem anderen, unmarkierten Weg über Voißel nach Kall folgen. Der andere Weg führt ab Gemünd ebenfalls nach Kall, von wo man mit der Bahn heimreisen kann.
4. Wer die Übernachtung in einer Schutzhütte nicht mit einer ausgedehnten Wanderung verknüpfen will, dem sei der Bad Neuenahrer Stadtwald rund um die Fürstenberg Höhe, südlich des an der Ahr gelegenen Kurortes Bad Neuenahr empfohlen. Dort gibt es eine ganze Reihe von Schutzhütten auf relativ engem Raum, sodass es einerseits problemlos möglich ist etwas passendes zu finden, man andererseits aber keinen allzu weiten Weg von der Stadt und vom Bahn­hof zurücklegen muss, auch wenn der Weg in den Wald mit einem leichten Aufstieg verbunden ist. Das Übernachtungserlebnis dürfte mit dem der Wandertouren identisch sein. Auf eine Wanderkarte zur Orientierung sollte man aber nicht verzichten. Um den Picknickkorb aufzufüllen, empfehlen sich die Feinkostgeschäfte Schmickler in der Telegraphenstraße und Krause in der Jesuitenstraße. Wenn man schon mal am Ort ist, könnte man natürlich auch noch kurz in die Ahr Thermen (zum Bademantel-Brunch) gehen.

Sonntag, 5. Mai 2019

Quellheiligtümer in der Eifel: Der Wallenborn

Fast vergessen ruhen sie heute in den Tiefen der Eifelwälder, obwohl sie für die frühen Kelten heilig waren: Die Quellheiligtümer, von denen heute nur noch wenige zu finden sind. Eines davon ist das Quellheiligtum Wallenborn bei Heckenmünster. In dem Buch Das Kultplatzbuch von Gisela Graichen (Augsburg 1998: Weltbild) findet sich die folgende Ortsangabe: "[In Heckenmünster] (gegenüber der Kirche) links den »Viktoriaweg« bergan nehmen und dann rechts dem Wegweiser zur Viktoriaquelle folgen. (Wanderweg nach Erlenbach) Neben der Schutzhütte liegt die eingefasste brodelnde »Viktoriaquelle«. Dem Weg ein Stückchen weiter folgen, bis der Waldweg rechts zur ebenfalls eingefassten Schwefelquelle »Wallenborn« führt." Weiterhin erfährt man aus dem Buch, dass es im heute dichten Wald drei Tempel und ein Theater für kultische Spiele gegeben hat, außerdem Pilgerherbergen, Bäder und eine Heiltherme mit einem etwa 50m² großen, beheizten Becken. Ein paar Infos und eine einfache Landkarte gibt es auf der Webseite heckenmuenster.com, wo noch andere Quellen verzeichnet sind, von denen wiederum einige durch einen Mineralquellen­wanderweg miteinander verbunden sind (Info unter moseleifel.de). Die Anreise erfolgt mit der Bahn via Koblenz bis Bf. Sehlem (Eifel). Von dort sind es etwa 3km Fußweg bis Heckenmünster und zum Quellheiligtum. Mit dem Auto fährt man über die A1 bis Salmtal (127) und weiter bis Heckenmünster.

Samstag, 4. Mai 2019

Steffeln (Eifel)

Ein beschauliches Dorf in der lieblichen Vulkaneifel (steffeln.de). Der Dorfrundweg tangiert alle wichtigen Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Votivkapelle Wahlhausen oder den Vulkan­garten, und natürlich den Picknickplatz und den Brunnen oberhalb des Ortes. Bemerkenswert sind außerdem die zahl­reichen, historischen Wegkreuze auf dem Gemeindegebiet.
Als Unterkünfte stehen der Landgasthof Steffelberg (ab €54; steffelberg.de) und diverse Ferienwohnungen zur Verfügung (ferienhaus-harings.de, ab €50; ferienwohnung-luiseblum.de, ab €38; urlaub-steffeln.de, ab €80; pension-etten.de im OT Auel ab €22). Bei der Gastronomie hat man die Wahl zwischen dem Landgasthof Steffelberg und der Gastwirtschaft Sünnen (gastwirtschaft-suennen.de).
Anreise: Per Bahn geht es ab Köln (DB Lounge am Hbf.) oder Trier über die sog. Eifelhauptbahn zum Bahnhof Oberbettingen. Dort nimmt man ein Taxi bis ins ca. 6.5km entfernte Steffeln (Taxiruf: 06593 260). Die Steffeln anfahrenden Buslinien 502 und 522 sind auf den Schülerverkehr aus­gerichtet (vrt-info.de). Werktags wäre jedoch die Anreise mit der Linie 522 via Bf. Gerolstein möglich. Wer über das Wochenende kommt und am Montag früh wieder heimfahren will, könnte eventuell mit Umsteigen in Birgel nach Lissendorf Bf. fahren (Info unter 0651-14752-0).
Mit dem Auto von Norden kommend (Köln) geht es über die A1, B51 und L24 nach Steffeln; von Osten (Koblenz) über die A48 und die A1; von Süden (Trier) über die A1 bis Ausfahrt Gerolstein (Nr. 118), dann über die L67 nach Dreis-Brück, die B421 nach Hillesheim und schließlich auf der L10 und der K50 nach Steffeln.

Freitag, 3. Mai 2019

Die Wachholderheide bei Langscheid (Eifel)

Nur wenigen Eingeweihten ist die Wabelsberger Wacholderhütte (wabelsberger-wacholderhuette. de) bekannt. Inmitten der Eifel bei Langscheid (langscheid-eifel.de) im oberen Nettetal gelegen, zeichnet sich ihre Umgebung durch eine besondere, von Wacholderbüschen geprägte Vegetation aus. Leider wurde die Gegend in jüngster Zeit touristisch erschlossen (traumpfade.info), allerdings ist der große Gästeansturm bisher glücklicherweise ausgeblieben. Die Region eignet sich hervor­ragend für einen ruhigen Wochenendurlaub in einer ungewöhnlichen Landschaft. Wer möchte, kann auch auf einem der beiden Plätze im Ort Tennis spielen. Da die Wacholderhütte selbst nur Gruppen­zimmer bietet, sollte man in einer der drei in einem benachbarten, alten Bauernhaus eingerichteten Ferienwohnungen (über die Wacholderhütte buchbar) oder im Hotel Schlömer (ab €37; hotel-schloemer.de) absteigen. Das Hotel bietet seinen Gästen die Abholung am Bahnhof Mayen Ost an. Eine Wanderkarte der Umgebung findet sich auf der Hotelwebseite, ansonsten sei die Karte Nr. 32 des Eifelvereins (eifelverein.de) empfohlen. Mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar ist nur der Nachbarort Langenfeld (ca. 2.5km von Langscheid; langenfeld-eifel.de) Mo.-Sa. mit der Buslinie 340 ab Mayen, Brückentor (vrminfo.de). Mit dem Auto nimmt man die A61 bis Wehr, dann die B412 bis Weibern und fährt von dort über die Kreisstraßen weiter nach Langenfeld und Langscheid. In Langenfeld gibt es neben einer bekannten Wallfahrtskirche auch einen Gasthof, ein Bistro, ein Metzgereigeschäft, eine Sparkassenfiliale mit Geldautomat und einen DPD-Paketshop unter der Adresse Mayener Straße 13, 56729 Langenfeld (Öffnungszeiten beachten).


Nachtrag: Die Metzgerei ist dauerhaft geschlossen. Im unmittelbaren Nachbarort Arft gibt es ein kleines Lebensmittelgeschäft.

Donnerstag, 2. Mai 2019

Nettersheim (Eifel)

Die Gemeinde zeichnet sich durch ein erstklassiges Wanderrevier und ungewöhnlich viele, sehens­werte, archäologische Funde aus der Römerzeit aus. Einige interessante Wanderrouten des Eifel­vereins tangieren Nettersheim, das dank seiner Bahnstation gut zu erreichen ist. Für Snobs wäre die Wanderroute Nettersheim – Bad Münstereifel von Interesse. Vor allem südlich des Hauptortes findet man zahlreiche Picknickplätze.
Bei den Unterkünften empfehlen sich vor allem die Pension Zimmermann, Bahnhofstraße 15 (Tel.: 02486/8533, Doppelzimmer ohne Frühstück ab €18 pro Person) und das Hotel Nettersheimer Hof, Bahnhofstr. 7 (Zimmer ab €29; nettersheimerhof.de). Beide liegen in fußläufiger Entfernung zur Bahnstation. Preiswerte Gastronomie bieten u.a. der Grillimbiss im Rewe-Markt, die Cafeteria im Naturzentrum Eifel und der Heißgetränkeautomat im Aldi im Gewerbegebiet Zingsheim an der B477. Im Ort findet man verschiedene Lebensmittel-Spezialitätengeschäfte mit regionalen Produkten (u.a. Fleischwaren, Honig), ein Brillen Outlet Store, einen Rewe, eine Apotheke und eine Bankfiliale. Im Nachbarort Lissendorf hat die Eifeler Fleischwaren GmbH ihren Sitz (mit der Bahn ca. 25min., ca. 700m vom Bf.). Dort findet Freitags von 09:00 – 16:30 Uhr ein Werkverkauf statt (eifeler-fleischwaren.de).
Anreise: Mit der Bahn fährt man ab Köln (DB Lounge am Hbf.), Euskirchen oder Trier bis Netters­heim. Mit dem Auto geht es ab Köln über die A1, aus Richtung Mayen über die B258, B477 und L205.

Mittwoch, 1. Mai 2019

Quellheiligtümer in der Eifel: Das Heiligtum bei Möhn

Fast vergessen ruhen sie heute in den Tiefen der Eifelwälder, obwohl sie für die frühen Kelten heilig waren: Die Quellheiligtümer, von denen heute nur noch wenige zu finden sind. Eines davon ist das Quellheiligtum bei Möhn. Im heute von der Natur überwucherten Heiligtum hat es zu seiner Zeit in einem umhegten Bezirk um die Quelle Tempel und ein Theater gegeben. Das Buch Das Kult­platzbuch von Gisela Graichen (Augsburg 1998: Weltbild) liefert die folgende Ortsangabe: "[Das Heiligtum findet sich unweit der Straße Newel - Kordel.] Nach gut 1 km (auf halber Strecke zum Kimmlingerhof) links in den Feldweg einbiegen. Am Südosthang des Noster-Bergs lag das Heilig­tum, unterhalb der Anhöhe." Die Anreise erfolgt mit der Bahn via Köln oder Trier bis Bf. Kordel. Das Quellheiligtum liegt etwa 6km vom Bahnhof entfernt. Im Ort Kordel gibt es einen Supermarkt, außerdem div. Geschäfte und eine Post mit Paketabholung. Mit dem Auto gelangt man ab Trier über die B422 nach Kordel. Im Ort auf die Straße nach Kimmlingen einbiegen.