Der Blog zum eBook "Snob mit wenig Geld - Wie man sich auch mit geringen Finanzmitteln von der billigen Masse abgrenzt"
Freitag, 23. September 2022
Das Kröller-Müller Museum in Otterlo (NL)
Montag, 12. September 2022
Wahrer Luxus im Flug
Linienflug Erster Klasse (oder wenigstens Business Class) mit Bordeinkauf (natürlich alles „Luxusartikel“), ein gedrucktes Bordmagazin mit jeder Menge Lifestyle-Infos und Werbeanzeigen. Besuch in einer Flughafen-Lounge und auf Fernstrecken auch Duty Free Einkäufe - bezahlt wird natürlich mit Kreditkarte – so ähnlich stellt sich der Unwissende eine Luxusreise vor. Nichts für Snobs!
Der wahre Luxus auf Flugreisen besteht in der Nutzung eines Privatflugzeuges oder Lufttaxis, also einer Maschine in welcher nur der Snob und sein privater Anhang reisen. Man erspart sich überdies die lästigen Sicherheitskontrollen und darf auch ansonsten verbotene Gegenstände mit in die Flugzeugkabine nehmen.
Das Flugzeug kann durchaus eine kleine Propellermaschine sein, wenn es auf eine Kurzstrecke geht. Manche dieser Fluggeräte sind so klein, dass sie gerade mal Platz für den Piloten, einen Mitflieger und etwas Gepäck bieten, aber das ist immer noch besser, als ein Sitz in der Ersten Klasse einer vollbesetzten Linienmaschine. Man findet solche Fluggelegenheiten häufig über einschlägige Mitflugportale, in denen Hobbypiloten Mitflieger suchen, die sich an den Spritkosten beteiligen. Ein großer Vorteil dieser Propellerflieger ist, dass sie auf kleinen Flugplätzen landen und somit Großflughäfen umgehen. Selbst eine nur wenige hundert Meter lange Graspiste stellt für sie kein Problem dar.
Aber auch ein kleiner Businessjet (beispielsweise ein Learjet) wäre eine Option, vor allem, wenn es sich um eine Fernstrecke handelt. Meistens sind diese Jets für maximal 10 Personen ausgelegt und die Kabinenhöhe liegt oft unter 1.50 Meter (also deutlich weniger als Stehhöhe). In einigen Fliegern gibt es eine Toilette und – mit etwas Glück – einen kleinen Kühlschrank mit ein paar Getränkedosen und Knabbereien. Derartige Businessjets mietet man bei Firmen, die auf Executive Business Charter spezialisiert sind.
Für Atlantiküberquerungen sollte man möglichst eine Düsenmaschine auswählen. Allerdings gibt es auch Propellermaschinen die den Atlantik überqueren können, selbst wenn sie etwas länger brauchen, wie z.B. die Beechcraft Super King Air 350i. Die Turbo-Prop-Maschine hat eine Reichweite von über 3300 Kilometern, was etwas mehr als der Entfernung Shannon (Irland) – Gander (Neufundland) entspricht (unter 3200 km). Eine Turbo-Prop-Maschine schafft diese Strecke in ca. sieben Stunden. Zum Vergleich: Ein zweistrahliger Pilatus PC-24 Businessjet benötigt für dieselbe Strecke knapp fünf Stunden; ist also nur wenig schneller.
PS. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Propellermaschinen mit Ziel Nordamerika meist die Route über die Azoren und Neufundland nehmen, wegen der günstigen Winde. Die längste Strecke über Wasser ist dort etwa 2450 km lang.
Freitag, 2. September 2022
Teure Hotels mit wenig Geld besuchen
Natürlich hat ein exklusives Luxushotel seinen Reiz – und seinen Preis. Aber um einem Hotel einen Besuch abzustatten muss man nicht unbedingt darin wohnen. Der (zugegebenermaßen nicht ganz neue) Trick besteht darin, das Hotel als Tagesgast zu besuchen.
Ein guter Ansatzpunkt ist bei dieser Taktik die Hotelbar, denn die meisten Luxushotels verfügen über recht schicke Bars. Die Getränke kosten wohl einen Tick mehr, dafür genießt man aber für einen Abend die noble Atmosphäre. Hat das Hotel ein Schwimmbad oder einen Wellness-Bereich, kann man auch dort oft als Tagesgast verweilen. Und natürlich kann man das Hotel-Restaurant aufsuchen. Es lohnt sich überdies hin und wieder einen Blick auf den Eventkalender eines Luxushotels zu werfen. So bieten einige Häuser z.B. gelegentlich kostenfreie Konzerte an – da investiert man gerne in ein exklusives Getränk. Mitunter werden edle Häuser auch als Präsentationsort für Kunst genutzt. So kommen die (Tages-) Gäste gelegentlich und ganz nebenbei in den Genuss einer sehenswerten Ausstellung, für die sie anderswo Eintritt bezahlen müssten. Interessant sind ebenso die kulinarischen Sonderaktionen im Hotel-Restaurant, vom Brunch über das Mittagsbuffet bis zum Nachmittagstee. Preislich mögen sie zwar Ansprüche an die Brieftasche stellen, aber ab und zu kann man sich das leisten. Einige Hotels bieten auch einen klassischen Nachmittagstee an, wie z.B. das Excelsior Hotel Ernst in Köln oder Reid's Palace in Madeira. Übrigens existiert in vielen exklusiven Hotels ein ungeschriebener Dresscode: Smart Casual sollte aber in (fast) jedem Falle ausreichen.
Donnerstag, 25. August 2022
Die Seilbahnen am Edersee
Unweit von Bad Wildungen und Bad Zwesten liegt der Ederstausee (edersee.com). Seine Hauptaufgabe besteht darin den Mittellandkanal und die Weser mit Wasser zu versorgen, jedoch wird er auch für Freizeitzwecke genutzt und die Umgebung ist ein beliebtes Wandergebiet. Auf dem benachbarten Peterskopf (506m) befinden sich ein Speicherbecken und im Berginneren ein Kavernenkraftwerk. Zur Erschließung verkehrt seit 1929 eine Standseilbahn vom Kraftwerk bei Hemfurth auf den Peterskopf, die seit 1983 auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht (standseilbahn-zum-peterskopf.de). In der Nähe der Bergstation gibt es eine Gaststätte, außerdem Bänke und eine Regenschutzhütte. Die Bahn ist nur im Sommer in Betrieb. Leider kann es dann hin und wieder recht belebt werden.
Eine weitere, seilbahntechnische Attraktion am Edersee ist seit 1961 die Waldecker Bergbahn, eine Kleinkabinenbahn die den am See gelegenen unteren Ortsteil mit dem 200 Meter höher gelegenen Ortskern von Waldeck verbindet (waldeckerbergbahn.de). Gefahren wird die 650 Meter lange Strecke nur in den Sommermonaten und bei schönem Wetter.
Am Edersee gibt es auch noch andere,
touristische Anziehungspunkte (Wildpark, Sommerrodelbahn,
Kletterpark, Baumwipfelpfad), von denen wohl nur das „Tolle Haus“
wenigstens etwas Snob-Appeal besitzt (das-tolle-haus-am-edersee.de).
Das historische Schloss Waldeck und die Überreste des im See
versunkenen Dorfes Alt-Bringhausen sind jedoch einen Besuch wert.
Eventuell könnte man auch eine Schiffstour auf dem Edersee
riskieren, wenn der Wasserstand ausreicht.
Ab Bad Wildungen (Bf.)
verkehrt der Bus 510 zum Edersee.
Donnerstag, 18. August 2022
Die Drehgondelbahn auf den Hochstuckli
Mitten in der Zentralschweiz, zwischen Zürichsee und Vierwaldstättersee, liegt der Ort Sattel und in ihm die Talstation der Hochstucklibahn, auch bekannt als Stuckli Rondo (sattel-hochstuckli.ch). Das Besondere: Die Kleinkabinen drehen sich während der zwölfminütigen Fahrt zweimal um die eigene Achse. Neben den üblichen Berg- und Talfahrten werden natürlich auch Sonderfahrten offeriert, unter anderem das Stuckli Sky Dining. Es beginnt um 19 Uhr mit dem Empfang an der Talstation. Dann werden in einer Gondel ein Apéro und eine Vorspeise serviert. Im Berggasthaus Mostelberg, direkt neben der Bergstation, gibt es dann den Hauptgang. Dessert und Kaffee werden wieder in der Gondel serviert. Die Veranstaltung endet gegen 22:15 Uhr an der Talstation. Eine frühzeitige Reservierung ist unbedingt erforderlich. Der Preis ist mit knapp unter SFr. 200 pro Person jedoch angemessen, wenn man die Menüfolge betrachtet. So gab es im vergangenen Jahr Wildlachstatar auf Pak Choi an einer Reiswein-Vinaigrette, Kalbssteak an einer rassigen Pfeffersauce mit Gemüsebouquet und Kartoffelgratin, sowie zweifarbiges Toblerone-Mousse auf Waldbeeren Coulis, Kaffee und Mini Schoko-Törtchen (außerdem eine vegetarische Alternative). Wein, Mineralwasser und Kaffee sind inbegriffen.
Die Talstation der Gondelbahn liegt im Ort Sattel SZ, unweit der Kantonsstrasse 8. Der Bus 507 hält direkt an der Station. An einer anderen Haltestelle in Stationsnähe halten die Busse 9 und 523 (letzterer von/nach Arth-Goldau). Der SOB-Bahnhof Sattel-Aegeri ist ca. 750 Meter, ein Volg Supermarkt etwa 350 Meter von der Seilbahnstation entfernt.
Samstag, 13. August 2022
Die Villa Haas in Sinn
Freitag, 5. August 2022
Landschaftsgärten bei Weimar
Die thüringische Hauptstadt besitzt mehrere interessante Landschaftsparks aus der Zeit zwischen 1710 und 1780, die besonders auf die Initiativen des jeweils regierenden Herzogs von Sachsen-Weimar zurückgehen. Picknicktauglich wären sie alle, leider wird es jedoch nicht überall gerne gesehen.
Recht nahe an der Innenstadt von Weimar liegt der 48 Hektar große Park an der Ilm. Er entstand im 18. Jahrhundert unter Beteiligung von Johann Wolfgang v. Goethe. Charakteristisch sind seine Brücken, die Sichtachsen und der wertvolle Baumbestand, der teilweise aus Übersee stammt. Der eigentliche Park unterteilt sich in den Goethe-Park und den Dux-Garten. Diese beiden Teile sind mit der über die Ilm führende Dux-Brücke miteinander verbunden. Zu Goethes Zeit gab es im Park sogar Obst- und Gemüse-Anbau rund um das sog. Gartenhaus, welches sich im Eigentum des Dichterfürsten befand. Weiterhin gibt es im Park eine künstliche Ruine sowie diverse Denkmale, Büsten und Figuren.
Der 43 Hektar große Schlosspark Belvedere, der 1748 fertiggestellt wurde, war ursprünglich als repräsentative, barocke Gartenanlage im strengen französischem Stil um das gleichnamige Lustschloss des Herzogs von Sachsen-Weimar herum angelegt. Im 19. Jahrhundert wurde das Schloss als Erziehungsanstalt genutzt. Heute kann es besucht werden und es beherbergt in seinen Nebengebäuden auch ein Rokoko-Museum und eine Musikschule. Im Jahre 2004 wurden der Park und die Orangerie restauriert. Bemerkenswert sind im Park die sog. Große Grotte (eine künstliche Ruine in Monopteros-Gestalt), das Eishaus, der russische Garten, die Schlossfontäne, der Blumengarten mit Pavillon und die Orangerie mit dem Delphin-Brunnen. Schloss und Park befinden sich ca. fünf Kilometer südlich von Weimar auf einer Anhöhe.
Ungefähr 4 Kilometer nordöstlich von Weimar liegt der Ortsteil Tiefurt. Das eher kleine Schloss Tiefurt war ursprünglich der Pächtersitz eines Gutes und ab 1780 der Sommersitz der damaligen Herzogin-Mutter Anna Amalia. Heute ist das Schloss ein Museum. Der 21 Hektar große Schlosspark wurde als englischer Landschaftspark zu beiden Seiten der Ilm angelegt. Zwei Brücken verbinden die beiden Teile. Sehenswerte Bauwerke sind das Teehaus, die Vergil-Grotte, der Monopteros und einige Denk- und Grabmale. Der Park diente auch als Aufführungsort für Theaterstücke, wie z.B. Goethes „Fischerin“.
Nordwestlich von Weimar befinden sich Schloss und Park Ettersburg. Das Schloss wurde 1712 fertig gestellt. Goethe, Herder und andere Geistergrößen ihrer Zeit verkehrten ab 1776 im Schloss als Gäste der Herzogin-Mutter Anna Amalia und Friedrich Schiller hat hier 1800 sein Werk Maria Stuart vollendet. Heute wird das Schloss vorwiegend als Hotel genutzt. Der Park ist nicht sehr spektakulär, bietet aber immerhin ein paar Picknickplätze. Zumindest hier dürften Picknicks also erlaubt sein.