Donnerstag, 29. April 2021

Kurleben heute

Kuraufenthalte sind Teil der Snob-Existenz seitdem es Kuraufenthalte gibt – oder Snobs. Leider hat sich das Kurleben in den letzten Jahrzehnten merklich verändert. Das Trinken von Heilwasser während des Flanierens im Kurpark oder in einer Wandelhalle wird heute nicht mehr praktiziert. Und ein gesell­schaft­liches Leben existiert in den Kurorten schon lange nicht mehr. Heute kann in den meisten Kurorten das Heilwasser an öffentlichen Zapfstellen kostenlos genutzt werden, wobei man sein Trinkgefäß selbst mitbringt. Und nicht selten findet man irgendwo in der Nähe auch gratis WLAN. Damit verlagert sich natür­lich das früher übliche Sehen-und-gesehen-werden ins Internet, denn mittels WLAN und Smartphone kann man nun ganz einfach Selfies auf seine Facebookseite stellen oder bei Instagram posten, die einen beim Trinken des Heilwassers zeigen. Ein gesell­schaft­liches Leben vor Ort braucht man nun nicht mehr. Damit stellt sich den Snobs leider auch die Frage, ob ein Trinkkur-Aufenthalt überhaupt noch Sinn macht.

Zunächst wäre da der Aspekt der Ver­lagerung des Sehen-und-gesehen-werdens in Social Media Kanäle. Dies folgt der technischen Ver­änderung und muss notgedrungen akzeptiert werden. Und es ist ja nicht völlig verschwunden. Es existiert nach wie vor, nur in anderer Gestalt. Außerdem erreicht man nun ein viel größeres Publikum, welches auch nicht mehr vor Ort sein muss. Dann wäre da noch der gesundheitliche Aspekt. Heilwasser hat ja eine nach­gewiesene Wirkung bei verschiedenen, gesundheitlichen Problemen. Warum soll man es also nicht nutzen? Und im übrigen kann man eine Trinkkur sehr gut mit einem Picknick kombi­nie­ren, indem man letzteres in einer ruhigen Ecke des Kurparks oder in einer geeigneten, angrenzen­den Grünanlage veranstaltet. Dessenungeachtet sind Trinkkuren ein Teil der Snob-Tradition und die touristische Infrastruktur eines Kurortes (Kurpark, Gastronomie, Freizeitanlagen) hat ja auch ihren Reiz.

Montag, 26. April 2021

Remote Personal Shopper's Service bei Harrods

Das Londoner Kaufhaus Harrod's bietet einen neuen Remote Personal Shopper's Service für Da­heim­ge­blie­be­ne an. Man beauftragt den RPSS mit der Suche nach einem bestimmten Produkt (oder mehreren) und die Mitarbeiter suchen diese(s) aus dem Bestand des Kauf­hauses heraus. Interes­sant ist dies vor allem bei den Dingen, die nicht über die Webseite angeboten werden. Natürlich wird die Ware nach Hause geliefert.

Freitag, 23. April 2021

Teeneuheiten bei TeeGschwendner

Neben einer neuen Früchtetee-Mischung Nr. 1660, Mango-Maracuja (auch als Eistee im Sommer geeignet), bietet die bekannte Teehandelskette einen neuen Frühstückstee: Nr. 749, Royal Breakfast Tea, eine fein abgestimmte Schwarzteemischung aus den Anbaugebieten Assam, Himalaya und Ceylon. Für den Nachmittagstee ist diese Mischung weniger geeignet. Dafür sollte man lieber auf die altbe­währ­te Mischung Nr. 755, English Five o'clock Tea zurückgreifen, die sich überdies gut für die Zugabe von Milch eignet. Für die ostfriesische Teetied ist jedoch die Mischung Nr. 185, Ost­friesische Blatt-Mischung besser geeignet und wer einen Samowar einsetzt, sollte die Mischung Nr. 739, Russischer Samowar-Tee verwenden (teegschwendner.de).

Mittwoch, 21. April 2021

Syltfähre Kombiangebot

Bei der von List auf Sylt nach Haveby (DK) verkehrenden Fähre gibt es in dieser Saison ein Angebot für Ausflügler: Das „First Glas-Ticket, GOSCH-Kombiangebot“. Zum Preis von €44.90 erhält man zwei Fährtickets für Fußgänger und ohne Zeitlimit, zwei Fischbrötchen, eine Flasche Wein oder Sekt und reservierte Plätze. Für Snobs die einfach mal wieder auf See sein wollen durchaus interessant.

Mehr zum Thema: Sylt  ##  Cuxhaven - Sylt per Express-Schiff  ##  Rømø  

Montag, 19. April 2021

Trinkkur in Bad Oeynhausen

Der Kurpark von Bad Oeynhausen ist einer der renommiertesten Landschaftsparks Deutschlands. An seinem nordwestlichen Rand liegt die neoklassizistische Wandelhalle mit dem Heilwasser­aus­schank. In der Halle können Besucher das Heilwasser aus dem Wittekind-Brunnen und der Thermal I Quelle trinken. Es gibt zwei Brunnennischen mit Zapfhähnen, sowie Gläser für den Gebrauch. Der Brunnenausschank ist kostenfrei. Außerdem befinden sich in der Wandelhalle ein Café und ein Ladengeschäft und es werden regelmäßig Kurkonzerte veranstaltet. Der Kurpark liegt südlich der Innenstadt und nur wenige hundert Meter südlich des (Nord-)Bahnhofes. Ein weiterer Bahnhof befindet sich südlich des Kurparks, unweit der Bali-Therme. Eine öffentliche Toilette findet man im Werrepark. Kostenlos parken kann man am Sielbad.

Nachtrag: Einen Besuch wert ist in Bad Oeynhausen die Firma Backs & Co (backs.de) in der Kloster­straße. Dort erhält man gepflegte Damenmode sowie Anlass- und Maßkleidung für Herren.

Freitag, 16. April 2021

Bad Sulza und Bad Berka

Unmittelbare Nachbarn sind sie nicht, die beiden Thüringer Heilbäder Bad Sulza und Bad Berka, liegen zwischen ihnen doch fast 40 Straßenkilometer. Und wer mit der Bahn anreist, muss sich spä­te­stens in Weimar entscheiden in welchen der beiden Orte er fahren will. Was die beiden Kurorte je­doch ver­bindet, ist der kostenlose Zugang zu deren Heilwassern zwecks Durchführung einer Trink­kur (Trinkgefäß mit­bringen!). In Bad Sulza, unweit von Naumburg an der Saale, befindet sich die Zapf­stelle in der Trinkhalle im Kurpark (in den Sommer­monaten geöffnet 10-16 Uhr). In Bad Berka liegt im Kurpark der Quellpavillon des Goethe­brun­nens, wo das Heilwasser frei erhältlich ist. Kostenlos parken kann man am Zeughausplatz.

Dienstag, 13. April 2021

Luxuswaren in der Karibik III: Turks and Caicos Islands

Die Inseln sind ein britisches Überseeterritorium und kennen keine Mehrwertsteuer. Gute Einkaufs­mög­lichkeiten gibt es allerdings nur wenige; genau genommen nur und vor allem das Grand Turk Cruise Center im Süden der Inselhauptstadt Cockburn Town, das überwiegend von Kreuzfahrt­touristen besucht wird. Neben den üblichen Duty Free Arti­keln wird vor allem Schmuck angeboten. Es gibt Nieder­lassungen des New Yorker Schmuck­händlers Milano Jewelers, von Effy Hematian, einem international renommier­ten Schmuckdesigner, und von Diamonds In­ter­national, einem Händler der vorwiegend im Duty Free Bereich mit Schmuck handelt und Filialen auf diversen karibi­schen Inseln unterhält. Ansonsten findet man auf den Turks and Caicos Islands die üblichen Strän­de und Wassersportmöglichkeiten. Für die Einreise ist ein Reisepass erforderlich und die Einreise muss auf der offiziellen Webseite angemeldet werden. Ein Visum ist nur für bestimmte Staats­an­ge­hörige obligatorisch. Pandemiebedingt kann es derzeit weitere Regeln geben.