Donnerstag, 11. Juli 2019

Rossini in Wildbad

Vom 11. bis 27. Juli veranstaltet der renommierte Kurort Bad Wildbad im Schwarzwald die diesjährigen Rossini-Festspiele „Rossini in Wildbad“. Dieses Jahr liegt der Schwerpunkt auf Werken zum Thema Venedig. Gespielt wird dieses Jahr auch in der Englischen Kirche und am Baumwipfelpfad. Informationen findet man unter bad-wildbad.de/rossini/spielplan/ .

Dienstag, 9. Juli 2019

Kurorte am Mittelrhein: Bad Salzig

Seit 1975 ein Stadtteil von Boppard, wurde der Kurbetrieb jedoch schon 1907 eröffnet, als der Ort noch eine selbstständige Gemeinde war (Kurtaxe €0.50). Heute konzentriert sich das Geschehen auf die im Seitental des Salziger Baches am Kurpark gelegene Mittelrhein-Klinik (Fachklinik für psychosomatische Reha­bilitation der Deutschen Rentenversicherung), allerdings wird das Quellwasser der Leonoren­quelle mittlerweile nicht mehr zu therapeutischen Zwecken verwendet. Der Brunnen in der ehemali­gen Trinkhalle im Kurpark ist jedoch frei zugänglich. Folglich könnte man hier vergleichsweise preiswert und ungestört trinkkuren, wenn man auf einen offiziellen Kurbetrieb verzichten kann. Den Kurpark durchqueren mehrere (Fern-)Wanderwege, u.a. der RheinBurgenWeg. Sehenswert sind im Ort die Pfarrkirche St. Ägidius und das Heimatmuseum im alten Bahnhof. Bad Salzig liegt an der B9 und der linksrheinischen Bahnstrecke Köln – Koblenz. Im Sommer ist der Ort Haltepunkt diverser Fahrgastschiffslinien. 
 
Nachtrag: Die Mittelrhein-Klinik bietet ein Bistro und gratis WLAN. Am nördlichen Ortsrand von Bad Salzig befinden sich Supermärkte und in der Innenstadt eine Bäckerei, eine Bank mit Geldautomat und ein paar Gastronomiebetriebe.

Montag, 8. Juli 2019

Kurorte am Mittelrhein: Bad Hönningen

Schräg gegenüber von Bad Breisig und direkt am rechten Rheinufer gelegen, ist Hönningen seit der Erbohrung der ersten Heilquelle im Jahr 1894 Heilbad (Kurtaxe max. €1.60; bad-hoenningen.de). Der Kurbetrieb findet vorwiegend in der Kristall Rheinpark Therme statt (Tageskarte €21; kristall-rheinpark-therme.de), die übrigens Geburtstagskindern freien Eintritt gewährt. Gastronomie ist im Ortsinneren zwar ausreichend vorhanden, ansonsten gibt es aber nicht viel aufregendes. Sehenswert sind am Ort die Burgen Arenfels und Ariendorf, der Tempelhof und ein paar historische Stadtgebäude im Ortsinneren. Diverse Wanderwege berühren den Kurort, u.a. der Rheinsteig, der Westerwaldsteig und der RheinBurgenWeg. Bad Hönningen liegt an der B42 und der rechtsrheinischen Bahnstrecke Köln – Koblenz. Im Ort gibt es diverse Paketshops mit Reisegepäckannahme. Das gegenüber­liegende Bad Breisig erreicht man mit einer Autofähre. Bad Hönningen ist im Sommer auch Haltepunkt von Fahrgastschiffen auf dem Rhein.

Sonntag, 7. Juli 2019

Kurorte am Mittelrhein: Bad Breisig

Der Ort gehört nicht unbedingt zu den Renommier-Kurorten (Gästebeitrag €2; bad-breisig.de). Der Grund liegt wohl auch im Verkehr, führt doch die vielbefahrene Bundesstraße 9 mitten durch das Ortszentrum, ebenso die linksrheinische Bahnstrecke Köln – Koblenz. Um vom Thermalbad in den am Rheinufer gelegenen Kurpark zu gelangen, muss man beide über- oder unterqueren. Erst im Jahre 1914 wurde der „Geyr-Sprudel“ erbohrt, dennoch nennt sich das heutige, moderne Thermal­bad mit Wellness-Bereich „Römer-Thermen“ (Tageskarte €15; roemerthermen.de). Im Eingangs­bereich des Bades findet man einen kostenlosen Trinkbrunnen. Sehenswert sind im Ort diverse historische Gebäude, die man mittels eines ausgeschilderten Stadtrundgangs von außen besichtigen kann. Für Kinder dürften das Puppenmuseum und der Märchenwald interessant sein (maerchenwald-bad-breisig.de). Im übrigen wird Bad Breisig von mehreren Wanderwegen tangiert, u.a. vom RheinBurgenWeg. Hauptattraktion ist jedoch die Rheinpromenade, auf welche sich die Gastronomie und das touristische Geschehen konzentrieren (rheinpromenade-bad-breisig.de). Von hier aus starten im Sommer auch die Ausflugsschiffe auf dem Rhein. Eine kostenlose Toilette findet man in der Zehnerstr. / B9, am Parkplatz vor dem Edeka.

Freitag, 5. Juli 2019

Promenade Rousseau in Genf

An jedem ersten Sonntag im Monat veranstaltet die Genfer Jean-Jacques Rousseau-Gesellschaft „La Maison de Rousseau et de la Littérature“ einen Stadtspaziergang auf den Spuren des großen Philosophen, Musiktheoretikers und Enfant Terrible mit deutlichem Hang zu unstetem Leben. Nachdem er sich in Paris und Genf unbeliebt gemacht hatte, zog er 1762 ins damals preußische Neuchâtel. Im selben Jahr zeigten sich erste Symptome seines Nervenleidens. Es folgten Aufenthalte in England, auf einem französischen Bergbauernhof im Süden des Landes und dann wieder in Paris. Verstorben und begraben ist er in Ermenonville (1778), ca. 50km von Paris entfernt. Stationen in Genf sind die Uhrenwerkstatt seines Vaters in der Altstadt und diverse Schauplätze seiner Jugend, u.a. der Ort wo die Stadt­verwaltung seine Bücher verbrennen ließ. Genaue Informationen zum Spaziergang bietet die Webseite m-r-l.ch/promenade-rousseau.

Zu Besuch in Genf: http://dersnob-blog.blogspot.com/2017/11/ein-besuch-in-genf.html

Mittwoch, 3. Juli 2019

Das Hotel Hufhaus im Harz

Zu DDR-Zeiten war es ein Ferienzentrum für verdiente Parteigenossen der SED, heute ist es ein familienfreundliches Ferienhotel für alle (hotel-hufhaus.de). Mitten im Südharz gelegen, erfolgt die Anfahrt vom Bahnhof Netzkater aus über einen 6km langen Schotterweg; eine Teerstraße gibt es nicht. Das aus mehreren Gebäuden bestehende Hotel liegt mitten im Wald und fügt sich nahtlos in die Landschaft ein. Von einer Stelle aus kann man sogar den bekannten Brocken sehen. Gruppen sollten sich einen eigenen Bungalow mieten (16 Betten, Aufenthaltsraum und Kaminofen). Die Freizeiteinrichtungen sind vor allem auf Kinder ausgerichtet, auch wenn es ein Außenschachfeld und eine Sauna gibt. Warum sollte jedoch ein Snob dort Urlaub machen? Das beste Argument ist der Preis. In den Sommer­monaten gibt es eine Woche Halbpension für €133 (Kinder zahlen die Hälfte) und Mittagessen kann man schon für unter €10 (solide Hausmannskost). Ein Budget-Snob, der eine preiswerte Urlaubs­möglichkeit sucht, könnte das Hufhaus in die engere Wahl nehmen. Den Schaumwein sollte man jedoch selbst mitbringen.

Montag, 1. Juli 2019

Die kroatische Adria-Insel Vis

Spät hat der Tourismus auf Vis (tz-vis.hr) Einzug gehalten, denn bis 1995 war die Insel fast kom­plett militärisches Sperrgebiet. Aus dieser Zeit stammen der alte Militärflugplatz im Inselinneren, der demnächst zu einem Verkehrsflugplatz umgebaut werden soll, und ein alter U-Boot-Bunker mit unterirdischen Befestigungsanlagen und alten Geschützen im ehemaligen Militärgelände am süd­westlichen Zipfel der Insel. Die Küste besteht vornehmlich aus Stein und Kies; natürliche Sand­strände gibt es kaum. Dafür ist jedoch der Massentourismus komplett an der Insel vorbei gegangen. Eine besondere Attraktion ist die Blaue Grotte (Modra špilja) auf der Nachbarinsel Biševo. Ab Ko­miža (Vis) organistert die Blue Cave Tourist Agency Bootsausflüge dorthin (visbluecave.com/en).
Die Anreise nach Vis erfolgt mit der Fähre ab Split. Für die Anreise nach Split gibt es im wesentlichen zwei Routen: Mit dem Nachtzug ab München nach Bologna und von dort mit einem Regionalzug nach Ancona. Dann überquert man mit einer Nachtfähre die Adria nach Split (jadrolinja.hr). Alternativ könnte man den Nachtzug nach Zagreb nehmen und dort in den Nachtzug nach Split umsteigen.