Montag, 30. Dezember 2024

Bad Aussee und Bad Mitterndorf

In Bad Aussee (badaussee.at) wartet das Narzissenbad mit seiner Sole-Thermalquelle auf Besucher (vitalresort.at). Das Bad hat mehrere Innen- und Aussenbecken, Sauna, Dampfbad, Massagen, Well­ness, Kosmetikbehandlungen, Fitnessbereich und Gastronomie. Sehenswert sind im Ort die vier Kirchen, der Kammerhof, die alte Steinmühle und mehrere Museen. Neueren Datums sind die sog. Mercedes-Brücke (eine Brücke in Form eines Mercedes-Sterns) und der „Fischteich“ im Kur­park. Bad Aussee liegt an der Salzkammergutbahn. Diese verbindet Aussee mit seinen Nachbar­bädern Bad Ischl, Bad Goisern und Bad Mitterndorf sowie mit Attnang-Puchheim, Stainach-Irding und Selz­thal. Die Kur­taxe liegt bei €2.50 pro Tag und Person. Ausflugstipp: Der Henarsee im Toten Gebirge.

Im nahegelegenen Bad Mitterndorf steht die Grimming Therme (grimming-therme.com), deren Becken mit einer „akratischen fluoridhaltigen Calcium-Magnesium-Sulfat-Therme“ gefüllt sind. Heilanzeigen liegen vor bei chronisch-entzündliche Erkrankungen des Bewegungsapparates, dege­ne­rative Erkrankungen des Bewegungsapparates und funktionellen Herz-Kreislauf­störungen. Es gibt verschiedene Becken (eines draußen), verschiedene Saunen, Massagen, Wellness und Gastro­no­mie. Die Therme liegt im Ortsteil Neuhofen und hat eine eigene Bus­halte­stelle (Neuhofen Grim­ming­therme). Sehenswert sind im Ort diverse sakrale Gebäude und zwei Schlösser. Außerdem posi­tioniert sich Bad Mitterndorf als Einkaufsparadies. Der Bahnhof Bad Mitterndorf-Heilbrunn liegt an der Salz­kam­mer­gut­bahn und befindet sich etwa 800 Meter nördlich des Bades. Die Bahn ver­bin­det Mittern­dorf mit seinen Nachbar­bädern Bad Ischl, Bad Goisern und Bad Aussee sowie mit Att­nang-Puch­heim, Stainach-Irding und Selz­thal. Die Kur­taxe liegt bei €2.50 pro Tag und Person.

 

Freitag, 27. Dezember 2024

Bad Goisern

Das Parkbad Goisern ist ein Freibad und folglich nur von Mai bis September geöffnet (parkbad-badgoisern.at). In der Werbung präsentiert es sich als familienfreundliches Freizeitbad. Ob die Becken mit Sole oder einfachem Leitungswasser gefüllt sind, erfährt man nicht, und warum sich der Ort „Bad“ nennen darf, auch nicht. Einen Kurbetrieb gibt es offenbar nicht, immerhin jedoch einen kleinen Kurpark (öffentl. WC am Rande). Historisch wichtigstes Ereignis war wohl die Bildung einer der ersten protestantischen Kirchengemeinden, nachdem Kaiser Joseph II. 1781 mittels eines Toleranzpatentes den Protestantismus in den bis dahin streng katholischen Habs­burger­landen er­laubte. Schon ein Jahr später wurde das erste protestantische Bethaus errichtet und 1813 durch eine evangelische Kirche ersetzt. Sie gehört heute zu den Sehens­würdig­keiten des Ortes. Weiterhin zäh­len zu diesen die beiden katholischen Kirchen, zwei Museen und die außerhalb gelegene sog. Cho­rin­sky-Klause, ein Stauwehr dass früher zum Holztrift genutzt wurde und heute als technisches Denk­mal gilt. Eine weitere Attraktion ist der Goisener Schuh, eine spezielle Form von Schuhwerk zum Wandern, der heute noch auf Bestellung gefertigt wird. Im Ortszentrum findet man eine Bü­che­rei, ein paar Cafés und kleinere Geschäfte (darunter ein Lebensmittelmarkt) und am Ortsrand einen Supermarkt. Bad Goisern liegt an der Salz­kammer­gut­bahn. Diese verbindet Goisern mit den Nachbarbädern Bad Ischl, Bad Aussee und Bad Mitterndorf sowie mit Attnang-Puchheim, Stainach-Irding und Selz­thal. Die Kur­taxe liegt bei €3 pro Tag und Person.

Dienstag, 24. Dezember 2024

Bad Ischl

Vor 1821 war das Kaiserbad eigentlich nur ein Ort der Salzgewinnung, bis ein Wiener Arzt auf die Idee kam, das Salz auch zu Heilzwecken zu nutzen, woran ein ortsansässiger Kollege von ihm schon seit 1807 forschte. Nur ein Jahr später reisten bereits die ersten Kurgäste nach Ischl. Im Jahre 1827 ent­deckte die damalige Prominenz den Ort und bald gab sich der österreichische Hochadel die Tür­klin­ke in die Hand. 1849 wurde Ischl Kaiserliche Sommerresidenz. Den Adligen folgten u.a. die Künstler; da­run­ter die Komponisten Anton Bruckner, Johann Strauß, Franz Lehár und Johannes Brahms, oder Lite­ra­ten wie Mark Twain und Theodor Herzl.

Das Stadtbild von Bad Ischl ist durch Bauten der Grün­der­zeit geprägt. Einige davon sind heute Mu­seen, wie z.B. die Kaiservilla, die Lehár-Villa oder das Marmorschlössl (ehem. Privat-Residenz der Kaise­rin Sissi). Sehenswert sind weiterhin die Sakral­bau­ten (darunter vier Pfarrkirchen), zwei ehe­malige Grand Hotels und diverse Reprä­sen­tations­bauten, wie z.B. das Kongress- und Theater­haus, das Le­har­theater, das Postamt oder die Trinkhalle, um nur einige zu nennen. Besuchen sollte man auch das seit 1826 existierende Café Ramsauer und die ehe­malige k.u.k. Hof-Zuckerbäckerei Zauner. In der Stadt stehen 12 Denkmäler und in der Umgebung be­fin­den sich mehrere sehenswerte Natur­denk­mä­ler. Über das Jahr werden etliche Festivitäten zelebriert, von denen die Wichtigste viel­leicht der Ge­burts­tag von Franz Joseph I. am 18. August ist.

Der Kur­be­trieb findet heute in der Salzkammergut Ther­me statt (eurothermen.at). Diese bietet ein großes In­nen­becken, einen Whirlpool, einen Outdoor-Fluss, sowie Sole-Grotte, Gradierwerk, Sau­na, Mas­sa­gen, Wellness und Gastronomie. Heilanzeigen liegen vor bei Erkrankungen der Atem­we­ge, des Be­we­gungsapparates und bei Burnout. Über­nach­ten kann man im angrenzenden Hotel.

Bad Ischl liegt an der Salzkammergutbahn. Diese verbindet Ischl mit seinen Nachbarbädern Bad Goisern, Bad Aussee und Bad Mitterndorf sowie mit Attnang-Puchheim, Stainach-Irding und Selz­thal. Durch Bad Ischl fahren ein Stadtbus und ein Bus zur Katrinseilbahn. Es verkehren auch viele Postbus-Linien. Durch diese ist der Ort mit Salzburg, Gmunden, St. Wolf­gang und Hallstatt ver­bun­den. Die Kurtaxe liegt bei €3.50 pro Tag und Person.

Samstag, 21. Dezember 2024

Heilbäder und ihre Heilmittel

Erstaunlich groß ist die Zahl der in Heilbädern und Kurorten eingesetzten Kurtherapien und Heil­mittel. Ihre Wirkun­gen sind jedoch weniger gesichert, als man glaubt. Vor allem bei den nicht-orts­ge­bun­de­nen Therapien be­stehen oft Zweifel an ihrer Wirksamkeit. Die folgende Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Voll­ständigkeit.

Das klassische Heilbad besitzt eine Heilquelle. Bei dieser kann es sich um eine Mineral-, Sole- oder Thermalquelle handeln. Mineral­wasser wird meist auf Flaschen abgefüllt und als Getränk verkauft, während die beiden übrigen für Kurbäder genutzt werden. Ob also eine Mine­ral­wasser­quelle tat­säch­lich eine Heilquelle ist, mag zurecht bezweifelt werden, auch wenn gelegent­lich sogar in ihrem Wasser gebadet wird. Bei einer Solequelle handelt es sich um eine stark salz­hal­ti­ge Quelle, während als Thermalquelle alle Quellen bezeichnet werden, die mit einer Temperatur von mehr als 20°C aus dem Boden sprudeln. Bei allen Quellen sollte man sorgfältig die Heil­an­zei­gen studieren.

Bei Moorbädern werden Badetorf, Badeschlamm, Schlick oder Heilerde mit heißem Wasser ver­mischt. Mit dem Gemisch wird entweder nur eine bestimmte Körperstelle behandelt oder es wird ein Bad darin genommen. Prinzipiell wäre damit auch eine ortsunabhängige Behandlung mög­lich, jedoch werden die Kuren in der Regel in der Nähe der Förderorte durchgeführt.

Behandlungen mit dem Edelgas Radon werden nur bei den Krankheiten Morbus Bechterew (eine Form von Rheuma), Arthritis und Arthrose empfohlen. Radon ist radioaktiv und kann Krebs ver­ursachen. Man sollte es daher nur einsetzen, wenn es unbedingt notwendig ist.

Der neueste Trend auf dem Gesundheitsmarkt sind Atemkuren an Wasserfällen, vor allem für Asth­matiker. Die Heilwirkung liegt hier in Gischt und Nebel der zu Tal donnernden Wasser­massen. Durch die Wucht des Wasserfalls werden die einzelnen Wassermoleküle beim Auf­schlagen am Fel­sen in winzige Fragmente zerschmettert, die so genannten Nano- bzw. Wasser­fall­aeroso­le. Aufgrund ihrer geringen Größe dringen sie besonders tief in die Atemwege ein und entfalten dort ihre reini­gen­de und immun­modulie­rende Wirkung.

Der Begriff Speläotherapie bezeichnet die Behandlung von Atemwegskrankheiten in einem Heil­stollen. Aber nicht nur bei Atemwegs­erkankungen, sondern auch bei anderen Leiden werden diese auf­gesucht, wie zum Beispiel Stress oder physische und psychische Erschöpfungs­zustände. Im deutsch­sprachigen Raum existieren derzeit 13 Heilstollen.

Ein besonderes Heilmittel und eine geologische Besonderheit bietet das niedersächsische Staatsbad Pyrmont: Die Dunsthöhle, eine gemauerte Grotte in der Kohlendioxid (CO2) aus dem Erd­inneren ausströmt. Seit 1720 wird der Ort für Therapien gegen Durchblutungsstörungen, Allergien und schlecht heilende Wunden genutzt.

Damit wären die ortsgebundenen Heilmittel des Bodens erschöpfend abgehandelt, jedoch gibt es auch noch andere Heilmethoden, die in Kurorten und Heilbädern praktiziert werden: Die Wasser­kuren nach Pfarrer Kneipp und die Kurkonzepte von Johann Schroth und von Em­manuel Felke. Allen dreien ist gemeinsam, dass ihre Gegner sie für gesundheitsschädlich halten. Mol­ke­kuren wurden im 19. Jahrhundert populär und tauchen immer wieder mal aus der Versenkung auf. Bei diesen Kuren wird ein Abfallprodukt aus der Milchherstellung als Kurmittel getrunken. Allen vier vorgenannten Kurkonzepten ist gemeinsam, dass es sich um Kuren handelt, die prinzipiell orts­unab­hän­gig durchgeführt werden können. Eine Heilquelle o.ä. ist nicht erforderlich. Ihre Wirk­sam­keiten sind umstritten.

Irgendwo zwischen der ortsgebundenen und der ortsunabhängigen Kur liegt das Eisenbad (oder Schlacken­bad). Dieses nutzt das Prozesswasser (manchen sagen auch „Abwasser“) aus der Metall­her­stellung. Wenn die Schlacke mit Wasser abgeschreckt wird, nimmt das Wasser dabei Schwefel und Mi­ne­ralien auf und erhält somit eine Heilwirkung wie Heilwasser, oft sogar in stärkerer Kon­zentra­tion. Eine Ortsgebundenheit entsteht hier durch die erforderliche Nähe zu einem Hüttenwerk. Mit dem Nieder­gang der Metallverarbeitung ist auch die Zahl der Eisenbäder zurückgegangen.

Ein Seeheilbad nutzt die Heilwirkung des Seeklimas. Leider ist oft nicht ganz klar, worin diese Heil­wirkung besteht oder warum sie in einem benachbarten Küstenort der kein „Seeheilbad“ ist weniger positiv sein soll. Auch ist der Begriff „Seeklima“ eher unzureichend definiert, bezieht er sich doch auf eine jährliche Durchschnittstemperatur unter dem Einfluss eines nahen Ozeans außer­halb der Tropen (auch die Hauptwindrichtung kann dabei eine Rolle spielen). Folglich sollte man einem Seeheilbad keine allzu große Heilwirkung beimessen.

Mittwoch, 18. Dezember 2024

Beurens Panorama Therme

Die Gemeinde Beuren am Albtrauf liegt weniger als 30km von Stuttgart entfernt. Sie besitzt zwei Heil­quel­len, welche die Becken der Panorama Therme füllen (panorama-therme.de). Das Wasser der Frie­drichs­quelle kommt aus dem Rätsandstein in 381 Metern Tiefe. Es handelt sich um fluorid­haltiges Natrium-Hydrogen-Car­bo­nat-Thermalwasser mit 38,5°C. Das Wasser ist klar und farblos, hat einen pH-Wert von 8,0 und 1.890 Milligramm Mineralstoffe je Liter. Die Wil­helms­quelle er­schließt einen Wasserhorizont im Oberen Muschelkalk und Lettenkeuper in 755 Metern Tiefe. Das Wasser wird als fluoridhaltiger Natrium-Carbonat-Chlorid-Sulfat-Hydrogen­car­bo­nat-Thermal-Säuer­ling be­zeich­net und ist 48,3 °C warm. Das Wasser ist klar und farblos, hat einen pH-Wert von 6,2 und 6.286 Milligramm Mineral­stoffe je Liter. Heilanzeigen liegen vor bei rheumatischen Er­kran­kungen, Durch­blutungsstörungen und Nerv-Muskel-Krankheiten. Die Beckenlandschaft um­fasst nahezu 1000 m² mit sechs unter­schied­lich temperierten Thermal­wasser­innen- und -außen­becken sowie einem Kaltwasserbecken. Außerdem verfügt die Panorama Therme über mehrere Dampf­bäder, einen Wärmestollen mit einer Temperatur von 60 °C, einen Salzstollen, eine Dusch-Erlebnisgrotte und verschiedene Ruheräume. Eine Sauna, einen Wellness­bereich und ein Bistro gibt es auch, und alles was man sonst in einer guten Therme erwartet. Sehenswert sind im Ort das alte Stadtbild aus dem 16. Jahrhundert und diverse Sakralbauten aus der Zeit als Beuren Wallfahrtsort war. Es gibt ein paar Gaststätten, einen Supermarkt und einige Bäckereien. Die Umgebung eignet sich recht gut zum Wandern und be­her­bergt ein Freilichtmuseum. Die Therme hat eine eigene Bus­halte­stelle an wel­cher mehrere Linien halten. Es fahren Busse zu den Bahnhöfen von Owen, Ober­lenningen und Metzingen (vvs.de). Eine Kurtaxe wird derzeit nicht erhoben.

Sonntag, 15. Dezember 2024

Die Altmühltherme in Treuchtlingen

Die Stadt an der Altmühl verdankt ihre heutige Existenz vor allem zwei Dingen: Der Eisenbahn und dem Treuchtlinger Marmor, einem Jura-Kalkstein der als Baumaterial genutzt wird (treuchtlingen.info). Urkundlich erwähnt wird Treuchtlingen allerdings schon im Jahre 899 und vor dem Bau der Eisenbahn 1869 dominierten Töpferei und Textilherstellung das Wirtschaftsleben. Seit 1996 fließt das Heilwasser aus der 812 Meter tiefen Burgstall-Quelle, eine Natrium-Hydrogen­car­bo­nat-Quelle mit Fluorverbindungen, in die Becken der Altmühltherme. Dabei handelt es sich um ein unberührtes fossiles Wasser, das auf ein Alter von 18.400 Jahren datiert wird (altmuehltherme.de). Es gibt ein Innen- und ein Außenbecken, eine Wasserbar, Sauna, Salzlounge und Wellnessanwendungen. Man kann auch individuelle Bäder in einer eigenen Wanne bekommen, was einen gewissen Snob-Appeal hat, auch wenn die Verweildauer mit 20 Minuten etwas knapp be­messen ist. Klassische Massagen gibt es natürlich auch. In der Stadt sind das Stadtschloss, die Burg­ruine, das (Stadt-) Museum, eine Modellbahnausstellung und diverse sakrale Bauten einen Blick wert. In der Umgebung Treucht­lin­gens befinden sich diverse archäologische Bodenfunde, die man besichtigen kann, u.a. Grabhügel, stein­zeit­liche Siedlungen und Römerbauten. Therme und Kurpark liegen östlich des Bahnhofes in fuß­läufiger Entfernung. Es gibt aber auch Busverbindungen und mehrere Halte­stellen (vgn.de). Einige hundert Meter weiter befinden sich ein paar Supermärkte an einer Aus­fall­straße. Auf dem Weg dorthin passiert man einen Barbershop. Der Bahn­hof Treucht­lin­gen ist ein be­deuten­der Eisenbahnknotenpunkt. Hier kreuzen sich die Bahn­strecken Würzburg – München und Donau­wörth – Nürnberg. Einkaufsmöglichkeiten bietet er aber nicht, von einem Kiosk ab­ge­sehen. Öffentliche Toiletten befinden sich am Bahnhof, in der Fischer­gasse, am Rathaus und am Parkplatz am Kurpark. Die Kur­taxe beträgt €1 pro Tag und Person.

Donnerstag, 12. Dezember 2024

Besuch in Sasbachwalden

Die Gemeinde am Westhang des Schwarzwaldes ist kein renommiertes Heilbad, auch wenn sie sich Kneipp-Heilbad und Heilklimatischer Kurort nennt (sasbachwalden.de), worüber ein Snob geflis­sent­lich hinwegsieht. Dennoch hat sie ihre Reize, wie z.B. den denkmalgeschützten Orts­kern (Fach­werk), um welchen herum sich nicht weniger als 20 Gastro­no­mie­be­trie­be grup­pie­ren (einer mit Mi­che­lin-Stern), die exzellente badische Küche an­bieten. Es gibt auch eine Koch­schule. Dank der idyl­lischen Ortslage inmitten von Weinbergen und diverser Schnaps­bren­ne­rei­en (mit Direktverkauf) die vor allem Schwarzwälder Kirschwasser her­stellen, stellt der Nach­schub von Trinkbarem kein Pro­blem dar. Für Notfälle gibt es sogar einen Wein­auto­maten. Beliebt sind über­dies Besuche der Gais­höll (ein Wasser­fall), der Burgruine Hohenrode oder des Aus­sichts­punktes Badisch Bänkl. Im Kur­park gibt es ein Freibad (mit WLAN), einen Boule-Platz, einen Musikpavillon und das Kur­haus mit diversen Ver­an­stal­tungen. Leider bie­tet der Ort eher wenig Ein­kaufs­möglichkeiten, zu­min­dest aber zwei Bäcker, eine Metz­gerei (mit Verkaufs­automat), einen klei­nen Lebensmittelladen und einen Wasch­salon. Sas­bach­wal­den er­reicht man vom Bahnhof Achern aus mit den Bussen 400, 423 oder 7122. Die Kurtaxe be­trägt €2.20 pro Tag und Person.

Ausflugstipps: Hornisgrinde und Mummelsee, sowie der Nachbarort Ottenhöfen. Südlich von Sas­bach­wal­den gelegen, ist Ottenhöfen zwar kein offizieller Kurort, besitzt jedoch einen an­spre­chen­den, kleinen Kurpark mit einem urigen Kiosk. Der Park liegt stadtnah und direkt am Bahnhof (Züge nach Achern, öffentl. WC). Sehenswert sind in der Ortsumgebung überdies die Mühlen, die durch einen Wander­weg verbunden sind, der Klettersteig Karlsruher Grat und die Edelfraugrab-Wasser­fälle.