Samstag, 3. August 2024

Bad Salzungen

Das Thüringer Heilbad (tourismus-badsalzungen.de) arbeitet mit Natursole, die reich an Mine­ra­lien und mit bis zu 27%igem Salzgehalt eine der stärksten Solen überhaupt ist. Sie hilft beson­ders gut bei Beschwerden der Atemwege und des Bewegungs­apparates. Die Salz­gewinnung wird am Ort seit etwa dem 14. Jahrhundert betrieben, die Nutzung als Heilmittel ist seit dem 16. Jahrhundert über­liefert. 1821 wurde das erste Badehaus errichtet, aus dem sich der heutige Kurbetrieb ent­wickelt hat. Im Sole-Aktiv-Bad „Solewelt“ (solewelt.de) gibt es mehrere Schwimm­becken, Sauna, Massa­gen, Atem­kuren, ein Bistro und einen Thermen-Laden. Gastronomie und Einkaufs­möglich­keiten existieren im Ort in ausreichendem Maße. Es gibt sogar ein Kino (pab-kino.de); direkt nebenan bietet die Fleischerei Hollenbach Imbissgerichte an (hollenbachs.com). Die Stadt besitzt diverse sehenswerte Gebäude - darunter vier Burgen und ein Adelshof - mehrere Kirchen, das Gra­dier­werk und das Luther­haus. Außerdem sollte man den salz­haltigen Erlensee, die Parks und die Stiel­eichen be­suchen. Vom Bahnhof fahren Züge u.a. nach Eisenach. Der Bahnhof liegt in un­mittel­barer Nähe der Solewelt. Die Kurtaxe liegt bei €1.50 pro Person und Tag.

Donnerstag, 1. August 2024

Bad Liebenstein

Das Heilbad im Thüringer Wald (bad-liebenstein.de) beherbergt im Ortsteil Steinbach mit Schloss Altenstein die frühere Sommerresidenz der Herzöge von Sachsen-Meiningen, die auf jeden Fall einen Besuch wert ist, vor allem der Schlosspark. Wegen Baumaßnahmen ist das Schloss zwar der­zeit für die Öffentlichkeit gesperrt, aber der Schlosspark ist frei zugänglich. Im Hauptort existiert eine der kohlensäure­reich­sten Heil­quellen Deutschlands, einen Natrium-Calcium-Chlorid-Hydro­gen­carbo­nat-Säuerling. Die be­reinigte und gefasste Quelle trägt den Namen Casimirbrunnen. Der Brunnen­tempel steht in der Herzog-Georg-Straße und ist für jedermann (ebenerdig) erreichbar. Außerdem ist das Wasser in der klassizistischen Wandelhalle von 1913 im historischen Kurpark frei erhältlich. Ein Trinkgefäß bringt man selbst mit. Sehenswert sind am Ort und in der Umgebung diverse histo­rische Gebäude (u.a. Schloss Altenstein) und Natur­denk­mäler, die Altensteiner Höhle, ein Schau­berg­werk und ein Tier­park. In Bad Liebenstein befinden sich mehrere Geschäfte und Super­märkte; der Rewe bietet eine Heiße Theke und WLAN. Die Fachklinik gegenüber vom Kur­park besitzt eine Cafeteria und einen Kiosk. Vom Busbahnhof aus verkehren Linienbusse u.a. nach Bad Salzungen (Bf.) und Eisenach. Die Kurtaxe liegt bei €2 pro Person und Tag.

Montag, 29. Juli 2024

Bad Lobenstein

Herzstück des Kurbetriebes in dem Thüringischen Moorheilbad (moorbad-lobenstein.de) ist die Ardesia Therme (ardesia-therme.de). Das ca. 21°C warme Thermalwasser ist eine Akratotherme, die in Bäder­therapien u.a. für Behandlungen bei Erkrankung des Bewegungsapparates und von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verwendet wird. Der Klassiker bei rheumatischen Beschwerden ist jedoch das Natur­moorbad in der Softpackliege. Aber auch Vollbäder in der Moorwanne oder Packungen für einzelne Körperteile sind möglich. Verwendet wird das Torfmoor aus dem örtlichen Hochtorf­moor­vor­kom­men. Eine Spezialität des Hauses ist die sog. „Moorsauna“. Natürlich wer­den auch eine kon­ven­tio­nelle Sauna, Massagen oder Wellness-Behandlungen angeboten, außer­dem eine Infrarot­kabine und eine Salzgrotte. Weiterhin gibt es eine Thermen-Cafeteria. Im Ort und am Rande des alten Ortskerns befinden sich mehrere Supermärkte. Dienstags steht ein mobiler Hähnchengrill vor dem Kulturhaus neben dem Kurpark (reuthers-grill.de). Vom Bahnhof Bad Lobenstein verkehren Züge nach Saalfeld und nach Blanken­stein. Im Ort und in die Nach­barorte fahren mehrere Bus­linien. Die Kurtaxe liegt bei €2 pro Person und Tag. Ausflugstipp: Der Bleilochstausee.

Freitag, 26. Juli 2024

Bad Steben

Das bayerische Staatsbad in Oberfranken besitzt zwei Heilwasserquellen für Trink- und Bade­kuren: Die radonhaltige Tempel-Quelle und die Wiesen-Quelle, ein Calcium-Hydrogen­carbonat Säuerling. Im Kurgarten gibt es zwei öffentliche Mineralbrunnen: Den Brunnen in der Trinkhalle und den Zietsch-Brunnen im Kurpark, am Übergang von der Historischen Allee zur Badstraße (Trinkgefäß mitbringen!). Die Therme Bad Steben (therme-bad-steben.de) bietet verschiedene Schwimmbecken mit Nackenduschen und Massagedüsen, eine Saunalandschaft, Salzgrotte, Massagen und diverse Wasserkuren an. Gastronomie gibt es natürlich auch: Neben dem all­ge­mein zugänglichen Restau­rant existieren zwei Bistros, die nur in Badekleidung zugänglich sind. An der Therme halten mehre­re Buslinien, von denen die Linie 1556 zum Hbf. Hof (Saale) und die Linie 1593 zum einen Kilo­meter entfernten Bahnhof Bad Steben verkehrt. Von dort fahren Züge nach Marktredwitz, Bayreuth und Hof (RB 97). Neben dem Bahnhof befinden sich ein Supermarkt und eine öffentliche Toilette. Im Ortsinneren findet man eine Metzgerei (mit warmem Mittagstisch) und einen Feinkost­laden, außer­dem eine (kostenlose) Bücherei. Ein Besuch wert ist auch das Grafik-Museum im Kur­haus. Im Musikpavillon im Kurpark finden regelmäßig Kur­kon­zerte statt. In der Klinik Franken­warte am oberen Kurpark gibt es eine Cafeteria mit Kiosk, nördlich davon, an der „schönen Aus­sicht“, meh­re­re Picknickbänke und eine Bushaltestelle. Die Kurtaxe liegt bei €3.30 pro Person und Tag. Es gilt die Kurtaxordnung der Bayerischen Staatsbäder.

Dienstag, 23. Juli 2024

Neualbenreuth-Sibyllenbad

Sibyllenbad (sibyllenbad.de), jüngstes Heilbad Bayerns und ein Ortsteil von Neualbenreuth in der Oberpfalz, hat als Heilquellen die radonhaltige Katharinenquelle und die kohlesäuremineralhaltige Sibyllenquelle, die bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychovegetativen Erschöpfungszuständen angewandt werden. Im Untergeschoss des Kur­mit­tel­hauses befindet sich ein Trinkbrunnen mit dem Heilwasser aus der Sibyl­len­quelle. Das Trin­ken ist kostenlos, sicherheitshalber sollte man ein Trinkgefäß mit­bringen. Das Heilbad sieht sich in der Tradition der nahen tschechischen Kurorte Karlsbad, Marienbad und Franzensbad. Seit Ende des Jahres 2006 besitzt Sibyllenbad eine Wellnesslandschaft auf etwa 2200 Quadrat­metern. Neben Ther­malbädern werden auch Fangopackungen, Dampfbäder und die üblichen Ergänzungen wie Sauna und Massagen offeriert. Gastronomie gibt es auch: Ein allgemein zugängliches Restaurant und ein Bistro im Wellness-Bereich. Im Kurpark nebenan gibt es eine öffentliche Toilette und die Gaststätte „Minigolfstüberl“ an der Minigolfanlage.

Im etwa einen Kilometer entfernten Ort Neualbenreuth (neualbenreuth.de) findet man einen Dorf­laden (mit Post), eine Bäckerei und eine Volksbank-Filiale mit Geldautomat. In den Ortsteilen Ren­ner­mühle, Hardeck und Maiersreuth befinden sich Bauernhöfe mit Verkauf ab Hof. Es gibt mehrere Gast­stätten im Ort und in der Umgebung. Im Markt­platz-Café kann man fertig gepackte Picknick­körbe erhalten. Vor allem der „Grenzlandturm“ ist im Sommer einen Besuch wert, bietet er neben Gastronomie auch noch eine hervorragende Aussicht. An der Gästeinformation im Ort und im Bad offerieren offene Bücherschränke den Besuchern kostenlosen Lesestoff. Die Kurtaxe liegt bei €2 pro Person und Tag. Linienbusse fahren nur an Schultagen nach Waldsassen. Der Rufbus „Baxi“ fährt alle zwei Stunden nach Marktredwitz Bf. (fahrmit-tirschenreuth.de oder fahrmit-baxi.de, Tel.: 0800 60 65 600). Die Benutzung ist mit der Gästekarte kostenlos. Ein reguläres Taxi bestellt man bei Maischl (www.maischl.de, Tel.: 09638 91110).

Samstag, 20. Juli 2024

Besuch in Gersfeld

Die Kleinstadt (ca. 5600 Einw.) in der hessischen Rhön wechselte in ihrer Geschichte mehrmals den Landesherren und ist dazu auch noch mehrfach niedergebrannt (gersfeld.de). Trotzdem finden sich am Marktplatz noch ein paar wenige, aber sehenswerte Fachwerkhäuser aus dem 17. Jahrhundert, außer­dem die lutherische Pfarrkirche von 1788 und das Barockschloss von 1740. Aus dem frühen 20. Jahrhundert stammen die Parkvilla und die heutige Stadt­halle (öffentl. Toilette nebenan). Prak­tisch alle Gebäude befinden sich am Schlosspark, der somit eine Art touristisches Zentrum dar­stellt. Hinter der Parkvilla liegt die Rhön-Klinik Küppelsmühle, die im Erd­ge­schoss eine Cafeteria und einen Wasser­spender offeriert (rhoen-klinik.de). Gastro­no­mie und Ho­tel­lerie gibt es im Ort zur Ge­nü­ge, ebenso Einkaufsmöglichkeiten und eine Massage­praxis. Vor allem am Markt­platz findet man ein paar angenehme Cafés. Als Geheimtipp gilt das Café Wahl südlich des Zen­trums und un­weit des Freibades. Östlich und südwestlich des Schloss­parkes befinden sich zwei Super­märkte. Außer­halb des Ortes liegen der 50ha große Wildpark (wildpark-gersfeld.de), die Kaskadenschlucht und etwa 5km entfernt die Wasser­kuppe, der höchste Berg der Rhön (950m). Der Wild­park liegt in­mit­ten eines Wandergebietes und in seiner Umgebung befinden sich zwei Aus­flugs­lokale. Am dorti­gen Simmelsberg wird im Winter auch Ski gelaufen (skizentrum-simmelsberg.de). Land- und Forst­wirt­schaft bilden bis heute die Grund­lage der Wirtschaft, denn Industrie gibt es so fernab aller Bal­lungs­räume kaum. Eine beson­dere Attraktion ist jedoch die Fisch­zucht Rhönforelle, an der Aus­fall­straße nach Ebersburg gelegen (rhoenforelle.de). Hier erhält man Kaviar vom Stör aus eigener Zucht! Da­ne­ben besteht im Ort die Rhöwa Kerzenmanufaktur mit Werksverkauf (rhöwa.de). Die Gers­felder Kurtaxe be­trägt €2.10 pro Tag und Person. Vom Bahnhof Gersfeld fährt eine Regio­nal­bahn nach Fulda und es verkehren Busse u.a. nach Bad Neustadt an der Saale und zur Wasser­kuppe.

Donnerstag, 18. Juli 2024

Sommerfrische in Lindenfels

Eingebettet in eine waldreiche Berglandschaft liegt die beschauliche Kleinstadt im Odenwald auf 350 Metern Höhe (ca. 5000 Einw.; lindenfels.de). Den ersten Aufschwung, nach Jahrhunderten die von politi­schen Wirren und Krieg geprägt waren, nahm Lindenfels durch den Bau der Nibe­lun­gen­straße von Worms über Bensheim und Lautertal, der heutigen B47. Ab 1863 verkehrte die erste Post­kutsche auf dieser Route, ab 1906 ein Omnibus. In dieser Zeit entstanden mehrere Kur- und Ferienhotels für Sommerfrische-Gäste. „Heilklimatischer Kurort“ nennt sich Lindenfels seit 1969. Sehenswert sind die Ruine der Burg Lindenfels, der Aussichtsturm „Bismarckwarte“ und die histo­ri­sche Altstadt. Der Bürgerturm beherbergt ein Museum zum Thema Drachen (deutsches-drachenmuseum.de). Weiterhin existieren ein Heimatmuseum und eine private Kunst­galerie. In der wald­rei­chen Umgebung, die überdies ein beliebtes Wandergebiet mit Bänken, Pick­nickplätzen und Regen­schutz­hütten ist (vor allem der Schenkenberg), befinden sich diverse Natur­denk­male in Ge­stalt von Bäu­men und Steinformationen. Recht schmucklos daher kommt jedoch der außerhalb ge­le­gene Nibe­lun­gen­brunnen. Weiterhin gibt es ein Freibad und einen Minigolfplatz. Gast­stätten und Geschäfte findet man in Lindenfels nur wenige, ein Supermarkt (mit WLAN) liegt am Orts­rand. Die außerhalb des Ortsteils Winterkasten gelegene Eleonoren-Klinik (ca. 6km vom Hauptort; Bushalt) be­sitzt eine Cafeteria und offeriert einen kostenlosen Wasser­spender und WLAN (eleonoren-klinik.de). Durch Lindenfels verkehren Busse nach Bensheim (Bf.) und Neunkirchen (Linie 665), sowie Fürth und Reichelsheim (Linie 666). Die Kurtaxe liegt bei €0.25 pro Tag und Person.