Mittwoch, 29. Mai 2024

Cafeterien in Kur- und Reha-Kliniken

In vielen Heilbädern gibt es Kur- und Reha-Kliniken verschiedenster Träger, u.a. der Deutschen Rentenversicherung oder der Knappschaft, aber auch von privaten Anbietern. Größtenteils befinden sich diese Kliniken in der Nähe des Kurparks oder am Ortsrand. Die meisten Kliniken besitzen eine öffentlich zu­gäng­liche Cafeteria für Gäste und Besucher, die oft auch ein Kiosk-Sortiment offeriert. Manchmal stehen auch Getränkeautomaten im Foyer. Der ein Heilbad besuchende, preisbewusste Snob, der im Kurpark pro­meniert und dabei das Bedürfnis verspürt in einem gastronomischen Be­trieb einzu­keh­ren, sollte erwägen die Cafeteria einer benachbarten Kurklinik aufzusuchen. Meist erhält man dort Getränke, kleine Snäcks und ein Tagesgericht zu durchaus günstigen Preisen.

Sonntag, 26. Mai 2024

Mit dem D-Ticket auf's Wasser

Eine Kreuzfahrt ist es nicht gerade, wenn man mit dem D-Ticket eine Fähre nutzt, die Teil des ÖPNV ist. Aber dafür kostet es nichts extra. In Berlin und Dresden sind die Fährüberfahrten eher kurz, ebenso bei den Rheinfähren des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel oder der Lübecker Priwall­fähre. Mit 15 Minuten etwas länger ist die Überfahrt auf dem Bodensee von Meersburg nach Kon­stanz, jedoch muss man als Passagier in einem Linienbus sitzen.

Interessanter sind folglich die Fähren in Hamburg, denn sämtliche Hafenfähren die an den Lan­dungs­brücken anlegen, können mit dem D-Ticket genutzt werden, wobei vor allem die Linie 62 als Ge­heim­tipp für eine kostenlose Hafen­rund­fahrt gilt (ab Landungsbrücke 3). Die Fahrt beinhaltet die Blohm & Voss Docks, die Fischauktionshalle, das Dockland (wo oft auch große Kreuzfahrtschiffe liegen) und den Museumshafen Övelgönne mit Elbstrand. Auch die Linie 61 ist interessant, hat man von ihr doch eine hervorragende Aussicht auf die nach Einbruch der Dunkelheit beleuchtete Köhl­brand­brücke. Vom Theater am Hafen aus hat man eine ebensolche, hervorragende Aussicht auf Ham­burg (Linie 73). Einige Fähren haben Gastronomie an Bord.

Fast noch besser ist es in Kiel, denn die Förde-Fähr­linie F1 von Kiel nach Laboe und saisonal nach Stran­de benötigt bis Laboe etwa eine Stunde und weitere 20 Minuten bis Strande (strande.de). Be­steigt man die Fähre die Kiel um 9:30 Uhr verlässt und in Strande um 11:05 Uhr eintrifft, dann kann man den Nach­mittag am kurabgabepflichtigen (€1, Tickets am Automaten) Badestrand an der Strand­straße (Gastronomie, Toiletten, Strandkörbe,WLAN) oder am kleineren, unbe­wirt­schafteten, aber frei zugänglichen Naturstrand „Südstrand“ (mit Hunde­strand­abschnitt) verbringen und um 15:50 Uhr mit der Fähre zurück nach Kiel fahren, die dort um 17:36 Uhr ankommt. Alternativ könn­te man eine Station vor Strande die Fähre verlassen und den Tag in Schilksee ver­bringen. Gastro­nomie gibt es an Bord der Fähren leider nicht.

Freitag, 24. Mai 2024

Der Wasserfall von Kliding (Eifel)

Mit seinen rund 28 Metern Fallhöhe ist der Klidinger Wasserfall der höchste Wasserfall der Eifel. Er ist Teil des Klidinger Bachs, welcher unmittelbar am südlichen Ortsrand entspringt und dann unter­halb des Wasserfalls in den Erden­bach mündet. An dieser Stelle gibt es eine kleine Brücke über den Erden­bach und einen Picknickplatz. Umgeben von Wald, Felsen und Efeu wirkt der Wasser­fall wild­romantisch. Im Winter beeindruckt er durch zahlreiche Eis­zapfen. Etwa 700 Meter oberhalb des Wasserfalls steht eine Regen­schutz­hütte. Auf dem Weg dorthin passiert man den Aussichtspunkt Erdenbachtalblick. Der Weg führt in nordöstliche Richtung und endet nach insgesamt 3.3km in der Ge­mein­de Kliding. Von dort fährt der Kleinbus 716 (teilw. Rufbus; vrminfo.de) alle zwei Stunden nach Bad Ber­trich. Westlich des Wasserfalls befindet sich die Ortschaft Kennfus in etwa 3km Ent­fernung. Ab dort verkehrt zweistündlich der Bus 750 nach Bad Bertrich und Bullay (Bf.). Südlich des Was­ser­falls liegt etwa 4,3km entfernt der Kurort Bad Bertrich. Zwischen dem Wasserfall und Bad Bertrich befinden sich mehrere Aussichtspunkte, Sitz­bänke, ein Gebetshäuschen, eine Sedi­ment­wand, eine Quelle und eine Höhle. 

In der Nähe: Bad Bertrich

Dienstag, 21. Mai 2024

Besuch in Vianden (L)

Die Stadt an der Our ist ein beliebtes Ausflugsziel (visit-vianden.lu). Über ihr thront die in den letzten Jahr­zehn­ten re­stau­rierte Burg Vianden, Sitz der gleich­namigen Grafen von Vianden seit dem 11. Jahr­hundert. Weitere Sehens­würdig­keiten sind das Haus, in welchem der französische Literat Victor Hugo einige Zeit im Exil gelebt hat, die Trinitarierkirche, die Sodalitätskapelle und das Pump­spei­cher­kraft­werk. Ein Sessellift, der einzige im Groß­herzog­tum Luxem­burg, über­quert die Our und über­windet in 6 Minuten 160 Höhenmeter vom Ort bis zur Bergstation auf 370 Metern, wo sich ein Aus­sichts­punkt mit Gast­stätte und mit einem Panorama­rund­blick über die Gemeinde, die Burg und das Kraft­werk befindet. Entlang des Flusslaufes nördlich des Ortes stehen vor allem auf dem Westufer mehrere Pick­nick­bänke, ebenso im westlich angrenzenden Wald. Gastro­nomie und Hotel­lerie sind im Ort ausreichend vorhanden und auf der Grand Rue fin­det man ein paar Ge­schäf­te. Am „Stadt­hous“ gibt es eine öffent­liche Toilette, weitere sind am Fried­hof, an der Seilbahnbergstation und in der Rue de la Gare. Vian­den erreicht man mit dem (zwei-) stündlich verkehrenden Bus Linie 180 von Bitburg ZOB nach Ettelbruck (L). Der öffentliche Nahverkehr ist in Luxemburg weit­gehend kostenlos. In Vianden beginnt/endet der Fern­wander­weg 16 (Mosel-Our-Weg: Alf – Vianden) des Eifel­vereins.

Samstag, 18. Mai 2024

Manderscheid und das Liesertal (Eifel)

Die kleine Eifelstadt (<1500 Einw.) an der Lieser zwischen Daun und Wittlich gilt als heilklima­ti­scher und Kneipp-Kur­ort und ist vor allem für ihre zwei Burgen bekannt (manderscheid.de). Dane­ben be­fin­den sich im Ort einige sehenswerte profane und sakrale Gebäude, darunter mehrere Hei­li­gen­häus­chen und Bild­stöcke, sowie ein besuchenswerter Kurpark. Außerdem gibt es zwei Museen die sich mit der Region befassen, zwei Bankfilialen, Gastronomie und einige, wenige Einzelhändler. Eine öffent­liche Toilette befindet sich an der Ecke Kur­fürsten­straße / Grafen­straße. Am südlichen Orts­rand liegen im Gewerbe­gebiet zwei Supermärkte. Im Ort finden jährlich ein Burgenfest und die Eifeler Kulturtage statt. Die am westlichen Ortsrand liegende Eifelklinik bietet (Heiß-) Getränke­auto­maten und kostenfreies WLAN. Durch Manderscheid verlaufen die Wan­der­wege Eifel­steig (Aachen – Trier) und Lieserpfad (Daun – Wittlich), außer­dem gibt es einen Klettersteig. Die beson­dere Attrak­tion ist jedoch das wildromantische Liesertal zwischen der Neuwies und dem Burg­wei­her; ein her­vor­ragendes Wandergebiet mit Sitzbänken, Regenschutzhütten und Aussichts­plätzen. Die Gäste­taxe beträgt €2.20 pro Übernachtung und Person. In Mander­scheid verkehren u.a. die Bus­linie 300 Wittlich – Daun (zwei-) stündlich und die Ruf-Busse der Linien 533 und 553 spora­disch nach Daun oder Gerol­stein.

In der Nähe: Die Burgruine Biederburg

Mittwoch, 15. Mai 2024

Sommerfrische in Densborn / Eifel

Das sonst eher enge Kylltal ist an dieser Stelle relativ breit, sodass das Dorf in einer wiesen­gesäum­ten Flussaue liegt. Nur am östlichen Ortsrand steigt es leicht an. Neben dem Fluss folgt die Eisen­bahn dem Talverlauf in Richtung Süden, auf ihrem Weg von Köln nach Trier. Es ist der Bahn­hof, der das 600-Seelen-Dorf seit 1871 auf den Landkarten sichtbar macht (densborn-eifel.de). Sehens­wert sind im Ort die Pfarr­kirche, die Wassermühle von 1762, das historische Bahn­hofs­ge­bäu­de und einige Weg­kreuze in der Umge­bung. An der Kyll liegt ein kleiner Park mit Bänken. Im Gegensatz zu vielen anderen Eifel­dörfern ver­fügt Densborn über einen Dorfladen (geöffnet Mo.-Fr. 6-13h+Do.-Fr. 15-18h, Sa.7-12h). Außerdem gibt es eine Gast­stätte (Ruhetage Mo.+Di.) und einen Friseur. Eine ört­li­che Spe­zia­lität ist Honig aus dem Kylltal (kylltalhonig.de). Tou­risten kommen nur wenige nach Dens­born, ob­wohl es mehrere Ferien­wohnun­gen und eine Pension gibt. Die Gäste­taxe beträgt €0.75 pro Über­nachtung und Person.

Densborn liegt an der Bahnstrecke Köln – Trier. Im Allgemeinen fährt stündlich ein Zug in jede Richtung. Die Fahrzeit nach Köln beträgt etwa eindreiviertel Stunden, nach Trier ca. 75 Minuten. Durch den Ort führt die L24 zum etwa 15km entfernten Gerolstein im Norden oder ins ca. 12km entfernte Kyllburg im Süden. Nach Westen zweigt die L33 ab, nach Osten eine Verbindungs­straße zur L16. Der Fernwanderweg 4 (Felsenweg: Kreuzau – Trier) des Eifelvereins und der Kyll­tal-Rad­weg (Los­heimer­gra­ben – Ehrang) führen durch Densborn.

Nachtrag: Der Dorfladen ist seit Anfang 2025 geschlossen. 

Sonntag, 12. Mai 2024

Sommerfrische in Kyllburg / Eifel

Die kleine Stadt in der südwestlichen Eifel (<1000 Einw., stadt-kyllburg.de) mit ihrer Burg, der mittel­alterlichen Altstadt und der markanten Stiftskirche besitzt eine Tradition als Sommer­frische-Ort und gilt überdies als Luftkurort. Schon kurz nach der Er­öff­nung der Eifel-Bahnstrecke im Jahre 1871 kamen die ersten Be­su­cher aus Köln, Düsseldorf, dem Ruhr­gebiet und den Nieder­landen zur Sommer­frische in die Eifel. Bereits 1880 wurde der Vor­läufer des Hotels „Eifeler Hof“ eröffnet, welches ab 1890 zum ersten Haus am Platz wurde. Spa­zier­wege und ein Kur­park wurden angelegt, ein Freibad am Ufer der Kyll ein­gerichtet und die Marien­säule als Denkmal und Aus­sichts­punkt oberhalb der Stadt erbaut. Später kam auch eine evange­li­sche Kirche hinzu, für die Seel­sorge der evangelischen Feriengäste.

Der heutige Besucher findet neben den altehrwürdigen Sehenswürdigkeiten auch einen Supermarkt mit Bäckerei im Neubaugebiet und eine Apotheke, Post, Geld­auto­maten, Friseur, einen Flohmarkt-Laden und zwei Gastronomiebetriebe im alten Ortsteil vor (tägl. außer Mittwochs geöffnet: Piz­ze­ria „Bella Italia“, bella-italia-kyllburg.de; „Zur Post“ nur Sonn- und Feiertags und Abends geöffnet). Die Bahnhofsgaststätte offeriert nur Getränke. Die Campingplatzschänke beim Frei­bad bietet im Som­mer tags­über Ge­tränke und Eis, und Abends auch warme Küche.

Sehenswert ist überdies der etwa 2km ent­fernte Nach­bar­ort Malberg (<600 Einw.), mit seinem Schloss (schloss-malberg.de) und dem mit­tel­alterlichen Orts­kern. Neben dem Schlosscafé (im Som­mer Sonn- und Feiertags ge­öffnet), gibt es dort einen Dorf­laden (werktags 8-18h geöffnet) und eine Mas­sage­praxis (sues-thaimassage.de). Es verkehrt der Bus 443 zwei­stünd­lich zwischen Kyll­burg und Mal­berg.

Kyllburg liegt an der Bahnstrecke Köln – Trier. Im Allgemeinen fährt stündlich ein Zug in jede Rich­tung. Die Fahrzeit nach Köln beträgt etwa zwei Stunden, nach Trier etwa eine Stunde. Nicht weit von Kyllburg verläuft die Autobahn A60. Die Fernwanderwege 4 (Felsenweg: Kreuzau – Trier) und 16 (Mosel-Our-Weg: Alf – Vianden) des Eifelvereins und der Kylltal-Radweg (Los­heimer­gra­ben – Ehrang) führen über Kyllburg und/oder Malberg.