Das Heilbad im Thüringer Wald (bad-liebenstein.de) beherbergt im Ortsteil Steinbach mit Schloss Altenstein die frühere Sommerresidenz der Herzöge von Sachsen-Meiningen, die auf jeden Fall einen Besuch wert ist, vor allem der Schlosspark. Wegen Baumaßnahmen ist das Schloss zwar derzeit für die Öffentlichkeit gesperrt, aber der Schlosspark ist frei zugänglich. Im Hauptort existiert eine der kohlensäurereichsten Heilquellen Deutschlands, einen Natrium-Calcium-Chlorid-Hydrogencarbonat-Säuerling. Die bereinigte und gefasste Quelle trägt den Namen Casimirbrunnen. Der Brunnentempel steht in der Herzog-Georg-Straße und ist für jedermann (ebenerdig) erreichbar. Außerdem ist das Wasser in der klassizistischen Wandelhalle von 1913 im historischen Kurpark frei erhältlich. Ein Trinkgefäß bringt man selbst mit. Sehenswert sind am Ort und in der Umgebung diverse historische Gebäude (u.a. Schloss Altenstein) und Naturdenkmäler, die Altensteiner Höhle, ein Schaubergwerk und ein Tierpark. In Bad Liebenstein befinden sich mehrere Geschäfte und Supermärkte; der Rewe bietet eine Heiße Theke und WLAN. Die Fachklinik gegenüber vom Kurpark besitzt eine Cafeteria und einen Kiosk. Vom Busbahnhof aus verkehren Linienbusse u.a. nach Bad Salzungen (Bf.) und Eisenach. Die Kurtaxe liegt bei €2 pro Person und Tag.
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Donnerstag, 1. August 2024
Montag, 29. Juli 2024
Bad Lobenstein
Herzstück des Kurbetriebes in dem Thüringischen Moorheilbad (moorbad-lobenstein.de) ist die Ardesia Therme (ardesia-therme.de). Das ca. 21°C warme Thermalwasser ist eine Akratotherme, die in Bädertherapien u.a. für Behandlungen bei Erkrankung des Bewegungsapparates und von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verwendet wird. Der Klassiker bei rheumatischen Beschwerden ist jedoch das Naturmoorbad in der Softpackliege. Aber auch Vollbäder in der Moorwanne oder Packungen für einzelne Körperteile sind möglich. Verwendet wird das Torfmoor aus dem örtlichen Hochtorfmoorvorkommen. Eine Spezialität des Hauses ist die sog. „Moorsauna“. Natürlich werden auch eine konventionelle Sauna, Massagen oder Wellness-Behandlungen angeboten, außerdem eine Infrarotkabine und eine Salzgrotte. Weiterhin gibt es eine Thermen-Cafeteria. Im Ort und am Rande des alten Ortskerns befinden sich mehrere Supermärkte. Dienstags steht ein mobiler Hähnchengrill vor dem Kulturhaus neben dem Kurpark (reuthers-grill.de). Vom Bahnhof Bad Lobenstein verkehren Züge nach Saalfeld und nach Blankenstein. Im Ort und in die Nachbarorte fahren mehrere Buslinien. Die Kurtaxe liegt bei €2 pro Person und Tag. Ausflugstipp: Der Bleilochstausee.
Freitag, 26. Juli 2024
Bad Steben
Das bayerische Staatsbad in Oberfranken besitzt zwei Heilwasserquellen für Trink- und Badekuren: Die radonhaltige Tempel-Quelle und die Wiesen-Quelle, ein Calcium-Hydrogencarbonat Säuerling. Im Kurgarten gibt es zwei öffentliche Mineralbrunnen: Den Brunnen in der Trinkhalle und den Zietsch-Brunnen im Kurpark, am Übergang von der Historischen Allee zur Badstraße (Trinkgefäß mitbringen!). Die Therme Bad Steben (therme-bad-steben.de) bietet verschiedene Schwimmbecken mit Nackenduschen und Massagedüsen, eine Saunalandschaft, Salzgrotte, Massagen und diverse Wasserkuren an. Gastronomie gibt es natürlich auch: Neben dem allgemein zugänglichen Restaurant existieren zwei Bistros, die nur in Badekleidung zugänglich sind. An der Therme halten mehrere Buslinien, von denen die Linie 1556 zum Hbf. Hof (Saale) und die Linie 1593 zum einen Kilometer entfernten Bahnhof Bad Steben verkehrt. Von dort fahren Züge nach Marktredwitz, Bayreuth und Hof (RB 97). Neben dem Bahnhof befinden sich ein Supermarkt und eine öffentliche Toilette. Im Ortsinneren findet man eine Metzgerei (mit warmem Mittagstisch) und einen Feinkostladen, außerdem eine (kostenlose) Bücherei. Ein Besuch wert ist auch das Grafik-Museum im Kurhaus. Im Musikpavillon im Kurpark finden regelmäßig Kurkonzerte statt. In der Klinik Frankenwarte am oberen Kurpark gibt es eine Cafeteria mit Kiosk, nördlich davon, an der „schönen Aussicht“, mehrere Picknickbänke und eine Bushaltestelle. Die Kurtaxe liegt bei €3.30 pro Person und Tag. Es gilt die Kurtaxordnung der Bayerischen Staatsbäder.
Dienstag, 23. Juli 2024
Neualbenreuth-Sibyllenbad
Sibyllenbad (sibyllenbad.de), jüngstes Heilbad Bayerns und ein Ortsteil von Neualbenreuth in der Oberpfalz, hat als Heilquellen die radonhaltige Katharinenquelle und die kohlesäuremineralhaltige Sibyllenquelle, die bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychovegetativen Erschöpfungszuständen angewandt werden. Im Untergeschoss des Kurmittelhauses befindet sich ein Trinkbrunnen mit dem Heilwasser aus der Sibyllenquelle. Das Trinken ist kostenlos, sicherheitshalber sollte man ein Trinkgefäß mitbringen. Das Heilbad sieht sich in der Tradition der nahen tschechischen Kurorte Karlsbad, Marienbad und Franzensbad. Seit Ende des Jahres 2006 besitzt Sibyllenbad eine Wellnesslandschaft auf etwa 2200 Quadratmetern. Neben Thermalbädern werden auch Fangopackungen, Dampfbäder und die üblichen Ergänzungen wie Sauna und Massagen offeriert. Gastronomie gibt es auch: Ein allgemein zugängliches Restaurant und ein Bistro im Wellness-Bereich. Im Kurpark nebenan gibt es eine öffentliche Toilette und die Gaststätte „Minigolfstüberl“ an der Minigolfanlage.
Im etwa einen Kilometer entfernten Ort Neualbenreuth (neualbenreuth.de) findet man einen Dorfladen (mit Post), eine Bäckerei und eine Volksbank-Filiale mit Geldautomat. In den Ortsteilen Rennermühle, Hardeck und Maiersreuth befinden sich Bauernhöfe mit Verkauf ab Hof. Es gibt mehrere Gaststätten im Ort und in der Umgebung. Im Marktplatz-Café kann man fertig gepackte Picknickkörbe erhalten. Vor allem der „Grenzlandturm“ ist im Sommer einen Besuch wert, bietet er neben Gastronomie auch noch eine hervorragende Aussicht. An der Gästeinformation im Ort und im Bad offerieren offene Bücherschränke den Besuchern kostenlosen Lesestoff. Die Kurtaxe liegt bei €2 pro Person und Tag. Linienbusse fahren nur an Schultagen nach Waldsassen. Der Rufbus „Baxi“ fährt alle zwei Stunden nach Marktredwitz Bf. (fahrmit-tirschenreuth.de oder fahrmit-baxi.de, Tel.: 0800 60 65 600). Die Benutzung ist mit der Gästekarte kostenlos. Ein reguläres Taxi bestellt man bei Maischl (www.maischl.de, Tel.: 09638 91110).
Samstag, 20. Juli 2024
Besuch in Gersfeld
Die Kleinstadt (ca. 5600 Einw.) in der hessischen Rhön wechselte in ihrer Geschichte mehrmals den Landesherren und ist dazu auch noch mehrfach niedergebrannt (gersfeld.de). Trotzdem finden sich am Marktplatz noch ein paar wenige, aber sehenswerte Fachwerkhäuser aus dem 17. Jahrhundert, außerdem die lutherische Pfarrkirche von 1788 und das Barockschloss von 1740. Aus dem frühen 20. Jahrhundert stammen die Parkvilla und die heutige Stadthalle (öffentl. Toilette nebenan). Praktisch alle Gebäude befinden sich am Schlosspark, der somit eine Art touristisches Zentrum darstellt. Hinter der Parkvilla liegt die Rhön-Klinik Küppelsmühle, die im Erdgeschoss eine Cafeteria und einen Wasserspender offeriert (rhoen-klinik.de). Gastronomie und Hotellerie gibt es im Ort zur Genüge, ebenso Einkaufsmöglichkeiten und eine Massagepraxis. Vor allem am Marktplatz findet man ein paar angenehme Cafés. Als Geheimtipp gilt das Café Wahl südlich des Zentrums und unweit des Freibades. Östlich und südwestlich des Schlossparkes befinden sich zwei Supermärkte. Außerhalb des Ortes liegen der 50ha große Wildpark (wildpark-gersfeld.de), die Kaskadenschlucht und etwa 5km entfernt die Wasserkuppe, der höchste Berg der Rhön (950m). Der Wildpark liegt inmitten eines Wandergebietes und in seiner Umgebung befinden sich zwei Ausflugslokale. Am dortigen Simmelsberg wird im Winter auch Ski gelaufen (skizentrum-simmelsberg.de). Land- und Forstwirtschaft bilden bis heute die Grundlage der Wirtschaft, denn Industrie gibt es so fernab aller Ballungsräume kaum. Eine besondere Attraktion ist jedoch die Fischzucht Rhönforelle, an der Ausfallstraße nach Ebersburg gelegen (rhoenforelle.de). Hier erhält man Kaviar vom Stör aus eigener Zucht! Daneben besteht im Ort die Rhöwa Kerzenmanufaktur mit Werksverkauf (rhöwa.de). Die Gersfelder Kurtaxe beträgt €2.10 pro Tag und Person. Vom Bahnhof Gersfeld fährt eine Regionalbahn nach Fulda und es verkehren Busse u.a. nach Bad Neustadt an der Saale und zur Wasserkuppe.
Donnerstag, 18. Juli 2024
Sommerfrische in Lindenfels
Eingebettet in eine waldreiche Berglandschaft liegt die beschauliche Kleinstadt im Odenwald auf 350 Metern Höhe (ca. 5000 Einw.; lindenfels.de). Den ersten Aufschwung, nach Jahrhunderten die von politischen Wirren und Krieg geprägt waren, nahm Lindenfels durch den Bau der Nibelungenstraße von Worms über Bensheim und Lautertal, der heutigen B47. Ab 1863 verkehrte die erste Postkutsche auf dieser Route, ab 1906 ein Omnibus. In dieser Zeit entstanden mehrere Kur- und Ferienhotels für Sommerfrische-Gäste. „Heilklimatischer Kurort“ nennt sich Lindenfels seit 1969. Sehenswert sind die Ruine der Burg Lindenfels, der Aussichtsturm „Bismarckwarte“ und die historische Altstadt. Der Bürgerturm beherbergt ein Museum zum Thema Drachen (deutsches-drachenmuseum.de). Weiterhin existieren ein Heimatmuseum und eine private Kunstgalerie. In der waldreichen Umgebung, die überdies ein beliebtes Wandergebiet mit Bänken, Picknickplätzen und Regenschutzhütten ist (vor allem der Schenkenberg), befinden sich diverse Naturdenkmale in Gestalt von Bäumen und Steinformationen. Recht schmucklos daher kommt jedoch der außerhalb gelegene Nibelungenbrunnen. Weiterhin gibt es ein Freibad und einen Minigolfplatz. Gaststätten und Geschäfte findet man in Lindenfels nur wenige, ein Supermarkt (mit WLAN) liegt am Ortsrand. Die außerhalb des Ortsteils Winterkasten gelegene Eleonoren-Klinik (ca. 6km vom Hauptort; Bushalt) besitzt eine Cafeteria und offeriert einen kostenlosen Wasserspender und WLAN (eleonoren-klinik.de). Durch Lindenfels verkehren Busse nach Bensheim (Bf.) und Neunkirchen (Linie 665), sowie Fürth und Reichelsheim (Linie 666). Die Kurtaxe liegt bei €0.25 pro Tag und Person.
Montag, 15. Juli 2024
Sommerfrische in Bodenmais
Eine Tradition als Sommerfrische-Ort besitzt die Marktgemeinde (ca. 3600 Einw.) am Fuße des Großen Arbers im Bayerischen Wald nicht, auch wenn sie sich seit 1992 „Heilklimatischer Kurort“ nennt (bodenmais.de). Heilanzeigen liegen u.a. für Psychosomatische Erschöpfungszustände vor, unter denen Snobs bekanntermaßen häufiger leiden. Bis zum 16. Jahrhundert dominierte der Bergbau. Nach dessen Niedergang lebte die Region zeitweise von Prostitution und Schnapsbrennerei. Entlastung brachte erst die Ansiedlung von Glashütten. Im 19. Jahrhundert gab es erste Ansätze von Tourismus: 1883 wurde der Bayerischer Wald-Verein gegründet. Der Ausbau der touristischen Infrastruktur erfolgte jedoch erst im 20. Jahrhundert. Sehenswert sind im Ort die Pfarrkirche und diverse kleinere Sakralbauten, sowie die Profanbauten am Marktplatz aus dem 19. Jahrhundert. Am Silberberg existiert ein Besucherbergwerk und im alten Rathaus ein Ortsmuseum. Außerdem gibt es bis heute ein paar Glasbläsereien im Ort. Der Kurpark ist zwar nicht sehr groß, aber stimmungsvoll. An seinem Rand befindet sich die Bahnhaltestelle, von wo Triebwagen der Waldbahn nach Zwiesel verkehren (Umstieg nach Plattling). Auf der anderen Seite liegt die Haltestelle der Buslinie 6198 (öffentl. Toilette nebenan) zur Arber Bergbahn und nach Bayerisch Eisenstein (Grenzsupermarkt, Lokalbahnmuseum). Außerdem gibt es einen Ortsbus. Hinter der Bahnhofstraße steht ein Supermarkt (weitere am westlichen Ortsrand). Nördlich des Kurparks schließt sich das Schwimmbad mit Innen- und Außenbecken an (kein Thermalwasser!). Noch weiter nördlich liegt die Reha-Klinik Silberberg-Klinik mit Cafeteria, Getränkeautomaten, japanischem Garten und eigenem Therapiestollen (bei Atemwegserkrankungen, Zugang nur mit ärztl. Verordnung; silberberg-klinik.de). Die besonderen Attraktionen liegen jedoch in der Umgebung von Bodenmais, u.a. der Große Arber, der Kleine Arber, der Arbersee, die Riesloch- und Hochfall Wasserfälle, der Silberberg (Sesselbahn), der Riederinfelsen und überhaupt die Umgebung mit ihren bewaldeten Felsformationen. Im Winter ist auch das Hohenzollern Skistadion einen Besuch wert (ca.10km, hohenzollern-skistadion.de). Die Kurtaxe in Bodenmais beträgt €3.60 pro Tag und Person, für Tagesbesucher €3.20. Keine Kurtaxe wird in der Gemeinde Lindberg (Nachbarort von Zwiesel) erhoben, deren Ortsteil Ludwigsthal eine Bahnstation hat.