Samstag, 24. Juni 2023

Mini-Kreuzfahrt nach Göteborg

Die Reisezeit auf der Route Kiel – Göteborg mit Stena Line (stenaline.de) liegt bei etwa 14 Stun­den. Der Check-in muss bis ca. 18 Uhr erfolgen, das Schiff startet dann kurz vor 19 Uhr. Der Ziel­hafen wird am nächsten Tag gegen 9 Uhr erreicht. Der Reisepreis beginnt bei €49 pro Person. Mahl­zeiten werden gesondert berechnet, können aber im voraus gebucht werden.

Zum Speisen stehen – je nach Fährschiff - ein Á-la-Carte- und ein Buffet-Restaurant zur Ver­fü­gung, außer­dem eine (Getränke-) Bar. Der Bord­shop offeriert das übliche Sortiment aus Parfüm, Kosme­ti­ka, Süßwaren, Spielzeug, Souvenirs und Spirituosen zu skandinavischen Preisen. Interessant sind aber auf jeden Fall pfand­freie Getränkedosen zu auch für Mittel­europäer günstigen Preisen, sowie einige Süßwaren. Es gibt einen Kin­der-Bereich und ein Automatencasino mit eher geringem Snob-Appeal, aber teilweise kostenloses WLAN. Wichtig: Auf allen Fähren kann nur bargeldlos bezahlt werden.

In Göteborg sollte man auf jeden Fall die Feskekörka (Fischkirche; feskekörka.se) besuchen. Un­weit des Kanals der die Innenstadt umgibt liegt dieser Fischmarkt in der Rosenlundsgatan in einem einer Kirche ähnlichen Gebäude (Strab-H. Hagakyrkan, ca. 350m). Dort gibt es Fisch- und Schalen­tierstände, Restaurants und Take Aways.

Der Göteborger Fähranleger liegt an der Elof Lindälvs gata. Die nächste Straßenbahnhaltestelle ist Jaegerdorffsplatsen, ca. 5 min. vom Terminal entfernt (beschildert). Die Feskekörka ist von der Halte­stelle Jaegerdorffsplatsen aus mit den Linien 1,3,5,6,9,10 zu erreichen. In den Straßen­bahnen befinden sich Automaten, an denen mit Münzen oder Kreditkarte bezahlt werden kann. Außerdem kann ein Mobiltelefon benutzt werden, um Fahrkarten zu kaufen. Passendes Reise­mitbringsel: Seife und Pflegeprodukte des schwedischen Hoflieferanten Victoria of Sweden (victoriasoap.se).

Freitag, 16. Juni 2023

Mini-Kreuzfahrt nach Helsinki

Die Route Travemünde – Helsinki mit Finnlines (finnlines.com) ist für Mini-Kreuzfahrten gut ge­eignet. Eine Mini-Kreuzfahrt auf dieser Route dauert vier Tage. Es beginnt Abends ab 21 Uhr mit dem Einchecken. Das Boarding startet um 23:30 Uhr; abgelegt wird gegen 2 Uhr Mor­gens. Der folgende Tag ist ein Seetag. Man verbringt ihn mit Brunch, einem Besuch im Whirlpool oder auf dem Sonnendeck, wenn das Wetter es erlaubt. Am dritten Tag erreicht das Schiff gegen 10 Uhr Helsinki. Hier hat man drei Stunden Zeit für einen kurzen Landgang. Dann geht es wieder zurück nach Travemünde. Dort trifft das Schiff am folgenden Abend gegen 22 Uhr ein. Im Reise­preis der Mini-Kreuzfahrt inbegriffen sind die Buffet-Mahlzeiten im SB-Panoramarestaurant auf Hin- und Rückfahrt, außer­dem Wasser, Milch, Kaffee und Tee; bei einigen Pauschalangeboten auch andere Getränke. Die Preise für diese Touren starten bei €328 pro Person.

Das Unterhaltungsprogramm an Bord ist allerdings nicht sehr ausgefeilt. Es gibt eine Sauna, einen Whirl­pool und einen Fitnessraum. Die Benutzung ist kostenlos. Man kann auch eine kosten­pflich­tige Rückenmassage erhalten. Für Kinder und Jugendliche existieren eigene Bereiche. Der Bord­shop offeriert das übliche Sortiment aus Parfüm, Kosmetika, Süßwaren, Spielzeug, Souvenirs und Spirituosen zu skandinavischen Preisen (kein Duty Free Verkauf). Interessant sind aber auf jeden Fall pfand­freie Getränke­dosen zu auch für Mittel­europäer günstigen Preisen, sowie einige Süß­waren. Im Sommer wird auch Live-Musik in der Schiffsbar geboten (die dortigen Cocktails sind durchaus genießbar). Tele­fo­nie­ren und die Nutzung von WLAN sind kostenpflichtig und auf See recht teuer.

Den Aufenthalt in Helsinki nutze man u.a. zur Besichtigung der Markthallen Vanha Kauppahalli und Hakanie­mi. Gratis besucht werden können u.a. der Dom und die meisten Kirchen, die Musik­halle (Kon­zer­te kosten natürlich Eintritt), die Finlandia-Halle und der Aussichtsturm im Vergnü­gungspark Lin­nan­mäki. Am ersten Mitt­woch im Monat sind folgende Museen gratis: Kunstmuseum Ateneum, Kiasma (zeitgen. Kunst) und das Synebrychoff Art Museum (Infos unter finland.fi). Der Eintritt ins Nationalmuseum ist nur Dienstags ab 17:30 Uhr kostenfrei, das Natur­kun­de­museum ist am ersten Donnerstag im Monat ab 16 Uhr kosten­frei.

Helsinki besitzt einige erwähnenswerte Kaffeehäuser. Das Café Ekberg besteht seit 1852 und gehört zu den ersten Häusern am Platze (ekberg.fi). Neben Torten und Süßwaren sind die in Skandinavien weit verbreiteten Canapés in Gestalt eines Smörgåsbords im Angebot. Die Firma Kappeli gibt es seit 1867 (kappeli.fi). Heute betreibt sie, neben einem Restaurant, eines der besten Kaffeehäuser Helsinkis. Dessen Interieur präsentiert sich in schlichten, hellen Farbtönen und auch hier wird neben Süßem ein Smörgåsbord geboten. Die Firma Fazer ist international für Ihre Schokoladen-Bonbons bekannt, die vor allem in Duty Free Läden verkauft werden (fazer.fi). Zum Portfolio gehören aber auch diverse Kaffeehäuser in Helsin­ki, in denen mit die besten Torten und Gebäck­stücke verkauft werden, die man sich vorstellen kann.

Reisehinweise:

Der Bahnreisende kommt gewöhnlich am Lübecker Hauptbahnhof an und muss sich dann zum knapp 20km entfernten Skandinavienkai im Lübecker Ortsteil Travemünde begeben. Am ein­fach­sten ist es mit den Bussen der Linien 30 und 31, die vom Lübecker ZOB (neben dem Hbf.) direkt zum Terminalgebäude des Skandinavienkais fahren (sv-luebeck.de). Der Travemünder Bahnhof „Skandinavienkaibefindet sich nicht in der Nähe des Terminalgebäudes. Ein direkter Fußweg ist nicht vorhanden. Ein Taxi bestellt man unter 04502 71213 oder 04502 4141.

Das Schiff erreicht auf der Rückfahrt Travemünde spät Abends. Die Busse vom Terminal zum Hauptbahnhof fahren je nach Wochentag bis nach Mitternacht. Wer sein Auto in Travemünde am Skandinavienkai parken möchte, kann dies auf dem dortigen Besucherparkplatz am Hafenhaus (kostenpflichtig) tun. Möglicherweise benötigt man eine an­schließende Über­nachtungs­möglichkeit in Travemünde, z.B. im Hotel Grüner Jäger (hotelgruenerjaeger.de).

Donnerstag, 8. Juni 2023

Tagestouren von Cuxhaven nach Helgoland

Ein interessantes Ausflugsziel ab Cuxhaven ist Helgoland. Der Katamaran „Halunder Jet“ der FRS Helgoline (frs-helgoline.de) verkehrt – aus Hamburg kommend - in den Sommermonaten (bis 31.10.) einmal täglich in 75 Minuten von Cuxhaven nach Helgoland und Abends zu­rück. Der Fahr­preis liegt je nach Saison und Sitzplatzkategorie im Bereich von €80 plus even­tueller Zuschläge für Zusatzleistungen. Insgesamt bietet das Schiff 680 Sitzplätze. Interessant ist zwar der VIP-Balkon, jedoch ist dieser nur in den Häfen geöffnet. Immerhin bietet die Premium Class auf dem vorderen Oberdeck Pano­rama­fenster, Sitzplätze (Breite 52cm) mit Tischen und gratis Getränke und Obst. An Bord gibt es außer­dem gratis WLAN und USB-Steckdosen an jedem Platz. Speisen und Getränke werden eben­falls am Sitz­platz serviert.

Ein weiterer Katamaran der zwischen Cuxhaven und Helgoland verkehrt (bis 14.10.) ist die MS „Nordlicht“ der Reederei Cassen Eils (cassen-eils.de). Auch dieser Katamaran benötigt für die Über­fahrt nur 75 Minuten und fährt sogar zweimal täglich. Es gibt zwei Reiseklassen: In der Com­fort Class kostet die Reise €74, in der Captains Class €95. Insgesamt hat das Schiff 450 Plätze. Gastro­nomie gibt es an Bord natürlich auch, aber leider erschließt sich der Vorteil die Captains Class zu buchen nicht aus der Werbung. Man sollte sich also vorher erkundigen, wofür genau man sein Geld ausgibt.

Das Seebäderschiff von Cassen Eils ist etwas preiswerter und berechnet nur €64 für eine Tages­fahrt nach Helgoland. Es fährt täglich (bis 14.10.) um 10 Uhr ab Cuxhaven Fährhafen und verlässt Hel­go­land wieder kurz nach 16 Uhr. Die Fahrzeit liegt bei 2 ½ Stunden. Das Schiff besitzt mehrere Salons für 1040 Passagiere, Gastronomie und drei Sonnendecks, die bei gutem Wetter auch während der Fahrt geöffnet sind.

Natürlich werden Tagesausflüge nach Helgoland auch von anderen Reedereien und Häfen aus an­geboten, u.a. ab Bremerhaven, Büsum, Hooksiel, Langeoog und Wilhelmshaven.

Montag, 5. Juni 2023

Tagestouren von Cuxhaven nach Sylt

Freitags und Samstags fährt in den Sommermonaten (bis 30.09.) der Katamaran „Adler Cat“ (adler-schiffe.de) in nur 2 ½ Stunden von Cuxhaven nach Hörnum auf Sylt. Es gibt An­schluss­ver­bin­dun­gen nach Amrum und zur Hallig Hooge. Die Abfahrt in Cuxhaven erfolgt um 8.30 Uhr oder 9:15 Uhr, die Rückfahrt startet in Hörnum kurz nach 17 Uhr. Der Fahrpreis variiert, liegt aber mit etwa €80 im oberen Bereich. Das Schiff „Adler Cat“ bietet eine SB-Gastronomie-Theke und in seiner Flugzeugbestuhlung Platz für 224 Passagiere.

Mehr über Sylt

Mittwoch, 31. Mai 2023

Post-Pestilentia Mini-Kreuzfahrt nach Oslo

Die große Pandemie liegt hinter uns und – wie böse Zungen behaupten – die nächste Pandemie direkt vor uns. Zeit für ein paar typische Snob-Aktivitäten, wie z.B. eine Kreuzfahrt machen. Leider sind Kreuzfahrten heutzutage regelrechte Massenveranstaltungen mit Rummelplatzambiente. Wer es gediegener haben will, sollte auf eine Kurz-Kreuzfahrt oder Mini-Kreuzfahrt mit einem Fähr­schiff zurückgreifen.

Bewährt hat sich u.a. die Route Kiel – Oslo mit Color Line (colorline.de). Die Reise beginnt in Kiel um 14 Uhr, wenn das Fährschiff den Hafen verlässt, auch wenn man bereits ab 12 Uhr einchecken kann (zum Color Line Anleger am Norwegenkai des Kieler Hafens gelangt man vom Hbf. zu Fuß über die Hörn­brücke). Früher gab es für Mitglieder des Color Clubs eine eigene Wartelounge, aber diese existiert leider nicht mehr. Der Hafen von Oslo wird einen Tag später gegen 10 Uhr erreicht. Bis zur Rückfahrt um 14 Uhr ab Oslo bleiben vier Stunden Zeit. Die preiswerteste (Innen-) Kabine mit Dusche und WC kostet ab €122 pro Person. Dazu kommen die Mahlzeiten, Getränke und even­tuell das Ein­tritts­geld für eine Show. Eine „Suite“ ist natürlich deutlich teurer, aber dafür ist der Ein­tritt in den SPA-Bereich, die eigene Minibar, das WLAN, der Zugang zum VIP-Bereich an Bord und das Frühstück im Preis inbegriffen.

Auf den Schiffen der Route Kiel – Oslo stehen dem Gast 12 verschiedene Restaurants und Bars zur Verfügung, vom gehobenen Gourmet-Restaurant welches mindestens vier Gänge serviert bis zum SB-Café auf der Promenade. Wer sich um nichts kümmern möchte, kann ein Mahl­zeiten­paket buchen; die Kreuzfahrt kostet dann ab €216 pro Person. Für diese zusätzlichen 94 Euro erhält man zweimal Frühstück und zweimal Abendessen an Bord. Wer auch noch das Getränke­paket hinzu bucht, zahlt nochmal 28 Euro für Wein, Bier oder Softgetränke (nur) zum Abendessen. Zum Ver­gleich: Das Tagesmenü im Á-la-Carte-Restaurant gibt es für €45, das Tagesgericht für €25. Das Früh­stücksbuffet erhält man ab €16.90. Spartipp: Getränke entweder von Land mitbringen oder an Bord im Ge­schäft kaufen, z.B. 6 Getränkedosen (33cl) für €5 oder 6 Dosen Cider (33cl; Bul­mers, Somersby) für €6.

Abends finden in der Show Lounge mindestens zwei 50minütige Show-Aufführungen statt; um 19 Uhr und um 21 Uhr. Welche das sind, erfährt man leider erst bei der Buchung. Eine (obligato­rische) Tischreservierung kostet pro Tisch €12.90 (ohne Getränke). Wer das VIP-Paket bucht, zahlt €74 pro Tisch für max. 4 Personen, inklusive Getränke. Weiterhin kann man einen (Tanz-) Nachtclub und diverse Glücksspielfazilitäten besuchen, die allerdings wenig Snob-Appeal haben. Es existieren außer­dem mehrere Whirlpools im SPA-Bereich (Standardzugang €21) und einer in der tropischen Badelandschaft „Aqualand“ (Zugang €8.25). 

Einkaufsmöglichkeiten findet man natürlich auch: Einen Taxfree-Shop mit eher norwegischen Preisen und Geschäfte mit Bekleidung, Accessoires, Parfüm, Kosmetika, Uhren, Schmuck und vielem anderen. Interessant sind aber auf jeden Fall pfand­freie Getränkedosen zu auch für Mittel­europäer günstigen Preisen, sowie einige Süßwaren.

Der Landgang einer Mini-Kreuzfahrt ist mit maximal vier Stunden etwas knapp bemessen, wenn man keine Über­nach­tung an Land gebucht hat. Für eine Stadtrundfahrt sollte es jedoch reichen. Diese kann auch über die Fährgesellschaft gebucht werden (ab €45.90).

Wer jedoch lieber einen Einkaufsbummel machen möchte, sollte wissen, dass die wichtigste Ein­kaufs­meile Oslos direkt neben dem Hauptbahnhof in der Karl Johans Gate liegt. Praktisch alle be­kannten Modelabels sind hier vertreten. Eine Hermès-Filiale findet sich unter der Adresse Depart­ments & Stores Norway Nedre, Slottsgate 8. Am Hafen gibt es das Shopping Center Aker Brygge (akerbrygge.no). Beliebt bei den Shoppingtouristen sind Bekleidung, Schmuck, Leder­waren, nor­we­gische Wollpullover und Fischdelikatessen. Achten Sie darauf, dass der Aufent­haltstag in Oslo nicht gerade auf einen Sonn- oder Feiertag fällt, wenn die meisten Geschäfte geschlossen haben. Auf der Webseite visitnorway.com gibt es einen Einkaufsführer für Oslo.

Die Mehrwertsteuer/Warenumsatzsteuer liegt in Norwegen bei 25% (ermäßigte Sätze: 11% und 7%) und kann ab einem Einkaufswert von NOK 315,- (~ EUR 43,-/CHF 52,-; bei Lebensmitteln NOK 285,- ~ EUR 39,-/CHF 47,-) erstattet werden, sofern der Betreffende keinen Wohnsitz in Norwegen, Dänemark, Finnland oder Schweden hat. Das Prinzip funktioniert folgendermaßen: Kaufen Sie den gewünschten Gegenstand und fragen Sie beim Bezahlen nach einem Rück­erstat­tungs­formular für die Mehrwertsteuer (engl. tax free form, norw. skattefri skjema). Lassen Sie das Formular aber nicht wie in anderen Ländern üblich bei der Ausreise vom Zoll abstempeln, sondern reichen Sie das abgestempelte Formular gleich bei einem Servicepartner von Global Blue oder Planet Refund ein. Dort erhalten Sie die Erstattung der Mehrwertsteuer in bar, auf Ihr Konto oder als Kreditkarten­gut­schrift, abzüglich einer Servicegebühr. Am Bahnhof bei „Visit Oslokönnen Sie den Erstattungs­betrag auch sofort erhalten, wenn Sie für den betreffenden Tag eine Fahrkarte ins Ausland vor­wei­sen können, aber bei einer Mini-Kreuzfahrt kann die Steuer­erstattung ebenso auf dem Fährschiff erfolgen.

Sonntag, 20. November 2022

Internet statt Concierge

Mit einer Smartphone-App, einem Tablet oder Notebook kann man noch wesentlich mehr anstellen, als nur mit einem einfachen Handy. Zum Beispiel kann man via Internet Lebensmittel bestellen und liefern lassen. Lebens­mittel­liefe­ran­ten sind vor allem auf dem Lande von­nöten, aber ge­ra­de dort finden sie sich häufiger als in der Stadt, weil die Land­be­völ­kerung darauf ange­wie­sen ist. So ver­kehren in vielen ländlichen Ge­gen­den regel­mäßig Verkaufswagen, die oft auch – im Rahmen ihrer Tour - Lebensmittel ins Haus lie­fern. Vorbestellt wird über die Webseite des Unternehmens.

Reiseplanung ist ein weiterer Bereich, den man sehr gut mit einem Note­book im Internet abwickeln kann. Der große Vorteil dabei ist, dass man auch gleich nach Sonderangeboten Ausschau halten kann. So bieten zum Beispiel viele Fluggesellschaften die wirklich günstigen Flüge nur auf ihrer Web­seite an. Aber auch Bahnfahrkarten, Fernbustickets, Fährtickets, Eintrittskarten, Hotel- und Restaurant-Reservierungen sowie Mietwagen kann man ganz einfach via Internet bestellen. Aller­dings gibt es auch professionelle Reiseplaner und Reise­büros, die Bu­chun­gen telefonisch entgegen nehmen und ironischerweise findet man sie am Be­sten über das Internet (z.B. der.com, reise-spezialisten.com). Eine gute Wahl wäre für telefonische Bestellungen auch ein loka­les Reise­büro in der Nähe des eigenen Wohn­ortes, welches man bei Bedarf telefonisch kon­taktiert.

Übersetzungsdienstleistungen erhält man heutzutage ebenfalls problemlos im Internet, z.B. bei DeepL oder dem Google Übersetzer. Für Dolmetscherleistungen gibt es mittlerweile kleine, elek­tro­nische Geräte für die Jackentasche, die gesprochene Alltags-Sprache in bis zu vierzig Fremd­spra­chen übersetzen können. Solche Geräte kann man überall im Netz kaufen. Und auch Ku­rierdienste oder Blumenversender kann man via Internet beauftragen.

Sonntag, 6. November 2022

Handy statt Concierge

Ein guter Concierge-Service ist zugegebenermaßen schwer zu ersetzen. Da er leider aber auch recht teuer ist, bleibt einem Budget-Snob meist nichts anderes übrig, als genau das zu versuchen. Aber man kann schon mit einem gewöhnlichen Handy ein paar Sachen anstellen. So sollte ein Snob auf jeden Fall einige Telefonnummern in seinem Handy ein­ge­spei­chert haben:

  1. Die (lokale) Fahr­planauskunft (z.B. DB: 0800 150 7090, ÖBB: +43 (0)5 1717, SBB: 0900 300 300), vor allem, wenn man innerhalb eines Verkehrsverbundes wohnt. Eines der be­vor­zug­ten Verkehrsmittel eines Snobs ist ja bekanntlich die 1. Klasse der Eisenbahn. Für den Weg zum Bahnhof nimmt ein Snob natürlich ein Taxi. Wenn es aber preiswert sein soll, muss es auch ein (Linien-) Bus tun, selbst wenn dieser nur eine Reiseklasse besitzt.

  2. Die ört­li­che Taxi­zentrale. Vor allem auf dem Lande kommt man schnell in eine Situation, in der man ohne Auto und bei schlechten öffentlichen Nahverkehrsverbindungen nur noch mit einem Taxi weiter kommt, auch wenn es teuer ist. Wenigstens aber ist es „snobby“.

  3. Einen gehobenen Speisenlieferdienst. Zwar kochen Snobs gerne selbst und auf dem Lande ist die Auswahl an Lieferdiensten auch nicht so groß wie in einer Stadt, aber im Falle eines Falles sollte man einen Lieferdienst parat haben.

  1. Einen Blumenversender: Wer noch schnell für den Geburtstag der Schwiegermutter einen Strauß Blumen versenden will, kann dies bei einigen Anbietern auch telefonisch erledigen. Dazu recherchiere man im Internet nach einem Blumenversender der einem gefällt und spei­chere dessen Ruf­num­mer im Handy ab; z.B. Blume2000 (040 2263 6327) oder Flora Prima (01805 455 615). Die Bezahlung erfolgt mit Kre­dit­karte oder via Bank­einzug.

Außerdem sollte man die wich­tig­sten orts­übli­chen Notrufnummern im Handy ein­speichern, z.B. Schlüsseldienst, Auto­werk­statt / Pan­nen­dienst, ärztlicher und zahnärztlicher Not­dienst, Apotheken­notdienst, Störungs­dienste, Kre­dit- und Konto­karten sperren usw., sowie die Bestell-Telefon­num­mer für Handyporto 414 (Schweiz).