Samstag, 4. April 2026

Bad Sebastiansweiler

Die ergiebigen Schwefelquellen mit heilkräftigem, schwefelhaltigem Calcium-Magnesium-Natrium-Sulfat-Hydrogencarbonat-Wasser sind schon seit alters her bekannt. Seit etwa 1830 werden sie professionell genutzt. Nach einigen Besitzerwechseln der Betreibergesellschaft wurde Sebastiansweiler 1933 Heilbad. Heute liegt der Schwerpunkt auf Rehabilitation, Pflege und Therapie. Im ambulanten Therapiezentrum MeTraVit werden die Schwefelbäder als Leistungen für Selbstzahler abgegeben (bad-sebastiansweiler.de). Eine Sauna und Massagen gibt es dort auch, sowie ein paar Wellness-Behandlungen. In der unmittelbaren Umgebung befinden sich ein paar Gastronomiebetriebe. Das Bad Sebastiansweiler liegt außerhalb des Hauptortes Mössingen an der Bundesstraße 27. Vom Bahnhof Mössingen verkehren die Buslinien 151 und 154 zum Kurzentrum und Nahverkehrszüge zweistündlich nach Stuttgart und Aulendorf.

Samstag, 7. März 2026

Das „Thalassozentrum ahoi!“ in Cuxhaven

Es ist ein modernes, familiengerechtes Freizeitbad mit Meerwasser-Wellenbad und damit nicht not­wen­diger­weise snobtauglich (ahoi-cuxhaven.de). Das Brandungsbecken dürfte bei Kindern sehr be­liebt sein, aber die Therme mit Sprudelliegen, Wasserfall, Schwallbrausen, Sprudelsitzbecken und Er­ho­lungs­liegen mit Aussicht zur Nordsee scheint den Wünschen eines Snobs entgegen zu kom­men. Das gilt wahrscheinlich auch für den Whirlpool und die speziellen Thalassokureinrichtungen, aber eher nicht für die Sauna und den Fitnessraum, denn Snobs meiden Orte, an denen gemeinsam transpiriert wird. Außerdem gibt es ein Restaurant (ebkens.de). Die Kurtaxe liegt in Cuxhaven bei maximal €3.80 pro Tag und Person, der Strandeintritt ohne Gästekarte kostet maximal €3.90 (nordseeheilbad-cuxhaven.de). Vom Bahnhof Cuxhaven (Züge nach Bremen und Hamburg) ver­kehren die Buslinien 1006 und 1007 zum Thalassozentrum.

Sonntag, 1. März 2026

Asiatische Gärten

Japanische oder chinesische Gärten findet man in Europa erstaunlich oft, obwohl sie eher selten bekannt sind. Eigentlich sind sie mehr etwas für Yuppies, Neureiche oder andere Em­por­kömmlinge. Ein Snob lässt sich von ihnen jedenfalls nicht beeindrucken. Dennoch sollte auch ein Snob einen solchen Gar­ten ir­gend­wann einmal be­sucht haben. Vor allem die weniger Populären kom­men dazu infrage. Die drei Unbekanntesten dürften wohl der japanische Garten in Bietig­heim-Bissingen und die chine­sischen Gärten in Mannheim und Bochum sein.

Unweit von Stuttgart und Ludwigsburg liegt der Doppelort Bietigheim-Bissingen im Tal der Enz. Be­kannt ist er vor allem für den im Stil eines römischen Aquäduktes errichteten Eisenbahn­viadukt, der das Wahrzeichen der Stadt bildet.Weitere Sehenswürdigkeiten stellen die Altstadt von Bie­tig­heim sowie die Rommelsmühle und die spätgotische Kirche in Bissingen dar. Eine eher wenig be­kannte Sehenswürdigkeit ist jedoch der japanische Garten, der zu Ehren von Erwin Bälz angelegt wurde, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts Leibarzt der japanischen Kaiserfamilie war und die moderne Medizin in Japan begründete. Zur Anlage gehören Steinlaternen, Haiku-Spruchsteine, eine Steinbrücke und ein knapp zwei Meter hoher Gedenkstein. Der Park liegt beim Zusammenfluss von Metter und Enz zwischen dem Park an der Metter und dem Overland Park, südlich der Innenstadt von Bietigheim und ca. 500 Meter vom Bahnhof Ellental entfernt.

Der chinesische Garten in Mannheim trägt den Namen Garten der vielen Ansichten und bildet einen Teil des Luisenparks (luisenpark.de). Das Teehaus wird gerne für Veranstaltungen und Aus­stel­lun­gen genutzt, allen voran natürlich Teezeremonien. Der Großteil der verwendeten Materialien wurde aus China herangeschafft, außerdem wurde die Anlage von chinesischen Fachleuten unter Be­rück­sich­tigung der Fengshui-Lehre erstellt. Es gibt sogar eine Grotte in einem kleinen künst­lichen Berg mit Wasserfall, außerdem Bambus, Schilfgras, Päonien und eine Kameliensammlung. Der chinesi­sche Garten liegt unweit des Fernmeldeturms und ist von dessen Straßenbahnhaltestelle gut zu er­reichen. Weitere Attraktionen im Luisenpark sind übrigens das Pinguingehege und der Muster-Bauernhof.

In Bochum bildet der chinesische Garten einen Teil des Botanischen Gartens, ist aber dennoch von einer eigenen Mauer umgeben. Angelegt wurde er im südchinesischen Stil von der Universität Shang­hai, die Baumaterialien wurden aus China herbeitransportiert. Der Zugang erfolgt über Tritt­steine durch ein Wasserbassin. Es gibt Pavillons, Pagoden, sehr viel Naturstein, einen Teich und einen kleinen Wasserfall. Der Garten befindet sich außerhalb der Stadt bei der Ruhruniversität. Der Haupteingang liegt in der Straße Im Lottental und hat eine eigene Bushaltestelle.

Dienstag, 20. Januar 2026

Die Burg Thurant bei Alken an der Mosel

Sie gehört zu den weniger bekannten Festungsanlagen, obwohl ihre Geschichte bis ins 12. Jahr­hun­dert zurückreicht (thurant.de). Außerdem besitzt sie gleich zwei etwa 20 Meter hohe Bergfriede, was eher ungewöhnlich ist. Der Grund dafür ist, dass sie eine Doppelburg ist, die von den Erz­bis­tü­mern Köln und Trier gemeinsam verwaltet wurde. Es gab je eine kölnische und eine trierische Burg­hälfte. Nach 1911 wurde die teilweise verfallene Anlage umfassend renoviert und kann heute be­sich­tigt werden. Außerdem gibt es ein Ferienhaus für sechs Gäste.

Die Burg liegt oberhalb der Ortschaft Alken und wird über eine Zufahrtsstraße und mehrere Fuß­we­ge erreicht (alken.de). Nach Alken (Haltestelle Bachstraße) gelangt man mit dem Bus Linie 31 ab Ko­blenz Hbf. Von dort geht es etwa 800 Meter zu Fuß weiter. In Alken existiert eine gewisse, touri­sti­sche Infra­struktur mit Gaststätten und Pensionen. An Einkaufsmöglichkeiten gibt es leider nur einen Supermarkt mit Bäckerei am südlichen Ortsrand. Die Kur­taxe be­trägt €0.50 pro Tag und Person.

Freitag, 9. Januar 2026

Picknick im Flugzeug

Dass auf vielen Linienflügen Mahlzeiten serviert werden, ist ja nichts neues. Die Flug­gesell­schaft Adel Air (adel-air.de) bietet jedoch unter dem Schlagwort „Picknick im Blauen“ auch Rundflüge mit Picknick an. Der Flug dauert etwa 40 Minuten; gestartet und gelandet wird am Flugplatz Wolfhagen, zwischen Kassel und Bad Arolsen gelegen. Im Preis von €599 für zwei Personen ist das Picknick inbegriffen. Ob die Aktion snob­tauglich ist, mag man jedoch bezweifeln.